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Mit flinker Teamarbeit zum Erfolg

Kröpelin Mit flinker Teamarbeit zum Erfolg

130 Kinder der Grundschule in Kröpelin nahmen gestern mit viel Eifer am Wettbewerb im Brückenbau teil.

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Die „Rügendamm Klappbrücke“ einer Siegergruppe aus der vierten Klasse war in 56,13 Sekunden fertig. Fotos (2): Rolf Barkhorn

Kröpelin. Die Mädchen und Jungen der Kröpeliner Grundschule „Am Mühlenberg“ wissen jetzt eine ganze Menge über Brücken. Und sie sind sogar in der Lage, in kürzester Zeit eine selbsttragende Brücke aus wenigen Teilen zu bauen — ohne dass diese von Schrauben, Klammern, Seilen, Nieten oder Klebstoff zusammengehalten werden muss. Den Nachweis ihrer frisch erworbenen Fähigkeiten lieferten die Schüler gestern beim großen Brückenbau-Wettbewerb in der Sporthalle.

In nur 56,13 Sekunden hatte die vierköpfige Siegergruppe einer vierten Klasse ihr Bauwerk, die „Rügener Hochbrücke“ fertiggestellt. Aber auch die anderen Gruppen, die etwas über zwei Minuten brauchten, waren mit viel Eifer dabei und am Ende stolz auf ihr Werk.

Viel gelernt über Brücken haben die Sechs- bis Zehnjährigen in den vergangenen Wochen im Rahmen eines Projektes, das von der Hochschule Wismar fachlich begleitet und vom Windenergieanlagen-Betreiber Eno-Energy gefördert wurde. „Vorrangig ging es in diesem Projekt darum, Kinder für Technik zu begeistern. Damit kann man gar nicht früh genug anfangen. Wichtig ist aber auch, dass die Schüler bei dieser Aufgabe lernen, dass sie nur gemeinsam etwas erreichen“, erklärte Professor Kersten Latz, vom Bereich Bauingenieurswesen der Hochschule Wismar.

Elisabeth Erbes, eine Studentin aus seiner Fakultät, hatte die Schüler zuvor in theoretischen und praktischen Unterrichtsstunden mit der Bauweise der „Leonardobrücke“ vertraut gemacht. Diese nach ihrem berühmten Erfinder, Leonardo Da Vinci, benannte Konstruktion besteht aus mehreren gleich großen Holzbrettern (bei den Viert- und Drittklässlern waren es 18), die ohne weitere Hilfsmittel so miteinander und ineinander verbunden werden, dass sie auch einer Belastung standhalten.

Davon, wie schnell die Kinder aller Klassenstufen, die Aufgabe unter dem Druck des Wettbewerbs umsetzten, war Elisabeth Erbes begeistert: „Der Weltrekord steht bei zwölf Sekunden — mit neun Personen.

Diejenigen, die das so schnell schaffen, haben jeden Handgriff vorher wochenlang geübt, da weiß jeder genau, was er zu machen hat. Ich finde, die Kinder haben das super gemacht.“

Die aus Dresden stammende Studentin der Hochschule Wismar freute sich dann besonders über Plakate, auf denen Kinder das „blaue Wunder“, eine berühmte Brücke ihrer sächsischen Heimatstadt, gemalt hatten.

Beeindruckend war auch die Vielfalt der Namen, die die Schüler ihren Bauwerken gaben. Von der „Brooklyn-Bridge“ über die „Tower-Bridge“ oder die „Öresundbrücke“ bis hin zur „Golden Gate Bridge“ waren viele architektonische Berühmtheiten dabei.

Von Rolf Barkhorn

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