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Baufahrzeuge verärgern Walkenhäger Anwohner

Bad Doberan Baufahrzeuge verärgern Walkenhäger Anwohner

Schwerlaster nutzen die Straße, um zum Zwischenlager an der B 105 zu gelangen / Stadt hat Vereinbarung mit Baufirmen / Gehweg wird zerfahren

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Fred Schulz und Tochter Emily an einer ausgefahrenen und abgesackten Stelle am Platten-Gehweg in Walkenhagen. Die Schwerlast-Fahrzeuge von Baufirmen fahren den Weg im Bereich der Betonspurbahn kaputt.

Quelle: Fotos: Renate Peter

Bad Doberan. Regelmäßig fahren Schwerlaster durch die kleine Straße von Walkenhagen. Ihr Ziel ist das Zwischenlager an der Bundesstraße 105. Unmittelbar an den Wohnhäusern ist eine Betonspurbahn. „Das knattert und dröhnt hier, das ist schlimm“, sagt Fred Schulz. Der 52-Jährige hat sich bereits mehrfach an das Stadt-Bauamt gewandt. Ohne Erfolg. Inzwischen habe ich das auch fotografiert und mit Videos dokumentiert, erzählt Fred Schulz. Wenn ihn die Kraftfahrer sehen, würden sie langsamer fahren, schildert er. Doch es ist nicht die Geschwindigkeit allein, über die sich die Anwohner ärgern.

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Schwerlaster nutzen die Straße, um zum Zwischenlager an der B 105 zu gelangen / Stadt hat Vereinbarung mit Baufirmen / Gehweg wird zerfahren

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Ob das Zwischenlager später aufrecht-

erhalten wird, müssen wir prüfen.“Norbert Sass, Bauamt

Vor zwei Jahren ist in der Fahrbahn eine neue Entwässerungsleitung verlegt worden. Die Betonspurbahn wurde wieder in Ordnung gebracht. „Um den Gehweg mussten wir jedoch kämpfen. Die alten Beton-Platten sollten erst gar nicht wieder verlegt werden“, erzählt Fred Schulz. Sie scheinen von Kraftfahrern als dritte Spur angesehen zu werden. Denn unmittelbar hinter dem Haus der Familie Schulz schwenken viele Laster-Fahrer auf den Gehwegstreifen. Die Platten werden zerfahren, der Boden weist Löcher auf. Schließlich fahren hier 40-Tonner, so der Walkenhäger. Die Wände im Haus vibrieren regelrecht. „Das Geschirr im Schrank klappert“, sagt seine Tochter Emily. Dabei hat Fred Schulz jetzt regelrecht Angst um seine Blauglas-Sammlung. Immerhin stehen 1335 gläserne Teile in seinen Regalen der größten Blauglas-Ausstellung Deutschlands – und vibrieren mit.

Viele Radfahrer nutzen die Straße, um von der B 105 oder vom Handelspark aus zur Randstraße oder weiter nach Rethwisch zu fahren. „Das ist eine Unfallquelle, wenn ein Rad hier abrutscht“, sagt er.

Zwischen dem Zweirad-Fachhandel und der Tankstelle gab es eine Zuwegung. „Dort sind zwei Birken gewachsen. Zwei Bäume könnten an anderer Stelle neu gepflanzt werden. Aber etwas Schotter auf etwa 15 Metern und hier gebe es eine Zuwegung“, schlägt Fred Schulz vor. Das wäre eine Abkürzung und würde auch noch Sprit sparen.

Anfang der 90er-Jahre habe man darüber nachgedacht, an der B 105 ein Baugebiet zu errichten, dann wäre dort eine Zufahrt ge schaffen worden. Doch später wurde dafür keine Fläche mehr ausgewiesen.

„Es ist jetzt eigentlich Grünfläche, die vorübergehend als Zwischenlager für Baufirmen dient“, erklärt Norbert Sass, Leiter des Bauamtes im Rathaus.

Das Zwischenlager nutzen Baufirmen von zwei Maßnahmen, eine davon auf dem Buchenberg. Mit den Bauunternehmen habe die Stadt vorübergehende Pachtverträge abgeschlossen. „Wir wollten den Aufwand für die Anwohner der Rudolf-Tarnow-Straße so gering als möglich halten“, erklärt Sass, warum Erde auf der Fläche zwischengelagert wird.

„Wir werden prüfen, was wir an der Situation in Walkenhagen verbessern können“, betont Sass. Man wolle auch überlegen, ob das Zwischenlager überhaupt aufrechterhalten wird, um die Anwohner nicht so zu belasten. „Aber jetzt müssen wir die Vereinbarung bis zum Ende der Baumaßnahmen einhalten“, macht der Bauamts-Leiter deutlich.

Über die künftige Nutzung der Fläche denkt man im Rathaus bereits nach. „Hier könnte ein Auffang- oder Reserveparkplatz entstehen. Zum Beispiel bei größeren Veranstaltungen im Klosterbereich“, sagt Norbert Sass.

Dass das 30er-Schild nicht mehr steht, ist eine Entscheidung des Landkreises. Die Straße würde kein schnelleres Fahren hergeben, wurde Fred Schulz erklärt. Das Schild hätte stehen bleiben können, aber ob sich dann alle daran gehalten hätten, ist fraglich, meint Norbert Sass.

Renate Peter

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