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Neues Feuerwehrauto dringend nötig

Biendorf/Westenbrügge Neues Feuerwehrauto dringend nötig

Biendorfer Gemeindevertreter erwarten mehr Unterstützung vom Amt für den Feuerwehrbedarfsplan

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Wehrführer Thomas Endrulat am alten Feuerwehr-Fahrzeug in Westenbrügge. Es muss dringend ersetzt werden.

Quelle: Renate Peter

Biendorf/Westenbrügge. Fast kommt bei Thomas Endrulat etwas Wehmut auf, wenn er das MAN-Tanklöschfahrzeug der Ortswehr Westenbrügge betrachtet. Das Feuerwehrauto ist gut 50 Jahre alt und muss dringend durch ein neues ersetzt werden. „Vor sieben Jahren haben wir es von der Gemeinde Carinerland gekauft. Doch die Reparaturen werden immer mehr. Der Tüv läuft ab“, sagt der Ortswehrführer von Westenbrügge, der auch Gemeindewehrführer und Gemeindevertreter von Biendorf ist. „Doch hübsch sieht es aus, hat auch extra alte Schrift.“

Gemeinde mit vielen Ortsteilen

25 Mitglieder zählt die Feuerwehr von Biendorf. Sie ist an zwei Standorten präsent.

20 Mädchen und Jungen wirken in der Jugendwehr in Westenbrügge mit.

50 Jahre alt ist das alte Feuerwehrfahrzeug, das in Westenbrügge steht.

40,8 Quadratkilometer groß ist die Gemeinde Biendorf mit elf Ortsteilen.

Die Reifen sind am Ende. Viele Stunden Reparatur haben die Feuerwehrleute seit Jahren investiert. Da einige von ihnen Schlosser sind, konnte viel selbst gemacht werden. „Doch jetzt ist Schluss. Zum 1. Juli 2017 muss ein neues Auto da sein, dann ist der Tüv für das alte abgelaufen“, betont Thomas Endrulat. Doch das Problem sind die Kosten. Die Gemeinde Biendorf braucht dafür nicht nur Fördermittel, sondern auch einen Kredit.

Deshalb ist Thomas Endrulat dabei, nicht nur den Feuerwehrbedarfsplan zu erarbeiten, sondern auch den Plan für Gefährdungspotenzial. „Damit müssen wir nachweisen, dass wir ein neues Feuerwehrfahrzeug brauchen“, sagt er. Die Pläne gehen an den Landkreis, das Land und wegen des Kredites auch an die Kommunalaufsicht. Das Problem sei nicht nur der Zustand des Autos. In den alten MAN passen nur sechs Leute. Bei Bränden muss die Wehr aber mit neun Kameraden ausrücken.

Die Biendorfer Feuerwehr ist an zwei Standorten präsent – in Westenbrügge mit 16 Mitgliedern und in Körchow mit neun. Die Körchower Ortswehr hat ein LF 8 aus den 90er-Jahren. Stolz ist Thomas Endrulat auf die Jugendwehr mit 20 Mädchen und Jungen in Westenbrügge. In diesem Jahr seien vier junge Leute aus der Jugendwehr in die aktive Wehr übernommen worden. Zehn bis 14 Alarmierungen im Jahr hat die Wehr, die meisten sind technische Hilfeleistungen. Einsatzfähig sei die Wehr zum größten Teil, obwohl es in Biendorf wie in anderen Dörfern tagsüber oft Probleme gebe, da viele Kameraden auswärts arbeiten.

Im Bedarfsplan muss angegeben werden, wie schnell die Eintreffzeit der Wehr ist, wie viele ausrücken. Doch damit nicht genug. In dem mehrseitigen Papier wird auch gefragt, wie viele Betriebe die Gemeinde hat, Hotels, landwirtschaftliche Unternehmen, Ferienwohnungen und vieles mehr. „Wir haben das Gewerbegebiet Berghausen, die Tankstelle, zwei Hotels, drei große Landwirtschaftsbetriebe, viele Handwerksbetriebe, Ferienwohnungen... Doch das alles zu erfassen geht über unsere Kraft als Ehrenamtler“, sagt Thomas Endrulat deutlich. „Dafür haben wir einfach nicht die Zeit“, betonte er bereits auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Und andere gewählte Vertreter stimmten ihm zu. Das sei Aufgabe des Amtes, wurde deutlich gemacht. Wer sonst habe die Daten, wie viele Häuser es gibt, wie viele Geschosse sie haben, wie lang die Straßen sind. Das Amt Neubukow-Salzhaff wurde aufgefordert, diese Informationen für die Gemeinde zusammenzutragen. Wie sagte ein Gemeindevertreter:

„Wozu bezahlen wir Amtsumlage?“

Nach all den Fakten für das „Gefahrenpotenzial“ wird die Gemeinde, die immerhin 40,8 Quadratkilometer Fläche umfasst und in der 1300 Einwohner leben, eingestuft, was für ein Feuerwehrfahrzeug benötigt wird. „Wir brauchen mindestens ein mittleres Löschfahrzeug“, sagt der Wehrführer. Und das dürfte 160000 Euro kosten. Das Problem sei der Eigenanteil der Gemeinde an den Kosten, den Biendorf nicht hat. Deshalb muss ein Kredit beantragt werden. Bis spätestens Ende November muss der Bedarfsplan fertig sein.

Die Fahrzeughalle in Westenbrügge ist für ein neues Auto gerüstet. Sie entspricht den Anforderungen, wurde Anfang der 2000-er Jahre saniert. Auch die Jugend- und aktive Wehr hat vernünftige Räume im Gemeindezentrum.

Renate Peter

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