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21 Baustellen: Millionen für mehr Sicherheit auf den Straßen

Rostock 21 Baustellen: Millionen für mehr Sicherheit auf den Straßen

Bausenator Holger Matthäus (Grüne) stellt seine Pläne für 2016 vor / Straßenbauer legen Schwerpunkt auf Sicherheit und bessere Anbindung der Gewerbegebiete in Rostock

Rostock. Das Geld reicht nicht. Und daraus macht Rostocks Bausenator Holger Matthäus (Grüne) auch gar keinen Hehl. Dabei ist die Summe, die die Hansestadt allein in diesem Jahr verbauen will, bereits gigantisch: Rund 15 Millionen Euro wird das Rathaus für den Straßen- und Wegebau ausgeben. 21 Projekte stehen auf dem Plan für das Jahr 2016. Rein rechnerisch müsste die Stadt aber doppelt so viel Geld in die Hand nehmen — allein um den Verschleiß an Straßen, Wegen und Plätzen auszugleichen.

Weil das aber nicht zu bezahlen ist, setzt das Rathaus Schwerpunkte: „Einer liegt in diesem Jahr auf dem Nutzen für die Wirtschaft“, sagt Matthäus. Heißt im Klartext: Die Hansestadt will dort investieren, wo Unternehmen auf gute Verkehrsanbindungen angewiesen sind. Zum Beispiel am Tannenweg in der Gartenstadt. „Dort werden wir die Fahrbahn von Grund auf erneuern. Dort sind viele schwere Fahrzeuge unterwegs — zum Beispiel zum Entsorger Veolia.“ Auch in Hinrichsdorf wird gebaut: „Dort befindet sich eines der größten Industriegebiete Rostock“, so der Senator. Die Hinrichsdorfer Straße ist deshalb größtenteils vierspurig ausgebaut. „Nur ein kleines Teilstück ist noch zweispurig. Doch diese Lücke wollen wir auch vierspurig schließen.“

Einen zweiten Schwerpunkt setzen Matthäus und seine Verkehrsplaner 2016 rund um die Hochschulen der Stadt: Die Albert-Einstein- Straße in der Südstadt wird ausgebaut. Und auch an der Ulmenstraße zwischen KTV und Reutershagen soll sich etwas tun: „Die gestalten wir komplett um.“ Geh- und Radwege werden neu gemacht — zwischen der Gewetter- und der Waldemarstraße. „Im Kreuzungsbereich Waldemar- und Maßmannstraße bauen wir einen Kreisverkehr.“ Der Senator will die Verkehrssituation rund um den Uni-Campus entspannen. Vor allem für Radler und Fußgänger. „So machen wir auch die Universität attraktiver.“ Dieses Vorhaben sei längst überfällig gewesen.

Schwerpunkt Nummer drei ist für Matthäus der wichtigste: die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. „Wir gehen gleich mehrere Maßnahmen an, mit denen wir die Straßen sicherer machen wollen.“ An der Kuphalstraße, dem Astern- und dem Edelweißweg sowie der Haydn-Straße in Reutershagen plant die Stadt nicht nur eine Sanierung, sondern auch sogenannte „Aufpflasterungen“. Ja, damit seien jene kleinen Hügel gemeint, die Autofahrer ausbremsen sollen, erklärt Matthäus. „Damit machen wir den Schulweg für Kinder weniger gefährlich.“ Auch in der Danziger Straße, dem Stolteraer Weg und dem Wiesenweg will die Stadt Schwellen verbauen. „Auch dort geht es uns darum, den Verkehr zu beruhigen. Die kleinen Hindernisse sollen dafür sorgen, dass sich Autofahrer auch an das Limit halten.“

Für Radfahrer plant die Stadt gleich zwei Großprojekte: Entlang der Hinrichsdorfer Straße — zwischen dem Dierkower Kreuz und der A 19 — soll eine separate Fahrradstraße gebaut werden. Und in der KTV entsteht ein neuer Radweg auf dem alten Werft-Areal: „Zwischen dem Neptun-Einkaufscenter und der Hopp-Straße müssen sich Radfahrer und Fußgänger einen schmalen Gehweg teilen. Das ist gefährlich. Vor allem im Kreuzungsbereich zur Hamburger Straße. Wir müssen was tun, bevor es zu schweren Unfällen kommt“, sagt Matthäus. In dem gesamten Bereich soll ein rund drei Meter breiter Streifen für Radfahrer entstehen. „Eine kleine Autobahn für alle, die gerne in die Pedale treten.“

Auch entlang der Hamburger Straße soll es bald schneller und sicherer für Zweirad-Fahrer vorangehen: „Der Asphalt der Radwege dort ist marode, voller Risse und Löcher. Das wollen wir neu machen.“

Eines der teuersten Projekt dient aber den Autofahrern: Rostock will „freie Fahrt“ auf der Stadtautobahn. Doch bisher bremst die Kreuzung Evershagen den Verkehr aus. Nun soll eine Brücke über die Stadtautobahn her, die Kreuzung „aufgelöst“ werden. Die Planungen stehen kurz vor dem Abschluss. Matthäus hat deshalb kurzfristig um weitere 1,4 Millionen Euro aus dem Stadthaushalt gebeten: „Wir könnten noch in diesem Jahr mit dem Bau starten.“

 



Andreas Meyer

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