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Neubukow Mit Tempo 30 durch die Schliemannstadt?

Neubukower legen Entwurf eines Lärmaktionsplans der Öffentlichkeit vor / Auch Keneser Straße ist Bestandteil

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Von 6 bis 18 Uhr zählte hier ein Anwohner an einem Tag 850 Fahrzeuge, die die Keneser Straße passierten.

Quelle: Thomas Hoppe

Neubukow. Mehr als drei Millionen Fahrzeuge im Jahr — also etwa 8200 Fahrzeuge täglich — würden allein den Straßenabschnitt des Kröpeliner Tors im Verlauf der Bundesstraße 105 passieren. Darauf kam in der vergangenen Woche Bauamtsleiter Detlef Pigorsch vor den hiesigen Stadtvertretern zu sprechen, als er den Entwurf für einen Lärmaktionsplan Neubukows erläuterte und die oben zahlenmäßig untermauerte Verkehrsbelastung als im Gesetz verankerte Verpflichtung für solch einen Lärmaktionsplan darstellte.

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Neubukower legen Entwurf eines Lärmaktionsplans der Öffentlichkeit vor / Auch Keneser Straße ist Bestandteil

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Die Neubukower entschieden sich, die für diesen Plan erforderlichen Erhebungen nicht nur auf die gesamte Bundesstraße B 105 in der Stadt, sondern auch auf die Landesstraßen hier, auszudehnen: auf die L 12 (früher Panzerstraße), die Schliemannstraße, auf die Reriker, auf die L 104 im Verlauf der Burchardstraße, des Bahnhofsplatzes und des Keneser Tors sowie auf die Keneser Straße. Für Letztere hatte ein Anwohner, der in der Zeitung namentlich nicht genannt werden möchte, einen Tag lang von 6 bis 18 Uhr die durchfahrenden Fahrzeuge gezählt und war auf 850 gekommen. Das hatte er in der Einwohnerfragestunde im Bürgerhaus kundgetan und Detlef Pigorsch bestätigte: „Wir erkennen an, dass auch in der Keneser Straße eine hohe Verkehrsbelastung existiert“. Dort hatten zudem Regionalschüler Verkehrsmengen für die Stadt gezählt, wie das Landesamt für Umwelt, Natur und Geologie 2014 an den andere Stellen der Stadt. Die Beurteilung, ob Lärmschutzmaßnahmen notwendig sind, entscheide sich danach, ob die hochgerechneten Jahresmittel von bestimmten Auslösewerten überschritten würden, hieß es. Und konkret wurde dazu festgehalten, dass von Überschreitungen des Auslösewertes, der den ganzen Tag, den Abend und die Nacht erfasst (nach Berechnungen, nicht nach Messungen) an der B 105 insgesamt 246 Neubukower von zu hohem Lärm ab 65 dB (A) betroffen seien, an der Schliemannstraße 13 Bürger und in der Keneser 37. Was den berechneten Auslösewert ausschließlich für die Nacht betreffe, sind demnach 269 Neubukower an der B 105 von Verkehrslärm ab 55

dB (A) betroffen, in der Schliemannstraße nur 5 und in der Keneser immerhin 22. „Die am meisten betroffenen Bereiche der Stadt Neubukow sind die B 105, die Schliemannstraße und die Keneser Straße“, sagte dazu Detlef Pigorsch, bevor er mögliche Maßnahmen zur Lärmminderung erläuterte.

In den Sitzungen des Bau- und Planungsausschusses waren demnach folgende „Schwerpunktmaßnahmen“ herausgestellt worden, die letztlich in den einstimmig gefassten Entwurfs- und Auslegungsbeschluss der Stadtvertreter eingingen: 1. Einbau eines lärmoptimierten Belages auf der B-105-Ortsdurchfahrt (könnte 164 000 Euro kosten und würde Lärmpegel um 3 dB (A) senken);

2. Austausch der Oberfläche von Schliemann- und Keneser Straße;

3. Tempo 30 auf der gesamten B-105-Ortsdurchfahrt (würde Lärmpegel um 2,5 dB (A) verringern und 8 000 Euro kosten), auf der Schliemannstraße (minus 3 dB (A) für 4000 Euro), auf der Reriker, auf der Burchardstraße (minus 2,5 dB (A) für 2000 Euro) und Keneser Tor;

4. Attraktivität des Fahrradverkehrs im Stadtgebiet erhöhen;

5. Nächtliches Lkw-Fahrverbot in der Reriker (mit Tempo 30 generell Lärmpegelminderung um durchschnittlich mehr als 3 dB (A) und Kosten von zusammen 5000 Euro) und in der Keneser Straße;

6. Verbesserung der äußeren Wohngebäude-Schalldämmung (kann gefördert werden, bis 75 %);

7. Ausweisung der Keneser und der Reriker als Anliegerstraßen mit Sperrung für den Durchgangsverkehr und Zulassung von Lieferverkehr am Tag (für die Keneser Straße würde das 2000 Euro Kosten verursachen und für eine Lärmpegelminderung von immerhin mehr als 3 dB (A) sorgen).

Der Plan werde in einer Bürgerversammlung noch ausführlicher vorgestellt, betonte Detlef Pigorsch.

Von Thomas Hoppe

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