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Kröpelin Lehrstelle in der Heimat

Zwei neue Azubis in Kröpeliner Verwaltung / Viele Ausbildungsplätze im Landkreis noch unbesetzt

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Lucie Bordelle (18) hat einen Ausbildungsplatz in der Stadtverwaltung Kröpelin bekommen.

Quelle: Foto: Anja Levien

Kröpelin. Bäcker, Elektroniker und Logistiker suchen im Landkreis Rostock noch nach Lehrlingen. Es gibt mehr freie Stellen als Bewerber. Die Stadtverwaltung Kröpelin hat ihren Nachwuchs bereits gefunden. Anders als geplant wurden zum 1. September sogar zwei Auszubildende eingestellt.

 

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„„Im August waren 443 Bewerber auf der Suche. 57,3 Prozent davon haben in den Vorjahren die Schule verlassen. Hier gilt der Appell, sich rechtzeitig um eine Stelle zu bewerben.“Thomas Drenckow Sprecher Agentur für Arbeit Rostock

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„„Die Stadt Kröpelin hat 2015 nach längerer Pause wieder begonnen auszubilden. Wir bilden zur Deckung des bestehenden Personalbedarfs aus.“Thomas Gutteck Bürgermeister Kröpelin

Ausbildungsmesse

25 Firmen präsentieren sich heute von 15 bis 18 Uhr bei einer Ausbildungs- und Studienmesse im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Rostock, Kopernikusstraße 1a in Rostock. Dabei können sich Interessierte über 50 Ausbildungsberufe und 20 Duale Studiengänge informieren.

Lucie Bordelle sortiert an ihrem Arbeitsplatz Anordnungen der Kämmerei aus den Jahren 2012 und 2013. Die 18-Jährige hat den ersten Monat ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten hinter sich.

„Es war die richtige Entscheidung“, sagt die Rerikerin zu ihrer Berufswahl. „Ich arbeite gerne mit Zahlen und wollte etwas im Büro machen.“ Zwei Bewerbungen schrieb die ehemaligen Schülerin des Schulzentrums Kühlungsborn. Initiativ an ein Steuerbüro und sie meldete sich auf die Anzeige der Kröpeliner Stadtverwaltung. Ein Bewerbungsgespräch und sie hatte die Stelle.

Mit Auszubildenden wird Personalbedarf gedeckt

„Es ist gut, in einer kleinen Verwaltung zu arbeiten. Da kennt jeder jeder. Alle kümmern sich um mich.“ Aus ihrer Heimat, sie ist in Rerik aufgewachsen, wollte Lucie Bordelle nicht weg. „Ich wollte bei meiner Familie bleiben und habe hier die Ostsee direkt vor der Tür“, nennt sie zwei Gründe. Viele ihrer Freunde seien weggezogen. Derzeit lernt sie die Kämmerei der Stadtverwaltung kennen, war bereits im Sekretariat und hatte Unterricht an der Berufsschule in Güstrow. Während ihrer dreijährigen Ausbildung wird sie alle Abteilungen der Verwaltung durchlaufen.

„Die Stadt Kröpelin hat 2015 nach längerer Pause wieder begonnen auszubilden“, sagt Bürgermeister Thomas Gutteck. Neben Lucie Bordelle hat in diesem Jahr auch Vanessa Teichert ihre Ausbildung im Rathaus begonnen. „Wir hatten eine gute Nachfrage bezüglich der Ausbildung. Es haben sich zwei Kandidatinnen herauskristallisiert, so dass wir uns entschlossen haben, nicht wie geplant nur einer Person die Möglichkeit zur Ausbildung zu geben, sondern sogar zwei Personen“, so der Bürgermeister. Die Stadtverwaltung bilde zur Deckung des bestehenden Personalbedarfs aus.

Doch nicht jeder Bewerber hatte Erfolg wie Lucie Bordelle. Im August seien im Bereich der Arbeitsagentur Rostock, zu der der Geschäftsbereich Bad Doberan zählt, 443 Bewerber auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz gewesen, teilt Thomas Drenckow, Sprecher der Arbeitsagentur, mit. Von denen hätten 57,3 Prozent in den Vorjahren die Schule verlassen. „Hier gilt der Appell, sich rechtzeitig um einen Ausbildungsplatz zu bewerben.“

Im Geschäftsbereich Bad Doberan habe es im August noch 143 unbesetzte Stellen gegeben, auf die kamen 46 Bewerber. „Auf einen Bewerber kommen drei unbesetzte Stellen. Die Ausbildungsmarktlage ist für Bewerber in diesem Bereich sehr gut“, sagt Thomas Drenckow. Aktuelle Zahlen lege die Agentur für Arbeit Anfang November vor.

Standort der Berufsschule mit entscheidend

Auszubildende werden in fast allen Bereichen gesucht. 122 offene Stellen sind derzeit bei der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern angezeigt, teilt Karin Steinfurth, für den Bereich Berufsausbildung in der Kreishandwerkerschaft Rostock - Bad Doberan zuständig, mit. Vor allem Anlagenmechaniker, Fleischer, Elektroniker und Maler suchen noch Lehrlinge. Das liege daran, dass es mehr freie Plätze als Bewerber gebe. Gute bezahlte Lehrstellen seien am schnellsten vergeben gewesen. Die Wahl eines Ausbildungsplatzes habe auch immer mit dem Standort der Berufsschule zu tun.

Bis Ende September waren in den Mitglieds-Betrieben der Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK) noch 81 Lehrstellen nicht besetzt. „Vor allem in der IT, in Verkehr und Logistik und in den industriellen Metallberufen suchen Betriebe noch Nachwuchs“, teilt Berit Heintz, stellvertretende Leiterin des IHK-Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung, mit. 45 Prozent der Ausbildungsbetriebe im Bereich der IHK zu Rostock konnten 2016 nicht alle Ausbildungsplätze besetzen.

Anja Levien

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