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Neubukow Schliemänner bei Berufsorientierung top

„Es läuft bei uns ganz gut, aber es gibt immer noch Wege zur Verbesserung der Berufsorientierung.Sabine Pakulat, Schulleiterin

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Ihre Präsentationen überzeugten die Siegel-Jury. Von links: Jannes Steinhöfel, Christin Richter, Joanna Schwerdt und Max Jakubowski. FOTO: THOMAs HOPPE

Neubukow. . Ein kleines Schild für eine große Sache: das Berufswahl-Siegel MV (siehe in der Mitte des nebenstehenden Fotos).

Es ist seit einiger Zeit an der Eingangstür der hiesigen Regionalen Schule „Heinrich Schliemann“ zu entdecken und wurde den Neubukowern bis zum Jahr 2019 dafür verliehen, weil hier die Schüler „in vorbildlicher Weise individuell und praxisnah auf das Arbeits- und Berufsleben vorbereitet“ werden.

Das bescheinigte den Schliemännern vor einiger Zeit eine Jury mit Vertretern aus der Uni Rostock, dem Ausbildungs- und Umschulungszentrum Schwaan, von den Stadtwerken Rostock sowie vom Verein „Arbeit und Leben in MV“. Sie wurden bei einem entsprechenden Audit (ein Untersuchungsverfahren, das Prozesse hinsichtlich der Erfüllung von Anforderungen und Richtlinien bewertet) letztlich auch von Schüler-Präsentationen zum Thema Berufsorientierung überzeugt. So hatte die 12-jährige Joanna Schwerdt aus Klein Strömkendorf sich gemeinsam mit einem Klassenkameraden die Waldbewirtschaftung angeschaut und dazu in der Klasse fünf Plakate mit Fotos und Infotexten gestaltet, von denen sie letztlich vier den Juroren vorstellte. Einen Beruf in der Forst kann sich Joanna aber nicht vorstellen. Sie steuere einen sehr abwechslungsreichen Beruf an, macht sie jetzt der OZ deutlich. Die Zehntklässlerin Christin Richter aus Neubukow präsentierte ihre Erlebnisse während eines zweiwöchigen Ergotherapie-Praktikums bei Nadine Krug. „Ich wurde durch dieses Praktikum sehr darin bestärkt, Ergotherapeutin werden zu wollen“, sagt die 16-Jährige zur OZ, die früher mal Tierpflegerin werden wollte. Der Jörnstorfer Max Jakubowski hatte die Jury an seinen Eindrücken vom Bildungszentrum Ribnitz-Damgarten teilhaben lassen, wo er gemeinsam mit anderen Schülern eine Woche lang in zehn Berufsfelder „reingucken“ durfte. Ihn reizten die handwerklichen Berufe – Fliesenleger, Maurer. „Das war spannend. Ich suchte mir gleich einen Beruf aus und möchte Mechatroniker lernen“, erklärt der 17-Jährige rückblickend der OZ.

Auch der Neuntklässler Jannes Steinhöfel aus Neubukow hatte sich in Ribnitz-Damgarten verschiedene Berufe angeschaut. Handwerklich interessiert sei er da hingefahren, verrät der 15-Jährige und wägt nun zwischen einer möglichen Zukunft am Schreibtisch in einer Kommunalverwaltung oder als Erzieher in einer Kita-Gruppe ab. Wichtig war ihm für die Auswahl wohl auch eine individuelle Potenzialanalyse, wie er andeutet. Ein viertägiges Kita-Praktikum habe er bereits absolviert „Ich fand das sehr gut“, betont Jannes.

„Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, unsere Schüler so gut wie möglich auf das Berufsleben vorzubereiten und fangen damit in der Jahrgangsstufe fünf an“, erklärt die Koordinatorin des Ganzen, Schulsozialpädagogin Sieglinde Pigorsch. Zunächst würden in der 5. und 6. Klasse Berufsbilder vorgestellt, in der 7. würden Stärken und Schwächen – das Potenzial der Schüler – analysiert. Praktika folgten in der 8. und 9., in der 10. Klasse gibt es Hilfe bei den Bewerbungen. Sieglinde Pigorsch lobt dabei die „ganz konstruktive Zusammenarbeit mit einheimischen Betrieben“.

Joanna, Christin, Max und Jannes bestätigen der OZ gegenüber ein breites Interesse auch ihrer Klassenkameraden an dieser Berufsorientierung.

Thomas Hoppe

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