Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Buchenberg: Anwohner sauer über Müll-Post

Bad Doberan Buchenberg: Anwohner sauer über Müll-Post

Weil sich in den Bio-Tonnen oft auch Plastik-Müll befindet, hat die Wohnungsgesellschaft Wig ihre Mieter jetzt zur Ordnung gerufen / Einige Bewohner fühlen sich verschaukelt

Voriger Artikel
Kröpeliner wählen neuen Bürgermeister
Nächster Artikel
Bus und Bahn zusammenführen

Ärgern sich über regelmäßig randvolle Mülltonnen (v.l.): die Anwohner Jörg Kolkowski, Matthias Dinse und Heinz Petrick.

Quelle: Fotos: Lennart Plottke

Bad Doberan. Matthias Dinse ist richtig wütend: „Mir ist jetzt ein Faltblatt vom Vermieter in den Briefkasten geflattert, auf dem ich eindringlich darauf hingewiesen werde, dass in den Bio-Tonnen keine Entsorgung mit Mülltüten oder anderem erfolgen darf“, sagt der Doberaner und schüttelt den Kopf: „Und es wird damit gedroht, dass es als Konsequenz keine Biomüll-Entsorgung geben könnte – inklusive möglicher Mehrkosten durch eine anderweitige Entleerung.“

OZ-Bild

Weil sich in den Bio-Tonnen oft auch Plastik-Müll befindet, hat die Wohnungsgesellschaft Wig ihre Mieter jetzt zur Ordnung gerufen / Einige Bewohner fühlen sich verschaukelt

Zur Bildergalerie

Seit Monaten weise ich darauf hin, dass unsere Mülltonnen immer voll sind – getan hat sich bis dato überhaupt nichts.“Anwohner Matthias Dinse

Er fühle sich jetzt „wirklich verarscht“, schimpft Dinse, der auf dem Buchenberg in der Heinrich-Seidel-Straße wohnt. „Seit Monaten weise ich darauf hin, dass unsere Mülltonnen durch die Baustelle vor dem Haus frei zugänglich und deshalb immer voll sind – getan hat sich bis dato überhaupt nichts.“ Denn nicht nur der Bio-Müll würde sich regelmäßig stapeln – „auch alle anderen Tonnen quellen immer wieder über“, sagt Dinse. „Und das, obwohl die gerade mal einen Tag vorher geleert worden sind.“

Die Verursacher haben Dinse und einige seiner Nachbarn längst ausgemacht: „Vor allem in den Abendstunden, wenn es schon schön dunkel ist, schleichen Leute aus dem AWG-Block schräg gegenüber um unsere Tonnen herum und werfen alles weg, was bei denen nicht mehr reinpasst“, sagt etwa Jörg Kolkowski und fischt jede Menge Zeitungen, einen Plastik-Eimer und Unmengen von Sand aus einer gelben Tonne. „Mülltrennung ist hier offenbar ein Fremdwort.“

Arno Gutzmer kann die Aufregung nur bedingt nachvollziehen: „Wenn unsere Mieter andere Leute dabei beobachten, wie sie ihren Müll in fremde Tonnen werfen, können sie die doch direkt darauf ansprechen“, meint der Chef der Wohnungsbau und Investitionsgesellschaft mbH (Wig). „Wir als Vermieter können doch nichts dafür, wenn sie sich das gefallen lassen.“ Im Übrigen hätten nicht nur die Mieter in der Seidel-Straße das Informations-Blatt bekommen, sondern alle Haushalte der Wig, so Gutzmer: „Anlass war ein Fall auf dem Kammerhof – da hat die Entsorgungsfirma kürzlich eine Bio-Tonne ungeleert stehen lassen, weil sich darin auch Plastik-Müll befunden hat.“

Dass die Mülltonnen eingezäunt sind, sei ohnehin eher die Ausnahme, betont Arno Gutzmer: „Es ist bedauerlich, dass das überhaupt notwendig ist und sich einige Mieter offenbar nicht an die Regeln halten.“

Für Matthias Dinse ein unbefriedigender Zustand: „Dazu kommt, dass der Gehweg vor dem Haus durch Baufahrzeuge unfassbar dreckig ist – hier wurde schon seit Ewigkeiten nicht mehr gereinigt.“ Dabei würde ein schmaler Streifen schon genügen, meint auch Nachbar Jörg Kolkowski: „Und wenn da in regelmäßigen Abständen eine Kehrmaschine drüber geht – irgendjemand muss das ja mal sauber machen.“

Immerhin: Läuft alles nach Plan, ist die gesamte Baumaßnahme auf dem Buchenberg Mitte Dezember abgeschlossen. Dann wird auch die Baustelle vor der Heinrich-Seidel-Straße zurückgebaut – und die Mülltonnen bekommen wieder ihre „sichere“ Umzäunung . . .

Lennart Plottke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Bürgermeister Frank Ilchmann (60, parteilos) am Brunnen auf dem Ribnitzer Markt. Er sagt nach dreieinhalb Jahren im Amt: „Wir haben einiges geschafft. Die Stadt entwickelt sich gut.“

Bürgermeister Frank Ilchmann hat heute die Hälfte seiner Amtszeit erreicht – Zeit für eine Zwischenbilanz

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Politik
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.