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Tonnenschwere Transporte hinterlassen teure Spuren

Neubukow/Panzow Tonnenschwere Transporte hinterlassen teure Spuren

Neubukower beteiligen Windkraftbetreiber an nötiger Sanierung der Panzower Dorfstraße

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Die Straßendecke ist hin.

Quelle: Fotos: Hoppe

Neubukow/Panzow. „Das ist ja keine übliche Durchfahrt mehr. Was sie jetzt aus dem Dorf gemacht haben, da sieht ja jeder, das geht über das Maß hinaus“, ärgert sich Stadtvertreter Ulrich Söhnholz aus Panzow.

OZ-Bild

Neubukower beteiligen Windkraftbetreiber an nötiger Sanierung der Panzower Dorfstraße

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Was sie jetzt aus dem Dorf gemacht haben, da sieht ja jeder, das geht über das Maß hinaus.“Ulrich Söhnholz, Stadtvertreter Panzow

Die Panzower Dorfstraße vom Waldweg, der auf die B 105 mündet, bis hin zur 2013 erneuerten Brücke über den Kleinen Hellbach, hat weit ausholende mit Kies gefüllte Kurven bekommen, an deren Rändern rotkappige Begrenzungshölzer herausragen, eine Straßenlampe liegt an einem Grundstückszaun, eine weitere im Straßengraben. Große Platten, die in den letzten Wochen die Straße weiter verbreiterten, sind abgeholt. Auf der Straße haben Schwertransporte für Windkraftanlagen ihre Spuren hinterlassen, teure Spuren.

Bereits in der Juli-Sitzung der Neubukower Stadtvertreter hatte Bürgermeister Roland Dethloff betont: „Die Ortsdurchfahrt Panzow wird massiv durch Windkrafttransporte genutzt, was die Windeignungsgebiete Carinerland West und Kirch Mulsow angeht“.

Doch der Straßenbelag sei „vollkommen verschlissen“. Die Stadt Neubukow habe deshalb in einem Gespräch mit den Windkraftbetreibern deren insgesamt 70-prozentige Beteiligung an der Straßensanierung eingefordert. Dazu verhandelte man einen städtebaulichen Vertrag, der eine Beteiligung der Windkraftbetreiber an der Sanierung festlegen sollte. Die Gesamtkosten dafür werden jetzt auf rund 277

000 Euro geschätzt. 30 Prozent werde davon die Stadt tragen, heißt es.

Doch den angedachten einen Vertrag wird es nicht geben, informiert an diesem Dienstagabend Roland Dethloff vor der Stadtvertretung. Vor drei Wochen habe es eine von fünf beteiligten Firmen „kategorisch abgelehnt“ so einen Vertrag gemeinsam mit allen abzuschließen. Deshalb bittet der Verwaltungschef die Volksvertreter um eine Vollmacht, um Einzel-Verträge mit den Windkraftbetreibern abschließen zu können. Insgesamt sollen die Betreiber demnach 193900 Euro zahlen.

99000 Euro davon ließen sich durch bereits gebauten neun Anlagen refinanzieren, wofür die Zustimmung der betreffenden Betreiber vorliege. Offen seien also gut 94 000 Euro, wobei es sich um den Refinanzierungsanteil für noch nicht erbaute Anlagen handele. Laut Nach Roland Dethloff seien das Anlagen, die genehmigt, aber noch nicht errichtet, die beantragt worden seien oder erst in der Planung. Dabei soll es sich um weitere 8 bis 15 Anlagen handeln (inkl. Repowering im Gebiet Carinerland West). Für Ulrich Söhnholz liegt auf der Hand, dass diejenigen auch die offenen 94 000 Euro zahlen müssten, die schon die Windkraftanlagen gebaut haben: „Die haben die Straße doch in Grund und Boden gefahren, nicht Trecker. Für das, was jetzt noch kommt, kann doch hinterher was gespendet werden. Der Schaden ist doch schon da.“ „Verursacherprinzip“, wirft Stadtvertreter Bernd Fromm ein. Frank Bönsch hinterfragt, wie die Verwaltung auf 30 Prozent Stadtbeteiligung gekommen sei, denn die geplante Straße wäre ja deutlich teurer, als wenn die Stadt normal bauen würde. „Grundhaft bauen werden wir aber auch für die 40-Tonner der Landwirtschaft“, antwortet der Bürgermeister. Dann scheitert Stadtvertreter Steffen Keding mit dem Antrag, die Beschlussvorlage in den Finanzausschuss zu überweisen (8 Nein von 12).

Mit 11 Ja-Stimmen (1 Enthaltung) geben die Volksvertreter dem Bürgermeister die nötige Vollmacht.

Thomas Hoppe

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