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Schülerin fragte CDU-Politikerin nach Haltung zur AfD

Neubukow Schülerin fragte CDU-Politikerin nach Haltung zur AfD

Neubukower Regionalschüler kamen mit Karin Strenz ins Gespräch

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Blick auf die Gesprächsrunde in der Regionalen Schule mit Raina Basler (r.u.), der Wismarer Büroleiterin von Karin Strenz (r. M.) und Bürgermeister Roland Dethloff (r.o.).

Quelle: Fotos: Thomas Hoppe

Neubukow. Im Seniorentreff herrschte gestern Vormittag offenbar ausgelassene Stimmung, in der Schule ging es dann eher gesetzt zu. Ist ja wohl auch besser so.

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Neubukower Regionalschüler kamen mit Karin Strenz ins Gespräch

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Doch die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz, die in beiden Fällen im Mittelpunkt stand, wollte die Jugendlichen doch etwas mehr aus der Reserve locken. Zumal die 15- und 16-Jährigen sie demnächst im politischen Zentrum der deutschen Hauptstadt besuchen wollen, im Bundestag: „Hier hat sich was verändert. Beispielsweise gibt es die Fraktion der Liberalen – die FDP – nicht mehr. Für sie hatte es bei der letzten Wahl nicht mehr gereicht. Und bei der nächsten Wahl müssen wir davon ausgehen, dass die AfD in den Bundestag einzieht“, sagte die 48-jährige Politikerin in einer Gesprächsrunde an der Regionalen Schule „Heinrich Schliemann“.

Prompt meldete sich die 15-jährige Saskia Billau und fragte Karin Strenz: „Was halten Sie eigentlich persönlich von der AfD?“

„Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass man sich mit Parteien, die nicht verboten sind, auseinanderzusetzen hat. Da sie gewählt worden sind, haben sie eine Berechtigung sich ins Parlament einzubringen und sogar die Pflicht“, antwortete Karin Strenz umgehend und konstatierte in Sachen AfD, dass hier dazukomme, dass viele Bürger extrem von den ,etablierten’ Parteien enttäuscht seien und insbesondere der CDU und der SPD die Flüchtlingspolitik vorwerfen würden.

„Die AfD hat zum Thema Flüchtlingswelle, die uns in der Tat alle überrascht und auch überfordert hat, nicht eine einzige Lösung. Sie ist so stark, weil es ,das Problem’ und damit Frust in der Bevölkerung gibt“, meinte die Christdemokratin und brachte ihre Antwort auf den Punkt: „Ich halte von dieser Partei nichts, auch wenn es in ihr bestimmt kluge Köpfe gibt, aber es kommen die Lösungsvorschläge nicht.“ Sie hoffe, dass sich AfD-Wähler künftig auch „um das sogenannte Problem, das sie nicht haben wollen, ehrenamtlich kümmern, wirklich was tun“. Die Regierung hätte u.a. auch durch die Erweiterung der Liste „Sicherer Herkunftsstaaten“, den Zustrom eingedämmt, „der definitiv zu groß war“. Wie sich das Thema „Flüchtlinge“ in Neubukow „anfühle“, wollte die Bundestagsabgeordnete am Nachmittag in einem Treffen mit dem hiesigen Helferkreis ergründen, bevor sie dann nach Bastorf auf den Hof Bredenkamp fuhr.

Doch zuvor wollte Schüler Tom Baade noch wissen, ob die Bundestagsabgeordnete im Zuge des auch von der Bundeskanzlerin „ganz groß“ angetriebenen Ausbaus der Elektromobilität eventuell ein Hybrid- oder reines E-Auto als Dienstfahrzeug bekomme. „Also der Fuhrpark des Bundestages hat noch kein einziges Elektrofahrzeug, glaube ich. Wenn sie es denn dann auch einführen würden, ich finde das eine tolle Idee, bin ich aber der Meinung, dass man dann ausgerechnet für den Bundestag nicht noch eine Förderung von 4000 Euro braucht.“ Sie habe ohnehin im innerparteilichen Diskurs die Meinung vertreten, dass man so eine Förderung generell nicht brauche. Wenn ein Elektroauto so eine tolle Geschichte sei, würde man es sich doch auch so kaufen.

Dazu sagte der Lehrer Peter Zybarth, der in Rerik wohnt, dass er sich ein E-Auto kaufen würde, wenn er es nachts zu Hause aufladen könne. „Wenn man stundenlang in der Natur unterwegs ist, hat man dafür keine Steckdose“, ergänzte er seine Bedenken und stellte selbst noch eine Frage: „Seit 2007 gibt es das Problem, dass Ferienwohnung und Dauerwohnung nicht miteinander vermischt werden dürfen.

Welche Position haben Sie dazu?“

„Wir sind in Berlin dabei, dazu einen Gesetzentwurf zu erarbeiten. Bei uns in MV haben Ferienwohnungen Tradition: Jemand hatte ein Einfamilienhäuschen und hinten eine Laube, aus der dann auch ein Häuschen wurde, das im Sommer vermietet wurde. Und viele Urlauber wollten das so. Bis dann irgendeinem die Lautstärke der Gäste nicht gepasst hat und er sich auf entsprechende Paragrafen berief. Wir wollen ein neues Gesetz, das einerseits den klassischen, alteingesessenen Ferienwohnungsbesitzer unbehelligt lässt, aber andererseits verhindert, das jemand sich ein Haus kauft, daraus sechs Ferienwohnungen macht, sich selbst verdünnisiert, aber seine Gäste im Garten machen lässt, was sie wollen“, antwortete Karin Strenz und erklärte noch, dass der Entwurf so lange brauche, damit das Gesetz dann nicht beim Verfassungsgericht scheitere. Hier gehe Gründlichkeit vor Eile.

Thomas Hoppe

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