Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Ostrock-Museum: Zwischen Tonstudio und Funktionärsbüro

Kröpelin Ostrock-Museum: Zwischen Tonstudio und Funktionärsbüro

Studenten der Wismarer Hochschule stellten ein erstes Konzept für das Kröpeliner Ostrock-Museum vor. In diesem Frühjahr soll es fertig werden.

Voriger Artikel
Ausschüsse in Wismar stimmen für Bettensteuer
Nächster Artikel
Trotz doppelter Gebühr: Parken immer noch günstig

Trommelstäbe und Schallplatte: Wismarer Studenten konzipieren das Ostrock-Museum.

Quelle: Sabine Hügelland

Kröpelin. Schon am Eingang wird der Besucher eingestimmt auf Ostrockmusik. Der Blick fällt in einen Plattenladen. In einem anderen Raum herrscht Klubatmosphäre, Bands könnten auftreten. Dann schaut der Besucher in das Tonstudio. Und im Zentrum ist das Büro eines „Kulturfunktionärs“.

So soll es einmal aussehen, das Ostrock-Museum in Kröpelin. Die Konzeption für die Ausstellung haben Studenten der Hochschule Wismar erarbeitet. Sie studieren Innendesign, Kommunikation oder Medien.

00018843.jpg

Wir werden vom Rockmuseum begeistert sein.“ Veikko Hackendahl, Stadtvertretervorsteher Kröpelin

Zur Bildergalerie

Am Donnerstagabend stellten einige von ihnen ihre „Zwischenpräsentation“ Kröpeliner Stadtvertretern und Bürgern vor.

Wenig Raum, knappes Budget, viele Exponate — das müssen die Studenten unter einen Hut bringen. Und sie sind auf einem guten Weg. Sie wollen die Ausstellung nicht chronologisch aufbauen, sondern ein Museum mit Erlebnis-Charakter schaffen, erzählten sie am Donnerstag. Das Mobiliar soll zum im Hause befindlichen Heimatmuseum passen.

Moderne Touchbildschirme werden vorhanden sein. In jedem Raum ein großformatiges Foto. Die Wandgestaltung soll auffällig sein, ein Kontrast zum Heimatmuseum in der darunterliegenden Etage.

Die Studenten stellen sich Barhocker vor, auf denen die Besucher verweilen können. Sie sollen in vielen Schubladen stöbern können, Bandgeschichte erfahren. Sie sollen auch ein Mischpult bedienen können. Es solle ein interaktives Museum werden, Besucher einbeziehen. „Sie sollen dort kramen und wühlen können.“

Wenn die Besucher in den Räumen an Auftritte ostdeutscher Rockbands erinnert werden, dann wird in einem weiterem dem Schmadebecker Dorfrock eine Plattform gegeben, der Raum soll die Verbindung zur Gegenwart herstellen, erklären die Studenten. Eine Ahnengalerie wird zeigen, welche Bands in den vergangenen 20 Jahren Dorfrock-Geschichte bereits im Kröpeliner Ortsteil Schmadebeck auftraten. Die Veranstaltung feiert dieses Jahr Jubiläum.

„Der Ostrock lebt mit dem Dorfrock weiter“, sagen die jungen Leute. Die Studenten aus Wismar arbeiten zurzeit intensiv, gehen jetzt ins Detail. Und sie sind zuversichtlich, dass das Ostrock-Museum in diesem Frühjahr eröffnet werden kann. Rüdiger Kropp, 1. Stellvertretender Bürgermeister, ist der Schmadebecker Dorfrock-Initiator. Er hat durch seine Verbindungen zu bekannten Bands bereits viele echte Raritäten für das Ostrock-Museum erhalten. Kropp ist beeindruckt, „wie junge Menschen sich reinknien in eine Zeit, die sie nicht erlebt haben“. Kropp, der Klein Nienhäger Reinhard Dankert und der Detershäger Thomas Lehner gehören dem Rockmuseums-Kuratorium an. „Wir wollten nicht zu viel Einfluss auf die jungen Leute nehmen. Ich bin begeistert, was sie sich einfallen lassen haben“, sagt Dankert. Und das unterstrich auch Stadtvertretervorsteher Veikko Hackendahl am Donnerstagabend, nachdem er die Präsentation gesehen hatte.

Im Museum werden Exponate ihren Platz finden, mit denen Renft, City, Petra Zieger oder Stern Combo Meißen einst musiziert hatten oder ausstaffiert waren.

An der Konzeption sind etwa zehn Stundenten der Wismarer Hochschule beteiligt. Prof. Hanka Polkehn leitet das Projekt. Das Museum wird in Kröpelins Hauptstraße eingerichtet — über Bibliothek und Stadtmuseum.

 



Renate Peter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kröpelin
Studenten des Wismarer Hochschule mit Rüdiger Kropp (r.), einem der Macher des Museums und Organisator des jährlichen Dorfrocks in Schmadebeck.

Studenten der Wismarer Hochschule stellten eine erste Konzeption für das künftige Museum vor. Im Frühjahr soll es eingeweiht werden.

mehr
Mehr aus Neubukow
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.