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ZVK: Trinkwasser nicht an Rohrschäden schuld

Rakow/Bad Doberan ZVK: Trinkwasser nicht an Rohrschäden schuld

In Rakow häufen sich Fälle von Materialabtrag in Wasserleitungen

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Jürgen Tomczak zeigt an der neuen Mischbatterie, wo bei der Vorgängerarmatur plötzlich Wasser herausspritzte. Fotos (4): Thomas Hoppe

Rakow/Bad Doberan. Das Lebensmittel Trinkwasser zerstört keine Leitungsrohre und Wasserhähne!

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In Rakow häufen sich Fälle von Materialabtrag in Wasserleitungen

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So lautet quasi die Botschaft aus dem Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung „Kühlung“ an all jene in der Region, die Schäden zu beklagen haben, weil ihre Wasserleitungen oder Armaturen nach Jahren plötzlich undicht geworden waren.

Zu ihnen gehört die Rakower Familie Tomczak, die sich die kleinen Löcher in mehreren Siphons und einer Mischbatterie (auf der Warmwasserseite) nicht erklären können. Sie zeigen die schadhaften Stellen (siehe kleine Fotos). Ihre Rohrleitungen, die aus kunststoffbeschichteten Alu-Schläuchen, Rotguss-Verbindungsstücken und Messingteilen bestehen, sind jedoch nicht betroffen. Darüber klagten allerdings andere Einwohner der Gemeinde am Salzhaff (OZ berichtete).

Der Zweckverband „Kühlung“ erklärt dazu, dass Rakow aus dem Wasserwerk Teßmannsdorf mit Trinkwasser versorgt werde. „Die Anforderungen an das in Deutschland meistkontrollierte Lebensmittel Trinkwasser werden durch die Trinkwasserverordnung geregelt. Die hier gestellten Anforderungen werden regelmäßig durch ein externes, akkreditiertes Labor untersucht und deutlich unterschritten. Alle Analysen sind jederzeit beim ZVK einzusehen“, wird aus der Bad Doberaner ZVK-Zentrale unterstrichen. Auch der Wasserdruck sei nicht die Ursache der Rohrschäden, heißt es weiter: „Der ZVK garantiert durch den Einsatz moderner drehzahlgeregelter Pumpen einen konstanten Versorgungsdruck, der mit 4,5 bar deutlich unter den vorgegebenen Toleranzen von 10 bar für Hausinstallationen liegt.“

Einen „wesentlichen Einfluss“ auf den Erhalt „der guten Trinkwasserqualität beim Kunden“und den „langfristigen störungsfreien Betrieb der Hausinstallation“ hätten Installationsunternehmen, betonen die Wasserexperten und führen „Probleme im Bereich der Hausinstallation fast ausschließlich auf ungeeignete Materialien oder ungenügende Verarbeitung zurück“.

Das gelte generell und stelle „keine Besonderheit der Ortslage Rakow“ dar: „Problematisch sind Installationen aus metallischen Werkstoffen, insbesondere aus Kupfer. Diese wurden in den 90er Jahren viel und oft auch in minderer Qualität verbaut. Der Zweckverband empfiehlt seit vielen Jahren diese Materialien nicht einzusetzen.“

„Die meisten Schäden aus unserer Erfahrung, gibt es bei der Verbindung von Materialien aus Kupfer und Messing. Das hat aber nichts damit zu tun, dass wir Kupferleitungen nicht empfehlen. Hier geht es darum, dass bei Kupferleitungen, in denen es längere Stagnationen gibt – z.B. nach einer Woche Urlaub – ein leichter Schleier auf dem Wasser liegt. Das ist nicht gesundheitsschädigend, beeinträchtigt aber die Qualität“, erklärt ZVK-Geschäftsführer Klaus Rhode am OZ-Telefon. Bezugnehmend auf die Schäden bei Familie Tomczak erwähnt der Wittenbecker, dass er selbst schon so einen Schaden – „auch im Warmwasserbereich“ – zu Hause gehabt hätte. „Das hat aber mit der Wasserqualität null zu tun – wir liefern Wasser nach Vorschrift und halten alle Parameter ein“, ergänzt Klaus Rhode mit Nachdruck.

Bei ihm hätte die Schadensursasche an einer undichten Lötstelle zwischen Kupfer und Messing gelegen.

Klaus Rhode räumt zudem ein, dass es Materialarten gebe, die sich letztlich nicht miteinander vertragen würden: „Das haben wir sogar im großen Stil in Wasserwerken, wo es dann eine Art galvanische Ströme gibt, die möglicherweise Ursache für Schäden sein können“. Auffällig sei jedoch grundsätzlich, dass immer Hausinstallationen aus den 90er Jahren betroffen sind. Rhodes Fazit: „Ich vermute, dass es in der Regel an der Materialqualität liegt.“

Von Thomas Hoppe

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