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AfD ist zweitstärkste Kraft

Bad Doberan AfD ist zweitstärkste Kraft

13 von 21 Gemeinden im Landkreis Rostock I stimmten neben der CDU für die Alternative

Bad Doberan. Im Landkreis Rostock zwischen Bargeshagen, Kühlungsborn und Satow wollen die Menschen mitbestimmen. Das haben sie am Sonntag deutlich gemacht. In fast allen Gemeinden des Wahlkreises 13 im Bereich Landkreis Rostock I ist die Wahlbeteiligung im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 gestiegen. Nur im Ostseebad Nienhagen, Admannshagen-Bargeshagen, Börgerende-Rethwisch, Hohenfelde und Wittenbeck gaben weniger Menschen ihre Stimme ab.

 

OZ-Bild

„„Die etablierten Volksparteien sind die klaren Verlierer dieser Wahl. Man wird genau analysieren müssen, warum das so ist.“Sebastian Constien Landrat Landkreis Rostock

17,9 Prozentpunkte

verliert die CDU in

Reddelich im Vergleich zur Bundestagswahl 2013. In der Gemeinde haben die Christ-

demokraten die

meisten Wähler-

stimmen im Landkreis Rostock I des

Wahlkreises 13 verloren.

BAD DOBERAN   13
Wahlkreis    
Zweitstimme in Prozent 2017    
CDU   34,0
SPD   14,1
DIE LINKE   18,3
AfD   17,2
FDP   6,5
GRÜNE   4,9
NPD   1,3
Sonstige   3,8
Wahlbeteiligung: 73,5 Prozent    
Alle Wahllokale ausgezählt    

Das Ergebnis der Bundestagswahl – die CDU holte 26,8 Prozent der Zweitstimmen, gefolgt von SPD (20,5), AfD (12,6), FDP (10,7), Linke (9,2) und Grüne (8,9) – lässt sich im Wahlkreis 13 rund um Bad Doberan nur bedingt widerspiegeln. In allen 21 Gemeinden gewinnt die CDU die Zweitstimme. Die Partei verliert allerdings überall Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl 2013. Vor allem in Reddelich (-17,9), im Ostseebad Nienhagen (-12,3), in Admannshagen-Bargeshagen (-11,8), Wittenbeck (-11,5) und Bastorf (-11,2) büßten die Christdemokraten Wählerstimmen ein. Im Unterschied zum Gesamtergebnis der Bundestagswahl sind im Landkreis Rostock I je nach Gemeinde jedoch die AfD, die SPD oder die Linken zweitstärkste Kraft. Lediglich in Kühlungsborn, Rerik, Neubukow und Alt Bukow holten die Sozialdemokraten die meisten Stimmen nach der CDU. In 13 von 21 Gemeinden setzen noch mehr Bürger ihr Kreuz bei der AfD. Spitzenreiter ist Wittenbeck, wo die Alternative 26,6 Prozent holte. Die meisten neuen Wähler konnte die Partei in Steffenshagen – plus 20,8 Prozentpunkte im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 –, Carinerland und Biendorf – beide plus 18,7 Prozentpunkte – gewinnen. Die Linke ist zweitstärkste Kraft in Hohenfelde, Retschow, Satow und Bad Doberan.

146781 Wahlberechtigte haben im Wahlkreis 13, zu dem auch der Landkreis Nordwestmecklenburg und ein Teil des Landkreises Ludwigslust-Parchim zählt, ihr Kreuz auf dem Wahlzettel gemacht – am Sonntag oder per Briefwahl. Damit liegt die Wahlbeteiligung bei 71,3 Prozent. Vor allem in Biendorf, Kühlungsborn und Steffenshagen gingen mehr Menschen zur Bundestagswahl. In den drei Gemeinden stieg die Wahlbeteiligung um über zehn Prozentpunkte an.

Insgesamt holte die CDU im Wahlkreis 13 mit 33,7 Prozent der Zweitstimmen die meisten Stimmen. Die AfD kommt auf 17,7 Prozent, dicht gefolgt von der SPD mit 17,2 Prozent. Die Linke erreicht 16,8 Prozent der Stimmen, auf die FDP entfallen 6,2 Prozent, die Grünen erhalten 3,8 Prozent.

„Die etablierten Volksparteien sind die klaren Verlierer dieser Wahl. Man wird genau analysieren müssen, warum das so ist“, sagt Landrat Sebastian Constien (SPD). Er steht hinter der Entscheidung der Sozialdemokraten, in die Opposition zu gehen: „Die SPD hat frühzeitig erklärt, die Opposition im Bundestag anführen zu wollen, um der zukünftigen Regierung in konstruktiver Form entgegenzutreten. Das halte ich nach diesem Wahlergebnis für konsequent und richtig.“ Die große Anzahl von Protestwählern mache deutlich, dass Korrekturen im politischen Handeln notwendig seien, sagt Torsten Renz, CDU-Kreisvorsitzender des Landkreises Rostock. „Positiv zu bewerten ist, dass die CDU mit Abstand stärkste Fraktion geworden ist.“ Es sei die Widerspiegelung der Wählermeinung und eine interessante Konstellation, sagt Joachim Hünecke, Fraktionsvorsitzender der FDP/EB im Kreistag Rostock, zum Wahlergebnis. „Es wird eine schwierige Regierungsbildung werden.“ Doberans Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos) hat das Ergebnis in dieser Deutlichkeit nicht erwartet: „Ich bin enttäuscht, dass es mit der Großen Koalition nicht weitergeht.“ Aus seiner Sicht sei es mit einer Jamaika-Koalition (CDU/CSU, FDP/ Grüne) schwieriger, das Erreichte aufrechtzuerhalten.

Anja Levien

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