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Maroder Anfahrtsweg sorgt für Ärger

Westenbrügge Maroder Anfahrtsweg sorgt für Ärger

Westenbrügge: Heute soll neue Unterschriftenliste Bewegung in alten Fall bringen / Amt für Neuanfang offen

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Gutshausbesitzer: „Die Osthälfte hat riesenhafte Pfützen und Schlaglöcher, wo schon mehrfach Schäden an Autos entstanden sind.

Quelle: Hoppe

Westenbrügge. „An diesem Mittwochabend haben wir hier eine Bewohnerversammlung und da werde ich noch mal eine Unterschriftenaktion machen. Hier wohnen mittlerweile insgesamt 25, 30 Leute“, sagt Thomas Neumeister vom Hof in Westenbrügge. Der gebürtige Hamburger lebt seit sechs Jahren im Dorf und ist es leid, dass die östliche Anfahrt zum Gutshaus, wo er „Hauswarttätigkeiten“ erledigt, so marode ist, dass sich eine Mieterin die Auto-Schürze kaputtgefahren haben soll.

OZ-Bild

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Durch „riesenhafte Pfützen und Schlaglöcher“ sei hier schon „mehrfach Schaden an Autos entstanden“, betont dazu der Gutshausbesitzer Stephan Gloge. Als der Gemeinde deswegen eine Klage gedroht hätte, „wurde zuletzt 2013 ein wenig Teer in einige Löcher gepresst, der inzwischen wieder spurlos verschwunden ist. Anwohner haben sich beim Amt beschwert, um die Verkehrssicherungspflicht einzufordern und wurden lakonisch beschieden, die Gemeinde habe kein Geld“, schreibt Stephan Gloge in einer Lesermail an die OZ. „Dennoch weigert sich die Gemeinde seit über 12 Jahren den Weg zum Richtwert für Verkehrsflächen abzugeben, obwohl sie Preis und Grundsteuer darauf einnehmen und Haftung abgeben könnte. Ich würde dann den Weg herrichten lassen“, erklärt Stephan Gloge rundheraus und ergänzt, dass er bereits im Jahr 2008 „80 Unterschriften aus dem Dorf“ sammelte, „einschließlich der Unterschriften der direkten Anlieger, die mich darin unterstützten, diesen Weg zu übernehmen, damit ich ihn herstellen könnte. Ich legte sie der Gemeinde vor und alle 80 Bürger wurden prompt ignoriert.“

Seitdem ist viel Zeit ins Land gegangen und die Anlieger hoffen heute offenbar nicht auf einen Besitzerwechsel in Sachen Anfahrtsstraße, wie die OZ hier bei Gesprächen erfährt, sondern sie pochen auf eine Herstellung der Verkehrssicherheit durch die Gemeinde.

Dass bislang kein Verkauf des Weges an den Gutshausbesitzer zustande kam, ordnet der „Hauswart“ so ein: „So viel ich weiß, ist die Forderung der Gemeinde wohl zu groß. Er ist ja bereit, alles in Ordnung zu bringen und sieht dann natürlich nicht ein, trotzdem diesen ,regulären’ Preis – den sie meinen, haben zu wollen – zu zahlen.“ Wie auch immer: „Das ist ja alles alter Kaffee“, bringt die Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Neubukow-Salzhaff, Anke Nausch, die jahrelang zurückliegende Gemenge-Lage in dieser Anfahrtsweg-Sache am OZ-Telefon auf den Punkt. Wenn es damals ein Verkehrswertgutachten gegeben habe, sei das ohnehin verjährt, zudem gebe es eine neue Gemeindevertretung... Sie sei damals selbst auch nicht involviert gewesen, ergänzt Anke Nausch. Sie hatte seit März 2014 in diesem Amt auf Probe gearbeitet und war zwei Jahre später zur Leitenden Verwaltungsbeamtin auf Lebenszeit ernannt worden.

„Es besteht doch für Herrn Gloge jederzeit die Möglichkeit bei der Gemeinde einen neuen Kaufantrag zu stellen und dann wird die Gemeinde Biendorf darüber auch beschließen“, erklärt Anke Nausch weiter und ergänzt, dass der formlose Antrag – dass er sich für diese Fläche interessiert – an das Amt gestellt werden könne. Die Fläche dürfe jedoch nach Paragraf 56 der Kommunalverfassung von MV grundsätzlich nur zum Verkehrswert veräußert werden, wenn sie die Gemeinde nicht selbst benötige.

Dann betont die Leitende Verwaltungsbeamtin jedoch noch: „Für die Verkehrssicherheit der gemeindeeigenen Straßen ist natürlich die Gemeinde zuständig. Sie ist aber darauf angewiesen, dass sie auch mal eine Mitteilung von den Bürgern bekommt, wo ein Loch ist, das aufgefüllt werden muss.“

Thomas Hoppe

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