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Vorschläge zum Kiten auf dem Salzhaff unterbreitet

Rakow/Pepelow Vorschläge zum Kiten auf dem Salzhaff unterbreitet

Langjährige Pepelow-Urlauberin kritisiert egoistische Kitesurfer /Vize-Bürgermeister sieht durch „Fremdsurfer“ Nachteile für alle kommen

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Das Salzhaff – hier bei Pepelow – ist ein beliebtes Wassersportrevier.

Quelle: th

Rakow/Pepelow. Das brachte für die Mutter einer Neunjährigen „das Fass zum Überlaufen“, wie sie vor geraumer Zeit an das Amt Neubukow-Salzhaff schrieb. Ein Kitesurfer aus Sachsen-Anhalt war am Badestrand von Pepelow „knapp über den Köpfen“ ihrer Tochter und deren Freundin in die Luft geschossen. Zuvor hatte die Frau den offenbar sehr rücksichtslosen Mann erfolglos gebeten, wenigstens ein paar Meter weiter – „auf der sonst freien Wiese“ – zu starten. Die ausgewiesene Badezone ignorierte er ausdrücklich und beschimpfte sogar die Frau.

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Langjährige Pepelow-Urlauberin kritisiert egoistische Kitesurfer /Vize-Bürgermeister sieht durch „Fremdsurfer“ Nachteile für alle kommen

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Ihrer damaligen Anzeige bei Polizei und Ordnungsamt ließ sie nicht nur eine sechsseitige Schilderung ihrer Erlebnisse mit Kitesurfern in der Region folgen, sondern auch eine Auflistung von Vorschlägen, die sich in anderen Revieren bewährt hätten. Dazu gehört die Regelung, Kiter nicht mehr am Strand, sondern zwei bis drei Leinenlängen im Wasser starten zu lassen. Eine Leinenlänge beträgt immerhin etwa 30 Meter.

Zu ihren Empfehlungen zählen auch eine Begrenzung der Kiter-Anzahl in einem Revier durch „Kiterkarten“, klar zugewiesene Einstiegszonen für Badende, Windsurfer/Paddler und Kiter, sowie Lagerungsregeln für die Kites am Strand. Denn manchmal lägen hier „pro Sportler 2 bis 3, manchmal auf 4 Kites an Land, jeder zwischen 10 und 15 Quadratmeter groß“. Damit bliebe schon bei wenigen Kitern kein Platz mehr für andere Wassersportler oder Strandbesucher.

Seit fast 15 Jahren „kommen wir (mehrere Familien mit Kindern) als Dauercamper regelmäßig mehrmals im Jahr nach Pepelow“, schrieb die Urlauberin an die Leiterin des Ordnungsamtes für die Region Neubukow-Salzhaff, Ilona Zippert, mit Kopien für die Polizei in Bad Doberan, die Surfschule San Pepelone und den Verband der KiteSchulen. Sie begründete die Vorliebe fürs Haff damit, dass es hier flaches, warmes Wasser gebe, in dem sich auch kleine Kinder relativ gefahrlos tummeln könnten, sowie Windsurfen und Kanufahren möglich seien. Doch alle Familien hätten „in den letzten Jahren zunehmend Probleme, überhaupt durch den Wirrwarr der Kites und Leinen bis zum Wasser zu kommen, geschweige denn im Wasser – ohne von den anderen gefährdet zu werden – ihrem Sport nachgehen zu können oder zu baden.“ Zwar hätten sie auch viele nette Kiter als Freunde gewonnen und gemeinsam mit denen „ständig versucht, in einer Art Selbstkontrolle und mit freundlichen Bitten um Rücksicht wenigstens die schlimmsten Auswüchse zu beschränken“, doch das sei in keinster Weise gelungen.

Diese Frau beschreibe den derzeitigen Zustand am Salzhaff so, wie er tatsächlich sei, unterstrich der 1. Stellvertreter des Bürgermeisters, Hans-Adolf Barck. Er war bei „sämtlichen Debatten“ mit Kitern dabei, als es um die Mecklenburger Bucht und den Managementplan ging, welche Kiterzonen es geben könne. Da seien Vertreter der Kiter nicht kompromissbereit gewesen. Er betont: „Wir sind nicht gegen die Surfer, aber es muss geordnet bleiben, es darf nicht ausufern. Ich denke, dass man seitens der EU und des Landes weitere Naturschutzgebiete einrichten wird und so letztlich auch unsere Leute betroffen sind, die jetzt noch gewerbemäßig darauf achten, dass hier einigermaßen sauber gesurft wird. Die Fremdsurfer kümmern sich um nichts und verderben alles!“

Seit Jahren verbietet die vom Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck genehmigte Badegebietskarte das Surfen, Kitesurfen und Bootfahren in den Pepelower Badegebieten am Haff. Sie hängt am Ufer aus.

OZ

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