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Rund 300 Eigentümer von Grundbuchproblem betroffen

Kröpelin Rund 300 Eigentümer von Grundbuchproblem betroffen

Noch immer gibt es in Kröpelin zahlreiche nicht ausgemessene Grundstücksflächen, die im Grundbuch als „Anteil an einem ungetrennten Hofraum“ ausgewiesen werden. Diese historisch entstandene Situation sollte eigentlich längst geklärt sein. Jetzt zeichnet sich endlich ein möglicher Lösungsweg ab.

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Blick auf einen Bereich von Grundstücken an der Bützower Straße mit ungetrennten Hofräumen. Sie sind ein historisches Überbleibsel.

Quelle: Fotos: Thomas Hoppe

Kröpelin. Noch immer gibt es in der Stadt zahlreiche nicht ausgemessene Grundstücksflächen, die im Grundbuch als „Anteil an einem ungetrennten Hofraum“ ausgewiesen werden. Diese historisch entstandene Situation sollte eigentlich entsprechend der bis Ende 2015 geltenden Hofraumverordnung vom 24. September 1993 längst geklärt sein. Damit diese Flächen endlich auch katastermäßig erfasst würden. Doch das ist bei offenbar einer ganzen Menge von Grundstückseigentümern in Kröpelin nicht der Fall, obwohl die Stadt bereits im Jahr 2002 eine dafür entscheidende Baulandumlegung angeordnet und alle Befugnisse per öffentlich-rechtlicher Vereinbarung dem Landkreis übertragen hatte (Die OZ berichtete).

 

OZ-Bild

„„Aus meiner Sicht ist jetzt der Weg, sich mit einem eigenen Umle- gungsausschuss zu beschäftigen, der bessere Weg für Kröpelin.“ Bürgermeister Thomas Gutteck zu möglicher Problemlösung

Quelle:

Das Katasteramt des Landkreises sei „allein aus Kapazitätsgründen nicht in der Lage“, die Umlegung mit bis zu 300 beteiligten Eigentümern zu klären, heißt es jetzt dazu in einer Antwort des Kreises auf die OZ-Frage, warum sich dort offenbar seit Jahren niemand dem Problem im Interesse der Betroffenen (und weiterer, die als Erben auf den Plan treten werden) annehme?

Der Landkreis Rostock schlage der Stadt Kröpelin nun die Bildung eines Umlegungsausschusses vor, um die ungeklärten Eigentumsfragen einer ganzen Reihe von Grundstücken in der Stadt lösen zu können, heißt es weiter in der Landkreisantwort an die Redaktion. Und: „Der vorgeschlagene Umlegungsausschuss bestünde aus fünf Personen: einem Juristen, einem Wertermittler, einem Vermesser und zwei Stadtvertretern. Der Ausschuss würde von der Kröpeliner Stadtvertretung gewählt. Der Landkreis Rostock bietet an, dass die Leiterin des Kataster- und Vermessungsamtes Mitglied des Umlegungsausschusses wird. Nach hiesiger Auffassung könnte mit dem vorgeschlagenen Verfahren in einem überschaubaren Zeitraum eine Lösung für alle Beteiligten zu Stande kommen. Die zeit-, personal- und kostenintensive Einzelfallbearbeitung könnte zu Gunsten eines strukturierten Gesamtverfahrens aufgegeben werden. Im Ergebnis stünden die Bereinigung der ungeklärten Eigentumsfragen, rechtssichere Grundbucheinträge und damit erhebliche Wertzuwächse für die derzeit nicht geschäftsfähigen Grundstücke“, wie der Sprecher des Landkreises Rostock, Michael Fengler, schreibt.

Kröpelins Bürgermeister Thomas Gutteck (parteilos) bestätigt, dass es in Kröpelin dabei um größere Flächen gehe, „gerade im Bereich der Bützower Straße ganz stark“. Dazu habe die Stadtverwaltung in der Vorwoche einen Termin beim Katasteramt gehabt „und einen möglichen weiteren Weg besprochen“. Dieser werde in den nächsten Sitzungen den politischen Gremien vorgetragen „und wir werden gucken, dass wir das Problem in der schnellstmöglichen Form lösen können“.

Aus seiner Sicht sei jetzt der Weg, sich mit einem eigenen Umlegungsausschuss – an dem der Landkreis mitwirken werde – zu beschäftigen, der bessere Weg für Kröpelin: „Wir müssen hier ja eine Lösung für die Bürger schaffen. Und ich habe definitiv den Ehrgeiz, diese auch zu erreichen“.

Thomas Hoppe

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