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Neubukow wächst langsam auf Spriehusen zu

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Einstimmiges Votum der Stadtvertreter für zweite Änderung des Flächennutzungsplans

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Diese im bisherigen Flächennutzungsplan ausgewiesene Wohnbaufläche hinter dem Wäldchen am Sportplatz soll zurückgenommen werden, während am Spriehusener Landweg neue Flächen dazukommen.

Neubukow. „Wir haben einen Flächennutzungsplan von 1997 – der ist natürlich ins Alter gekommen und muss nun verjüngt werden“, moderiert Bürgervorsteher Diethelm Hinz an diesem Dienstagabend bei der Stadtvertretersitzung im Bürgerhaus die angesetzte 2. Änderung dieses Plans der Stadt Neubukow an.

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Einstimmiges Votum der Stadtvertreter für zweite Änderung des Flächennutzungsplans

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Bauamtsleiter Detlef Pigorsch greift die Worte auf und erklärt dazu, dass in der Regel ja gesagt werde, ein Flächennutzungsplan (F-Plan) solle alle 10 bis 15 Jahre geändert werden. Aktueller Anlass in Neubukow sei allerdings das geplante neue Wohngebiet am alten Spriehusener Landweg.

Dafür hat die Stadt mit dem Vorentwurf des B-Plans Nr. 11 bereits ein Beteiligungsverfahren durchgeführt und wird im Verlauf der Dienstagssitzung darüber noch einen einstimmigen Abwägungsbeschluss der Volksvertreter erhalten.

Doch zunächst erläutert Detlef Pigorsch die vorgesehenen F-Plan-

Neuerungen. Die erste Teilbereichsänderung solle die Basis für das B-Plan-Nr.11-Gebiet sein, „vielleicht sogar für eine zweite Ausbaustufe“. Zudem hätten die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses empfohlen, langfristig den Bereich zwischen dem Ortsteil Spriehusen und dem dann bereits entstandenen Wohngebiet am Spriehusener Landweg mit weiterer straßenbegleitender Wohnbebauung zu schließen.

Die würde jetzt noch im Außenbereich liegen, warf der Bauamtsleiter ein – mit einem Verweis auf das Amt für Raumordnung, das grundsätzlich einer Zergliederung der Landschaft entgegenwirke. Aber ein F-Plan blicke ja nicht nur auf den Zeitraum der nächsten fünf Jahre.

Auch solle der Ortsteil Spriehusen „aktiviert“ werden (siehe auf der Karte Teilbereichsänderung 3), wofür bereits ein Teil durch die Innenbereichssatzung abgedeckt sei.

Dann spricht Detlef Pigorsch plötzlich von möglichen „Nutzungskonflikten“ und bezieht diese auf ein bislang für die Wohnbebauung vorgesehenes Gelände südlich der Buschmühlener Chaussee (TBÄ 4).

Hier könnte es Störungen durch die benachbarten Sportanlagen, von der Bundesstraße und aus dem Gewerbestandort geben, wird unter dem Begriff „Immissionsschutzbelange“ in der Beschlussbegründung zusammengefasst. Der Bauamtsleiter blickt von hier noch auf den relativ großen Abstand zum Stadtzentrum und betont, dass dieses Terrain „auf jeden Fall“ auf Empfehlung des Bau- und Planungsausschusses zugunsten der neu ausgewiesenen Flächen herausgenommen werden solle. Zu allem laufe aber noch ein Planverfahren durch, „wenn wir einen Plan machen, ist das nicht das Ergebnis, sondern es ist der Anfang“, unterstreicht Detlef Pigorsch seine Darlegungen.

Der nötige Aufstellungsbeschluss wird einstimmig gefasst, bevor es um besagten Abwägungsbeschluss für den Vorentwurf zum offenbar ersten Bauabschnitt der künftigen Eigenheimsiedlung „Am alten Spriehusener Landweg“ geht.

Dazu erläutert Ralf Szepanzik vom Planungsbüro Mahnel aus Grevesmühlen die Hauptergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung, bei der sich insgesamt 42 Träger öffentlicher Belange mit 36 Stellungnahmen beteiligt hätten. Der Bereich des B-Plans Nr. 11 soll mit einer fünf Meter breiten Straße (plus 1,50 Meter breiter Gehweg und zusammen ein Meter breite Bankette) an die Reriker Straße angebunden werden. Im Wohngebiet selbst sei eine fünf Meter breite Mischverkehrsfläche vorgesehen (für Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer gleichberechtigt). In der Reriker Straße soll künftig das zulässige Tempo auf 30 km/h und der Durchgangsverkehr „durch zusätzliche verkehrsleitende Maßnahmen“ reduziert werden. Ein Entwässerungskonzept für den Gesamtbereich sei der nächste planerische Schritt, heißt es. Zudem werde die Bodendenkmalpflege Vorerkundungen, gegebenenfalls Bergungen unternehmen, bevor die eigentliche Erschließung beginnen könne.

Thomas Hoppe

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