Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Kröpeliner bereiten eigenes Ökokonto vor

Kröpelin Kröpeliner bereiten eigenes Ökokonto vor

Nach Debatte über Beschlussentwurf der Christdemokraten wurde Vorschlag aus der Linke-Fraktion angenommen

Voriger Artikel
Kröpelin: Kreis-Ausschuss bei Ortstermin
Nächster Artikel
An Kröpelins Mühle gibt’s vier Poké-Bälle

In diesem Bereich des Kröpeliner Stadtholzes hoffen die Stadtvertreter auf eine hohe ökologische Bewertung für ein künftiges Öko-Konto.

Quelle: Hoppe

Kröpelin. Was lange währt, soll ja gut werden. Bereits Ende April hatte Dr. Giersberg Kröpelins Stadtvertreter über Möglichkeiten der Schaffung von Flächen für ökologische Ausgleichsmaßnahmen informiert. Mitte Mai unterbreitete dann der zuständige Revierförster, Manfred Schwert, im hiesigen Hauptausschuss Vorschläge für geeignete stadteigene Flächen und in der Juli-Sitzung sollten jetzt die Volksvertreter in Sachen Öko-Konto einen entsprechenden Beschluss fassen.

OZ-Bild

Nach Debatte über Beschlussentwurf der Christdemokraten wurde Vorschlag aus der Linke-Fraktion angenommen

Zur Bildergalerie

In Auswertung der Empfehlungen vom Bau-, Finanz- und Hauptausschuss legte die CDU-Fraktion dafür einen Textentwurf vor, der die Stadtverwaltung zu einer Kontaktaufnahme mit Dr. Michael Giersberg vom Stülower Büro für Umwelt und Planung verpflichtete: „Zwecks Erarbeitung für die Planung zum Anlegen eines möglichen Öko-Kontos für die Stadt Kröpelin“. Als erster Schritt wurde „die Erfassung von geeigneten Flächen durch die Verwaltung“ genannt, damit diese Flächen dann „als Grundlage für die Planung“ dienen könnten. „Bis zum Jahresende soll ein Ergebnis der Stadtvertretung unterbreitet werden“, zitierte Karin Reichler (CDU) aus dem Beschlussentwurf ihrer Fraktion abschließend.

Paul Schlutow von den Freien Wählern war das alles zu unkonkret und er stellte folgende Fragen in den Raum: „Was ist unter einer Kontaktaufnahme zu verstehen? Welche Planung ist gemeint? Was für ein Ergebnis wollen wir erreichen? Entstehen Kosten, wie ist die Deckung dieser Kosten?“

Karin Reichler antwortete darauf, dass es ja um die mögliche Einrichtung eines Ökopunkte-Kontos gehe, für die wiederum ein Plan aufgestellt werden müsse, was die Kontaktaufnahme zu einem ausgewiesenen Planungs-Experten erfordere. In Neubukow hätten diese Arbeiten insgesamt 6500 Euro gekostet. Für Kröpelin könnten sich die Kosten erst im Laufe der Gespräche herausstellen, weil die möglichen Flächen zusammen größer als in Neubukow seien und auf alle Fälle zersplitterter. Der Beschluss stelle einen ersten wichtigen Schritt dar, weil in dieser Maßnahme noch nichts gelaufen sei.

Auch Stadtvertretervorsteher Veikko Hackendahl (CDU) plädierte für einen konkreteren Beschluss und erläuterte, dass vor der Einrichtung eines Öko-Kontos die möglichen Flächen ökologisch begutachtet werden müssten (Ist- und Sollzustand, Verbesserungsmöglichkeiten), bevor bei der Unteren Naturschutzbehörde eine Planfeststellung starte. Letztlich würden die geeigneten Flächen in das Öko-Konto überführt, wo sie für 20, 25 Jahre geschützt seien, nicht zur intensiven Nutzung zur Verfügung stünden.

Bei einer Fläche in der Größe bis zu 100 Hektar würden deshalb Honorarkosten von bis zu 10000 Euro fällig werden, erklärte Veikko Hackendahl in Auswertung eines Gesprächs mit Dr. Giersberg, das er im Vorfeld geführt hatte. Dank eines Öko-Kontos erhält zum Beispiel die Stadt Neubukow über ihre Kompensationsflächen, die sie befristet an Investoren „verkauft“, 162000 Euro für den Etat.

Dieses Prinzip wollen z.B. auch die Gemeinde Carinerland für eine 5400-m2-Streuobstwiese und der Besitzer der Halbinsel Wustrow für sein Eiland in bare Münze umsetzen.

Paul Schlutows Antrag, die unkonkrete Beschlussvorlage von der Tagesordnung zu nehmen, fand schließlich keine Mehrheit.

Die meisten Stadtvertreter folgten dagegen dem Beschluss-Textvorschlag von Manfred Schwarz (Die Linke), dass die Stadtverwaltung mit Dr. Michael Giersberg in Sachen Öko-Konto Kontakt aufnehmen solle und den Stadtvertretern dann zu ihrer nächsten Sitzung (die ist für den 15. September geplant, d.R.) einen Vertragsentwurf (einschließlich kalkulierter Kosten) für eine mögliche Planung zusammen mit einem Vorschlag zur Finanzierung vorzulegen habe.

Thomas Hoppe

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stralsund
Seglerhafen mit Urlaubsflair: Viele Touristen schätzen Stralsund auch wegen der guten Erholungsmöglichkeiten.

Innerhalb der nächsten zwei Wochen will das Schweriner Sozialministerium über den Antrag Stralsunds entscheiden, sich künftig als anerkannter Erholungsort bezeichnen zu dürfen. Das ist Voraussetzung für die Erhebung der Abgabe, die 250 000 Euro bringen soll.

mehr
Mehr aus Neubukow
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.