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Anwohner im Hünenweg in Sorge wegen der Baufahrzeuge

Bad Doberan Anwohner im Hünenweg in Sorge wegen der Baufahrzeuge

Im Kollbruchweg werden neue Leitungen verlegt / Laster fahren durch benachbarte sanierte Straße / ZVK will den Lasterverkehr dort künftig minimieren

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Künftig geht es so gut wie nicht mehr durch den Hünenweg.“Roy Wisoschinski, ZVK

Bad Doberan. Die neue Trinkwasserleitung im Bereich des Kollbruchweges ist im Boden. Derzeit bringen die Männer der Mecklenburgischen Kanalbau GmbH aus Stäbelow im Auftrag des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Kühlung (ZVK) die Rohre für das Regenwasser in die Erde. „Sind auch etwa 125 Meter hier“, sagt Vorarbeiter Bernd Nibbert. Danach soll es in der kleinen Straße Am Wege weitergehen.

Viel Erde wird bewegt. Rohre müssen herangefahren werden. „Die großen Laster fahren durch unseren Hünenweg“, sagt Anwohner Dieter Raake besorgt. Die kleine Straße ist neu gemacht worden. „Wir haben dafür im vorigen Jahr alle bezahlt. Und nicht wenig. Ein Grundstücksbesitzer sogar 18000 Euro“, erklärt er. Die Trasse sei als Anliegerstraße eingestuft worden und so kamen hohe Kosten auf eben diese Anlieger zu. „Jetzt wird unsere Straße durch 40-Tonner zerfahren, teilweise über den Bürgersteig“, beklagt Dieter Raake. Er habe sich bereits an die Stadt gewandt.

Bärbel Käkenmeister vom gleichnamigen Kröpeliner Fuhrunternehmen fährt einen Laster. „Ich kann die Angst der Anwohner verstehen“, sagt sie. Aber die Straße sei für 40 Tonnen ausgebaut worden und sie fahre mit höchstens 26 Tonnen. Meist sei ihr Laster gar nicht voll, erklärt sie. „Ich fahre wirklich vorsichtig“, betont die langjährige Taxi-Fahrerin. Doch was sie ärgert, ist, dass Anwohner sie beschimpfen. Mehr noch. Einige würden ihre Autos so im Hünenweg parken, dass sie mit dem Laster nicht durchkäme, behauptet die Fahrerin.

Zweckverband und Stadt seien im Kontakt, was dieses Problem anbelangt, sagt Doberans Bauamtsleiter Norbert Sass. „Wir haben den Zweckverband als derzeitigen Auftraggeber gebeten, darauf zu achten, dass die fertige Straße nicht beschädigt wird“, sagt Norbert Sass. Er bestätigt, dass Laster beim normalen Durchfahren keinen Schaden anrichten würden. Müll- und Möbelfahrzeuge müsste die Straße schließlich auch aushalten. „Aber wenn schwere Lkw wenden müssen, dann könnten sich Pflastersteine verschieben und die Straße beschädigen“, erklärt der Bauamtsleiter.

Das bestätigt Roy Wisoschinski, Sachgebietsleiter Investitionen/Sanierung beim ZVK. Es hätte im Vorfeld aber keine Einwände für den Baustellenverkehr durch die Stadt gegeben, sagt er. Man sei bemüht, hauptsächlich den Kollbruchweg zu nutzen. Das sei aber nicht immer möglich. Künftig werde der Hünenweg so gut wie nicht mehr durch Lkw-Verkehr belastet, betont er. Wenn Schäden entstehen sollten, würden diese behoben.

Der Zweckverband will mit seinen derzeitigen Arbeiten ein einheitliches Entwässerungssystem bauen. Durch die Rohre im Kollbruchweg soll das Regenwasser aus der Umgebung hineinfließen, weiter in den Graben, der etwa in der Verlängerung der Straße „Am Wege“ ausgebaut werden soll – bis in den Althöfer Bach.

Im Kollbruchweg werden 125 Meter Niederschlagswasserleitung aus Beton DN 500 und 125 Meter Trinkwasserleitung aus duktilem Gusseisen DN 200 verlegt, erklärt Roy Wisoschinski. In der Straße Am Wege werden es 180 Meter Niederschlagswasserleitung aus Polypropylen mit Innendurchmesser 400 Millimeter und 165 Meter Schmutzwasserleitung aus gleichem Material, aber DN 200. Soweit erforderlich würden Hausanschlüsse erneuert. Die Baukosten werden für das Niederschlagswasser 133000 Euro, für das Schmutzwasser 64000 Euro und für die Trinkwasserleitungen 40000 Euro betragen. Die Arbeiten sollen bis zum 30. September dieses Jahres beendet sein. Danach will die Stadt die Straße „Am Wege“ in diesem Jahr sowie den Kollbruchweg 2018 sanieren.

Renate Peter

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