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Ungeklärte Wasserschäden am Salzhaff

Rakow Ungeklärte Wasserschäden am Salzhaff

Von Leitungsrissen Betroffene plädieren vor Gemeinderat für Wassertest / Straßenausbau fand größtes Interesse

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Hans-Adolf Barck (l.) dankt Gemeindewehrführer Renée Kluczenski (2.v.l.) für seine jahrelange ehrenamtliche Arbeit und nimmt ihn den Eid als Ehrenbeamter ab. Denn Kluczenski war als Wehrführer wiedergewählt worden.

Rakow. Außergewöhnlich viele Bürger hatten sich am Mittwochabend im Rakower Gemeindehaus zur Sitzung ihrer Volksvertreter eingefunden. Dazu wurde es gleich spannend, als der Rakower Jürgen Tomczak über unerklärliche Risse an Wasserhähnen und Messingsiphons seiner Warmwasserleitungen berichtete und ähnliche Fälle von den Gemeindevertretern Hans-

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Von Leitungsrissen Betroffene plädieren vor Gemeinderat für Wassertest / Straßenausbau fand größtes Interesse

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Adolf Barck und Norbert Quaas auf den Tisch kamen.

Bei ihnen waren offenbar meistens die Fittings (Verbindungsstücke) betroffen.

„Auch die Handwerker wissen, dass es überall in diesem ganzen Gebiet hier Wasserschäden gibt. Das kann nicht am Material der Leitungen liegen, sondern das liegt wahrscheinlich am Wasser“, erklärte Jürgen Tomczak weiter und rief alle auf, dazu mal gemeinsam etwas zu unternehmen. Erst müsste eine Liste der Betroffenen erstellt, dann das Wasser untersucht werden. „Kann denn da mal die Gemeinde was in die Wege leiten?“, fragte Jürgen Tomczak. Darauf erinnerte Gemeindevertreter Renée Kluczenski daran, dass dieses Thema „bereits vor zwei, drei oder mehr Jahren“ mal eine Rolle in der Gemeinde gespielt hätte und sagte: „Damals wurden Untersuchungen gemacht und da kam heraus, dass alles im grünen Bereich ist.“

Norbert Quaas betonte trotzdem, dass ihm viele neue Fälle von Wasserleitungsschäden in der Region und auch in Pepelow bekannt seien und er erinnerte an die „Aufsichtspflicht des Zweckverbandes in Bezug auf die Wasserqualität.“

Hans-Adolf Barck zitierte einen Fachmann, der bei ihm nach zwei Wasserschäden die Reparaturen ausführte, dass sich das Fittings-Material auflöse oder abgetragen werde, wodurch die Verbindungsstücke brüchig würden. Bei ihm sei damals allerdings der Werkstoff als Ursache genannt worden.

Sein Klempner hätte berichtet, dass immer wieder die „gleichen Jahrgangsfittings“ betroffen wären, was ja für Materialprobleme spräche. Jürgen Tomczak widersprach: „Es muss am Wasser liegen. Wenn man an einer normalen Mischbatterie in der Wand plötzlich einen Haarriss hat, das darf doch nicht passieren!“

„Dann müssen wir wohl mal den Weg gehen, dass wir eine Wasserprobe in Auftrag geben“, beendete der 1. Stellvertreter des Bürgermeisters Hans-Adolf Barck diese Diskussion. Bürgermeister Jürgen Weymann fehlte wegen Krankheit.

Und die Spannung stieg an diesem Abend weiter, denn die Mehrzahl der insgesamt 17 Gäste war wegen des Tagesordnungspunktes „Vergabe der Straßenbauleistungen für das B-Plan-Gebiet ,Haffblick‘ in Rakow“ gekommen. Schließlich ging es um Bares aus privaten Kassen, um die Beiträge der Straßenanwohner.

Nachdem zunächst Renée Kluczenski für die nächsten sechs Jahre als Gemeindewehrführer bestätigt und als Ehrenbeamter ernannt worden war war, kam Hans-Adolf Barck „zu einem der Kernpunkte“ dieses Abends. Dazu las er detailliert alle zehn termingerecht abgegebenen Firmen-Angebote für das Haffblick-Straßenbauvorhaben vor. Nach der rechnerischen Prüfung, unter Berücksichtigung von Nachlässen, ergab sich eine Rangfolge der Bieter, die die Rostocker Firma „Tief-, Erd- und Kulturbau“ (TEK) mit dem „wirtschaftlichsten Angebot“ anführte. Sie bot eine Kostenvariante mit rund 355640 Euro (die auf dem zweiten Rang folgende Firma wollte für ihre Arbeiten rund 374000 Euro haben) sowie einen zweiten pauschalisierten Kostenvoranschlag über 348000 Euro. Wie Hans-Adolf Barck dazu erläuterte, sei die TEK aus früheren Bauvorhaben als „zuverlässig, fachkundig und leistungsfähig“ bekannt. Für 348000 Euro würden zwar keine Aufmaße gefertigt, die Mengen im Leistungsverzeichnis seien pauschaliert und festgeschrieben — eventuelle Einsparungen würden nicht zum Tragen kommen. Bei der höheren Kostenvariante würde nach Aufmaß und Einheitspreis abgerechnet (nur die durch Aufmaß

belegten Mengen würden bezahlt). Die Gemeindevertreter entschieden sich einstimmig für das günstigere TEK-Angebot.

Von Thomas Hoppe

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