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„Zeitzeugen sind ganz, ganz wichtig“

Neubukow „Zeitzeugen sind ganz, ganz wichtig“

Neubukows Gut-Experte Bento Körner legt sein 12. Büchlein vor – es dreht sich um Klein Strömkendorf

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Der Neubukower Hobby-Historiker Bento Körner an seinem Computer- Arbeitsplatz mit dem Titelblatt seines neuesten Buches.

Quelle: Foto: Thomas Hoppe

Neubukow. „Immer, wenn ich ein neues Gut beackere, versuche ich zuerst, Zeitzeugen zu finden – jene, die vor 1945 zehn, elf, zwölf Jahre alt gewesen sind.

Zeitzeugen sind ganz, ganz wichtig“, betont Bento Körner, der seit Jahren über die Geschichte von Gütern aus der Region Broschüren veröffentlicht.

Ab Dienstag kommender Woche soll sein 12. Büchlein unter dem Titel „Klein Strömkendorf – Bauerndorf, Lehngut, Bodenreform“ in Neubukows Bürgerhaus am Brink zu haben sein. Dafür hat er insbesondere mit den Zeitzeugen Robert Lange und Stanislaus Tyc aus Klein Strömkendorf gesprochen, aber auch mit zahlreichen anderen Zeitgenossen, die Geschichten und historische Fotos beisteuerten – wie mit dem einstigen Bürgermeister der Gemeinde Pepelow, Harry Gatzke, bei dem sich Bento Körner am Ende seines Buches besonders für dessen Unterstützung bei den Recherchen für die Zeit nach 1945 bedankt. Dem mittlerweile schwer kranken Fischer Robert Lange setzt der Autor mit seiner Umschlaggestaltung quasi ein Denkmal. Hier ist der heute 92-Jährige auf einem Gemälde von Maria Weymann aus Pepelow und auf seinem Boot PEP-001 aN zu sehen. Langes Vorfahren lebten bereits um 1800 herum auf dem Lehngut Klein Strömkendorf – wie es bei Bento Körner dazu heißt: „in einem für Mecklenburg sehr seltenen landwirtschaftlichen Unternehmen, in einer Gutskommune“.

Nachdem Georg Philipp von Brocken aus Bauerkuhl das Dorf 1832 erworben hatte, beabsichtigte er die „gänzliche Niederlegung“ der hier ansässigen Bauernschaft, musste aber nach Auflagen der Lehnkammer den Kossaten (Kleinbauern) Lange, Dankwart und Woest „eigentümlichen Besitz“ auf der Klein Strömkendorfer Feldmark zuweisen. So wurden die Familien nach dem heutigen Müggenfang umgesiedelt, wo Robert Lange am 29. Dezember 1924 geboren wurde.

Bento Körner spannt den Bogen seiner Darstellungen von der urkundlichen Ersterwähnung Klein Strömkendorfs im Jahre 1296, über die 105-jährige Eigentümerschaft der Familie Staunau, die Bodenreform, bis in die Gegenwart, in der aus dem einstigen Gutshaus (hier wohnten 1986 noch mehrere Familien) ein Hotel geworden ist.

Für diesen reich illustrierten Überblick auf insgesamt 95 Hochglanzseiten trug Bento Körner im Laufe eines guten Jahres weit über 100 historische Fotos und eine Menge Dokumente zusammen – alles in 30 Computerordnern, führte zahlreiche Gespräche und schrieb viele Briefe und recherchierte mehrfach im Schweriner Landesarchiv und im Bad Doberaner Kreisarchiv.

Bento Körner: „Klein Strömkendorf

– Bauerndorf, Lehngut,

Bodenreform“ für 15 Euro

Thomas Hoppe

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