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Mühle feiert gleich zwei Jubiläen

Kröpelin Mühle feiert gleich zwei Jubiläen

Vor 110 Jahren wurde die Kröpeliner Holländer-Windmühle errichtet / Förderverein besteht seit zehn Jahren

Kröpelin. Egal, ob von Kühlungsborn oder Rerik kommend, die vom östlichen Stadtrand sichtbare Mühle senkt sich. Und taucht später wieder auf. Die „versenkbare Mühle“ ist das Wahrzeichen der Stadt. Seit 110 Jahren. Von 1904 bis 1906 war die Galerie-Holländer-Windmühle erbaut worden. Doch das 110-jährige Jubiläum ist nicht der einzige Geburtstag rund um das historische Gebäude. Denn der Mühlenverein hatte sich am 24. Mai 2006 gegründet und begeht somit sein zehnjähriges Jubiläum. Beides soll am 18. Juni mit einem Mühlenfest begangen werden.

 

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Vereins-Vorsitzende Karin Reichler und ihr Stellvertreter Manfred Schwarz vor der Kröpeliner Mühle. Sie ist jetzt 110 Jahre alt.

Quelle: Renate Peter

Den Anstoß für die Vereinsgründung hatte Elisabeth Cordshagen gegeben. Sie und weitere engagierte Kröpeliner wollten die alte Mühle retten und zu neuem Leben für die Öffentlichkeit erwecken. Doch dafür brauchte man Geld. Neun Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt gründeten den Förderverein „Kröpeliner Mühle“, unter ihnen Karin Reichler, Manfred Schwarz, Verena Nieschalk, Irmtraud Becker und Dr. Karin Steinbrecher. Elisabeth Cordshagen wurde die erste Vorsitzende, ihre Nachfolgerin wurde 2010 Karin Reichler.

„Es hat lange gedauert. Zig Nutzungskonzepte haben wir erarbeitet. Anfangs funktionierte keines“, erinnert sich Karin Reichler. Doch der Verein gab nicht auf. Die Mühle war zu dem Zeitpunkt eine abgebrochene Baustelle. Als dann das Areal als Sonderstandort ins Sanierungsgebiet der Stadt einbezogen wurde, konnten endlich Fördergelder beantragt werden.

Bis 1952 war die Mühle noch in Betrieb. Danach war es Getreidelager und ab den 1970er-Jahren Polytechnisches Zentrum für Schüler. 1986 hatten Umbauarbeiten begonnen. Die Mühle sollte als Gaststätte, ein zweigeschossiger Anbau für Küche und Lagerraum genutzt werden. „Hier sollten etwa 500 Essen unter anderem für die Schulspeisung ausgegeben werden“, erinnern sich Karin Reichler und Manfred Schwarz. 1989 war Schluss. Die Mühle blieb Baustelle und stand leer.

Der Förderverein organisierte 2008 als erste Veranstaltung das Mühlenfest. 2012 fand die erste Walpurgisnacht statt. Beides sind bis heute feste Veranstaltungen im Kalender des Vereins. Und auch die beiden Höhepunkte des Jahres ohne Eintritt. Damit jeder kommen kann. Doch das Wichtigste: 2011 fasste die Kröpeliner Stadtvertretung den Beschluss, die Mühle mit Städtebaufördermitteln zu sanieren.

„Dafür sind wir der Stadtvertretung sehr dankbar“, sagt Karin Reichler. Ein Jahr später wurde ein Teil des Wirtschaftstraktes abgerissen. Eine umfangreiche Modernisierung begann. Und im Dezember 2013 wurde die modernisierte Mühle übergeben.

„Die Stadt und der Förderverein haben eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, mit dem Ziel, dass durch den Verein die Mühle öffentlich zugänglich betrieben wird“, erklärt Manfred Schwarz, stellvertretender Vorsitzender.

„Wir bemühen uns, ständig etwas zu organisieren“, sagt Karin Reichler. Während der verschiedenen Veranstaltungen – plattdeutsche Nachmittage, Kabarett, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen – können die Besucher die Mühle besichtigen. Der Ausbau von zwei Geschossen habe sich bewährt, sagt Manfred Schwarz. Unten kann Kaffee getrunken werden, oben ist Platz für kleine Veranstaltungen oder Kreativnachmittage. Hier können sich seit 2014 auch Paare das Jawort geben, als Außenstelle des Kröpeliner Standesamtes.

Der Verein zählt inzwischen 25 Mitglieder. „Wir machen hier alles ehrenamtlich“, betont Karin Reichler. Neben den „alten Hasen“ verstärken jetzt auch jüngere Mitglieder den Vorstand – so Roswitha Käker und Monika Oberüber.

Die Mühle hat sonntags von 14.30 bis 17 Uhr und ab 1. Juni bis mindestens Ende August auch mittwochs von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Besondere Höhepunkte bereiten die Vereinsmitglieder zu solchen Höhepunkten wie Deutscher Mühlentag, „Kunst offen“ oder „Tag des offenen Denkmals“ vor. Zu Weihnachten wird etwas für Kinder organisiert, Kreativnachmittage sind beliebt geworden und Lesungen werden in Zusammenarbeit mit der Bibliothek vorbereitet.

Zum Mühlenfest hat sich der Verein einiges einfallen lassen. Die Dabeler Müllerburschen, die Musikgruppe „Manugi“ aus der polnischen Partnergemeinde Wloszakowice und Kinder mit einem Theaterstück werden auftreten. Eine Modenschau und Tanz mit dem Midnight-Duo sind geplant. Ohne Sponsoren wäre das alles nicht möglich, sagt Manfred Schwarz.

Karin Reichler will zum Mühlenfest einen der Trachten-Röcke anziehen, die Elisabeth Cordshagen vor Jahren zum Mühlentag genäht hatte. Ganz zünftig zum Jubiläum!

Am 18. Juni wird gefeiert: Mit Musik, Mode und Tanz

110 Jahre lang gibt es die Kröpeliner Mühle. Sie wurde von 1904 bis 1906 errichtet.

2006, am 24. Mai , wurde der Verein gegründet.

9 Kröpeliner gründeten den Förderverein.

2008: Das Mühlenfest war in dem Jahr die erste große Veranstaltung des Vereins.

2013: Eine komplexe Modernisierung begann. Am 21. Dezember wurde die modernisierte Mühle der Öffentlichkeit übergeben. Mühlenfest, 18. Juni, an der Mühle in der Schulstraße: Dabeler Müllerburschen, Musikgruppe „Manugi“, Kinder spielen Theater, Modenschau, Midnight-Duo, Tombola. Es gibt Kaffee und Kuchen, Bratwurst vom Grill.

Aktuelle Veranstaltungen unter www.muehlenverein.jimdo.com

Renate Peter

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