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Ravensberger KfL-Gebäude vor dem Abriss

Ravensberg Ravensberger KfL-Gebäude vor dem Abriss

Investor Eberhard Voß: Im Oktober könnte umweltgerechter Rückbau der Altanlagen erfolgen

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Am Haupttor des einstigen Kreisbetriebes für Landtechnik (KfL).

Quelle: Foto: Hoppe

Ravensberg. Noch Ende 2016 baute die Gemeinde Carinerland darauf, dass im Mai 2017 der Abriss der Gebäude des einstigen Kreisbetriebes für Landtechnik (KfL) in Ravensberg beginnen könnte (die OZ berichtete). Mittlerweile ist der Wonnemonat vorbei und das von vielen hier als „Schandfleck“ bezeichnete Terrain scheint weiter unberührt vor sich hinzudämmern (im Foto). Doch der Schein trügt.

Wie der Käufer des Ganzen, Dr. Eberhard Voß – alleiniger Eigentümer und Geschäftsführer der Rostocker Voss Energy GmbH – dazu erklärt, würden hier derzeit Untersuchungen durch Umweltwissenschaftler unter Leitung der Landschaftsarchitektin Elke Ringel vom Rostocker Planungsbüro „Plan Akzent“ laufen. Sie hätten auch das Ziel, zu ermitteln, ob hier Biotope entstanden sind und welche geschützten Tiere und Pflanzen sie möglicherweise beherbergen.

„Wir sind mit den Untersuchungen noch nicht fertig. Die werden erst Mitte/Ende August abgeschlossen sein – dann haben wir auch einen Zeitplan für den Rückbau“, sagt dazu Dr. Voß zur OZ und verweist auf einen Beitrag von Voss-Energy in der Mai-Ausgabe des von der Gemeinde herausgebenen „Cariner Landboten“: „Was es aktuell zu berichten gibt, steht da drin, auch die nächsten Schritte.“ Man habe das ja alles übernommen „auch mit den ganzen Altlasten – da ist man nicht wirklich glücklich drüber“ , ergänzt der Unternehmer, der in Ravensberg aufwuchs und dessen Eltern „lange im KfL gearbeitet“

hätten. „Im Moment wissen wir noch nicht, was uns da über- und unterirdisch erwartet. Die Sanierung ist aufgrund der möglichen Vorbelastung wahrscheinlich nicht ganz einfach und muss in Teilschritten erfolgen“, hatte Dr. Eberhard Voß gegenüber der Gemeinde geäußert. Zudem wurde im Boten dargelegt, dass im Oktober 2017 etappenweise der umweltgerechte Rückbau der Altanlagen erfolgen würde und ab 2019 dann die Neugestaltung des Geländes beginnen könnte – „parallel begleitet“ von der bauplanerischen Entwicklung der Flächen. „Was dort genau entstehen könnte, werden wir zusammen mit der Gemeinde entwickeln. Wir könnten uns Wohn- und Gewerbeflächen vorstellen, die um Freizeit- und Naturareale ergänzt werden. Durch die Randlage im Ort entstünden dort attraktive Baugrundstücke“, erklärte der Investor. Über seine Kosten könne er noch nicht sprechen, sagt er zur OZ. Er erwarte aber, dass er bis Anfang September „das Sanierungsthema kostenmäßig eingegrenzt“ habe. Der 60-Jährige unterstreicht: „Diese Sache hier ist eine sehr positive Geschichte, aber es ist auch eine sehr große Herausforderung, das hinzubekommen. Das ist nicht einfach.“

Anwohnerin Martha Saatze hat 27 Jahre im KfL gearbeitet, ihr Mann 41. Sie sagt: „Das alles hat nur die Treuhand verbockt. Das war ein wunderbarer Betrieb, den wollten dann so viele junge Bauern kaufen.“

Dr. Voß sagt dazu: „Das ist richtig, die Treuhand ist letztlich dafür verantwortlich, dass es hier heute so aussieht. Unsere Aufgabe ist es jetzt, diesen Schandfleck zu beseitigen und möglicherweise etwas Positives für den Ort zu schaffen.“

Thomas Hoppe

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