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Parken in Strandnähe kein Schnäppchen

Heiligendamm/Börgerende/Nienhagen/Kühlungsborn Parken in Strandnähe kein Schnäppchen

Im Ostseebad Rerik sind vier von acht Parkplätzen ohne Gebühr / In Kühlungsborn ist es am teuersten

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Einen Euro wirft Nathalia Thode aus Uelzen in den Automaten am Kinderstrand Heiligendamm. Das sei nicht viel, sagt ihr Mann.

Quelle: Fotos: Katarina Sass

Heiligendamm/Börgerende/Nienhagen/Kühlungsborn. Das teuerste kostenpflichtige Parkticket zwischen Nienhagen und Rerik zahlen Autofahrer in Kühlungsborn, das günstigste in Heiligendamm. Rerik hat die meisten kostenfreien Stellflächen. Das ist die Bilanz einer Recherche in den Orten Nienhagen, Börgerende-Rethwisch, Heiligendamm, Wittenbeck, Kühlungsborn, Kägsdorf und Rerik.

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Im Ostseebad Rerik sind vier von acht Parkplätzen ohne Gebühr / In Kühlungsborn ist es am teuersten

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Unser Problem sind die illegalen Camper.“Detlef Kurreck, Bürgermeister Bastorf

Ganz besonders im Hochsommer sind Parkplätze in Wassernähe rar. Wer so nah wie möglich am Strandaufgang sein Auto abstellen möchte, muss in Kühlungsborn tief in die Tasche greifen. Die Parkplätze an den Konzertgarten Ost und West sind klein mit jeweils zehn und elf Stellflächen. Dafür sind es nur wenige Schritte bis zur Ostsee. Von hier aus sieht und riecht man das Meer. Wer viel Gepäck mit an den Strand nimmt, scheut vielleicht die Preise nicht: drei Euro pro Stunde, neun für den ganzen Tag. „Das ist ganz schön viel“, stöhnt Peter Blum aus Heilbronn, der mit seiner Familie nur mal an der Promenade spazieren gehen und ein Eis essen wollte. „Aber gut, dafür steht man erste Reihe“, sagt der Familienvater und zückt das Portemonnaie. Der gleiche Stundensatz wird auf den Parkplätzen Herrenbadsteig sowie Rathaus fällig. Elf gebührenpflichtige Parkplätze gibt es in Kühlungsborn, hinzu kommen mindestens drei öffentliche, die von privater Hand vermietet werden. Gebührenfrei sind vier Plätze, die aber nicht mehr in Wassernähe liegen.

In Heiligendamm wollen Günther Thode und seine Frau Nathalia ebenfalls so nah wie möglich an die Ostsee und landen mit ihrem Auto schließlich auf dem im Wald und hinter der Median-Klinik gelegenen Kinderstrand-Parkplatz mit 147 Stellflächen. Hier ist es schattig, im Hochsommer ideal.

„Wir wollen uns den Ort einmal ansehen und mal ans Meer gehen“, sagt der Uelzener. Einen Euro wirft er in den Schlitz vom Parkautomaten, 50 Cent kostet hier die Stunde. Genau wie auf dem Waldparkplatz am Ortseingang, in der Kühlungsborner Straße sowie in der Seedeichstraße. „Das ist nicht viel“, sagt Thode, „da habe ich schon andere Parkplätze gesehen.“ Um den Ansturm an Autos in den wärmeren Monaten abzufangen, hat die Stadt Bad Doberan den Parkplatz in der Seedeichstraße eingerichtet, der vom 1. Mai bis zum 31. Oktober geöffnet hat und in diesem Zeitraum 50 Cent pro Stunde kostet. 180 Fahrzeuge finden hier Platz. Von den acht Öffentlichen sind die zwei kleinsten ganzjährig kostenfrei nutzbar: Der Parkplatz am Heizhaus in der Kühlungsborner Straße (29 Stellflächen) sowie der in der Gartenstraße (5 Stellflächen).

In Nienhagen hat der Betreiber des öffentlichen Parkplatzes in der Kliffstraße mit über 100 Parkmöglichkeiten seit September den Zugang über eine Schranke geregelt. „Wir hatten hier vorher nur einen Parkschein-Automaten, aber es gab zu viele Säumige“, sagt Daniel Großklacks, zuständig für das Marketing im Ferienresort „Seepferdchen“. Vom 1. Juni bis zum 31. August kostet das Parkticket 1,50 Euro pro Stunde, ansonsten 1 Euro. „Die Menschen wollen am liebsten mit ihrem Auto bis an den Strand fahren“, hat Nienhagens Bürgermeister Uwe Karl beobachtet. Er appelliert vor allem an Ortsansässige, mit dem Fahrrad zu fahren, um die Parkplätze zu entlasten. Das Verhalten kennt auch Detlef Kurreck, Bürgermeister der Gemeinde Bastorf. Sein Sorgenkind ist der große Strandparkplatz im Ortsteil Kägsdorf, der unmittelbar an einem idyllischen Naturstrand liegt. „Unser Problem sind die illegalen Camper, die sich nicht ans Ordnungsrecht halten“, beklagt er. Sie würden zum Teil sogar bis an den Strand fahren und in aller Frühe wieder weg sein, damit sie nicht erwischt würden. Die Gemeinde bewirtschaftet den Parkplatz von Ostern bis Oktober. Sie hat extra einen Wachdienst eingestellt. „Das ist sehr teuer für uns.“ In den anderen Monaten ist der Parkplatz kostenfrei.

Die verhältnismäßig meisten kostenlosen Parkplätze hat Rerik zu bieten. Die Quote beträgt 50 Prozent. Sie liegen am Kirchplatz, Am Rugen Barg in der Kröpeliner Straße, Am Langen Barg in der Neubukower Straße und in der Straße „Am Parkplatz“. Dafür müssen Urlauber einen längeren Fußmarsch durch das Ostseebad in Kauf nehmen, wenn sie bis ans Wasser wollen.

42 öffentliche Parkplätze in Küstennähe

Nienhagen: Fünf öffentliche Parkplätze, davon einer kostenfrei (Doberaner Straße), Parkbuchten an der Kliffstraße 1 Euro /h, Parkplatz „Seepferdchen“ 1,50 Euro/h (1. Juni bis 31.

August), ansonsten 1 Euro/h.

Börgerende-Rethwisch: Fünf gebührenpflichtige Parkplätze, keiner kostenfrei, Bewirtschaftung zum Teil durch die Gemeinde, Parkplatz bei der Fischerhütte ist bewacht in der Saison, Parkmöglichkeiten An der Waterkant zwischen 1 und 2 Euro/h beziehungsweise mit Parkscheibe.

Heiligendamm: Acht öffentliche Parkplätze, zwei sind kostenfrei (Am Heizhaus in der Kühlungsborner Straße und in der Gartenstraße), insgesamt 765 Parkplätze im ganzen Ort, sieben Parkplätze ganzjährig geöffnet, Saisonparkplatz in der Seedeichstraße.

Kühlungsborn: zirka 15 öffentliche Parkplätze, plus jene, die privat vermietet werden, am teuersten sind die Am Konzertgarten Ost/West, Rathaus und Herrenbadsteig (3 Euro/h), vier sind kostenfrei.

Rerik: Acht öffentliche Parkplätze, vier sind kostenfrei (Am Parkplatz, Kirchplatz, Am Rugen Barg, Am Langen Barg), 1 Euro/h auf den anderen, insgesamt 593 Stellflächen.

Katarina Sass

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