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Obstarche presst Saft von Reddelicher Bäumen

Reddelich Obstarche presst Saft von Reddelicher Bäumen

Erstmals verkauft der gemeinnützige Verein Apfelsaft, der von alten Apfelsorten aus der Gemeinde Reddelich gepresst wurde / Mobile Mosterei Satow ist an 60 Tagen unterwegs

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Benjamin Peters von der Satower Mosterei ist zurzeit mit der mobilen Saftpresse unterwegs. Hier lässt auch Silvia Kastell ihr Obst zu Saft mosten.

Reddelich. Premiere bei der Obstarche Reddelich: Der Verein, der sich dem Erhalt historischer Obstsorten verschrieben hat, vertreibt zum ersten Mal sortenreinen Apfelsaft.

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Erstmals verkauft der gemeinnützige Verein Apfelsaft, der von alten Apfelsorten aus der Gemeinde Reddelich gepresst wurde / Mobile Mosterei Satow ist an 60 Tagen unterwegs

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70 Prozent des Saftes holen wir aus den Früchten raus.“Benjamin Peters, mobile Saftpresse

Er stammt von Früchten uralter Bäume aus der Gemeinde.

Silvia Kastell, Vorsitzende der Obstarche Reddelich, ist voller Stolz: Zum ersten Mal verkauft der Verein Apfelsaft von Reddelicher Bäumen. Die Früchte stammen alle aus dem Bestand der Gemeinde oder von Bäumen auf Privatgrundstücken. Ein uralter Baum, der wahrscheinlich nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Landweg zwischen Reddelich und Jennewitz angepflanzt worden ist, ist auch dabei. „Der Saft ist rötlich und er hat einen intensiven Duft“, beschreibt Silvia Kastell das Produkt. Den Saft lässt der Verein entweder in der Rethwischer Mosterei pressen und abfüllen oder bei der mobilen Mosterei von Benjamin Peters von der Satower Mosterei. Er sei an 60 Tagen im Jahr täglich bis zu 16 Stunden im Einsatz, sagt er. Von Barth bis Lübeck ist er unterwegs und bietet damit den Menschen an, ihre eigenen Äpfel aus dem Garten bei ihm zu pressen. „70 Prozent holen wir aus den Früchten raus“, so Peters. Der Rest, der so genannte Apfeltrester, wird an Schweine oder Rinder verfüttert.

Mit dem Saft aus der mobilen Presse kann die Obstarche mit Fug und Recht sagen, dass es nur Produkte aus Reddelich sind. Verkauft werde der Saft bei Motorrad Timm und in der Landbäckerei Harms in Reddelich sowie nun auch in Steffenshagen im Café Röntgen – in Ein-Liter- sowie in Fünf-Liter-Packungen und in Mostboxen. Der Erlös aus dem Verkauf gehe eins zu eins in die Pflege der gepflanzten Bäume und in den geplanten Obstwanderweg, sagt Silvia Kastell. 186 Bäume hat die Obstarche auf dem Gemeindeland, dass Reddelich als Streuobstwiesen deklariert hat, inzwischen gepflanzt. Es sind in etwa ebenso viele Sorten, schätzt Silvia Kastell. „Darunter können noch ganz wertvolle, vom Aussterben bedrohte Sorten sein, denn 60 Sorten haben Pomologen noch nicht entschlüsselt.“ Die Früchte von den gepflanzten Bäumen werden aber wohl erst in vielen Jahren so weit sein, dass sie zu Saft gepresst werden können. Doch die Äpfel machen nur 50 Prozent des Bestandes der Obstarche aus. Der Verein hat auch Birnen, Mirabellen, Pflaumen, Kirschen, Quitten, Walnüsse und Haselnüsse, Mandel, Mistel und Pfirsiche gepflanzt. Der Verein kann sich erneut über eine Förderung der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) freuen. Sie fördert die Materialbereitstellung für die fachgerechte Anbindung von 182 hochstämmigen Obstbäumen. Dazu zählen die stabilen Holzpfähle, Querlatten und Juteseil. Ebenso wichtig ist ein unverzinkter Wurzeldraht als Schutz gegen Wühlmäuse, der um die Wurzeln als Sack gebunden wird. Das Pflanzfest am 19. November in Reddelich und Brodhagen ist Anlass dafür, das Material für die Anbindungen der Bäume beim Pflanzen von 182 Obstbäumen zu verbrauchen. „Wir sind natürlich der NUE sehr dankbar für die dringend benötigte finanzielle Unterstützung“, sagt Silvia Kastell. Der Verein plant einen etwa zwei bis drei Kilometer langen Obstwanderweg als Lehrpfad zwischen Brodhagen und Reddelich.

Termine für die mobile Apfelpresse gibt es im Internet unter www.satower-mosterei.de

Katarina Sass und Sabine Hügelland

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