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„Städtebaulicher Missstand“ verschwindet

Ravensberg „Städtebaulicher Missstand“ verschwindet

Ravensberg: Für Gelände von ehemaligem Landtechnik-Betrieb wird Bebauungsplan aufgestellt

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Seit Jahren säumt dieser Schandfleck die Landesstraße, die durch Ravensberg führt. Auch der Bus hält genau an dieser Stelle.

Quelle: Foto: Thomas Hoppe

Ravensberg. „Ja, die Aufstellung eines B-Plans für das Gelände des ehemaligen KfL in Ravensberg ist beschlossen. Von Voss Energy wurde uns in der Sitzung genau gezeigt, in welcher Abfolge die Abrissarbeiten laufen sollen. Sie haben auch das dort gelagerte Streusalz gekauft und müssen das nun noch vermarkten“, beantwortet der Volksvertreter und Gemeindearbeiter aus Carinerland, Eckhard Meyer, eine entsprechende Nachfrage der OZ zur Sitzung der Gemeindevertretung vom 26. Oktober.

Der Mann kümmert sich gerade gemeinsam mit Gemeindearbeiter Armin Stubbe um Ausbesserungen an der Straße von Alt nach Neu Karin. Er hatte schon vor zwei Jahren vor dem Gemeinderat darauf verwiesen, dass das in Ravensberg auf dem Gelände des ehemaligen Kreisbetriebes für Landtechnik (KfL) immer wieder gelagerte Streusalz bereits so tief ins Erdreich eingedrungen sei, dass die Bäume ringsum eingehen würden. „Das bedeutet Schadstoffentsorgung ohne Ende, das ist eine Riesenaltlast“, war damals sein Fazit gewesen.

Das alles übernommen – „auch mit den ganzen Altlasten“ – hat mittlerweile die Voss Energy GmbH, die nunmehr die Aufstellung eines Bebauungsplans begehrt, „deren Ziel die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung von Wohnhäusern und das Wohnen nicht störenden Gewerbebetrieben ist, um den städtebaulichen Missstand zu beheben und das Gebiet einer sinnvollen Nutzung zuzuführen“, wie es dazu in der Beschlussvorlage zum Abschluss eines städtebaulichen Vertrages mit der Voss Energy GmbH zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 2 für das ehemalige KfL-Gelände heißt. Aufgrund der „angespannten finanziellen Haushaltslage“ sei die Gemeinde nicht in der Lage, die Kosten der Bauleitplanung zu tragen, war quasi als Begründung für besagten Vertragsabschluss seitens der Kommune angefügt worden. Die Gemeindevertreter segneten schließlich ab, dass auf der Grundlage von Paragraf 11 des Baugesetzbuches die mit der Bauleitplanung verbundenen Kosten über diesen städtebaulichen Vertrag geregelt werden.

Zuvor hatten die Volksvertreter dafür gestimmt, dass für das ehemalige KfL-Gelände – immerhin mit einem Umfang von rund drei Hektar – ein B-Plan im Regelverfahren aufgestellt wird. Er soll das Plangebiet als Mischgebiet darstellen und mindestens Festsetzungen zu Art und Maß der baulichen Nutzung, Festlegungen zu den überbaubaren Grundstücksflächen (Baugrenzen) und zu den örtlichen Verkehrsflächen enthalten. Im Rahmen des B-Plan-Verfahrens seien eine Umweltprüfung durchzuführen und ein Umweltbericht zu verfassen, hieß es weiter. Ausdrücklich festgezurrt hatten die Gemeindevertreter auch eine „frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit“ gemäß Paragraf 3 des Baugesetzbuches und die Bereithaltung des „Vorentwurfs“ zu jedermanns Einsicht.

KfL schrieb Geschichte

Der Kreisbetrieb für Landtechnik in Ravensberg schrieb Geschichte. Allein im Internet aufgelistete 59 KfL-

Positionen aus dem Kreisarchiv mit Plänen, Bilanzen und Brigadetagebüchern legen ein beredtes Zeugnis davon ab. Online kursiert ein Foto vom Lehrfacharbeiter Otto Saatze und Lehrmeister Werner Leverenz aus dem Jahr 1982. Damals waren 25 Mosambikaner ausgebildet worden. th

Thomas Hoppe

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