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Bürgermeister wünscht sich mehr Interesse im Dorf

Bürgermeister wünscht sich mehr Interesse im Dorf

Interview mit Retschows Gemeindeoberhaupt Berno Grzech / Baufelder sollen geschaffen werden / Direkt im Ort fehlt eine Turnhalle

Retschow.   Berno Grzech, Bürgermeister von Retschow, kann nicht klagen. Die Gemeinde mit ca. 970 Einwohnern entwickelt sich, die nötigsten Investitionen sind getätigt, die Bürger zufrieden. Und doch hat er einen Wunsch für seine Bürger.

 

Herr Grzech, in Retschow gibt es viele Häuselbauer, die Gemeinde ist beliebt. Gibt es noch Bauland?

Berno Grzech: Beim Thema Bauen liegt derzeit unser Schwerpunkt. Im Moment können wir keine Bauflächen mehr anbieten. Wir sind dabei, unsere Innenbereichssatzung zu überarbeiten.

 

Was bedeutet das?

Grzech: Wir suchen noch sechs bis zehn Standorte auf Gemeindeflächen, die wir als Bauland ausweisen können. Die Nachfrage ist da. Vor allem von jungen Familien, die hier schon leben und bauen wollen, aber auch von außerhalb. Dann soll aber Schluss sein. Wir haben nicht vor, neue B-Pläne zu erstellen und die Struktur des Dorfes zu verändern.

Mit dem geplanten  Bauprojekt, der Seniorenwohnanlage anstelle der alten Schule, wird sich im Dorf aber doch einiges tun...

Grzech: Das Projekt ist derzeit das größte, das wir haben. Wir erhoffen uns davon auch gegenseitige Synergieeffekte und stehen hinter dem Bauvorhaben. Da sich der Flächenbedarf erweitert hat, müssen wir einen neuen Standort für den Bauhof finden. Da sind wir zurzeit dabei.

Wie geht es der Gemeinde finanziell?

Grzech: Wir haben einen ausgeglichenen Haushalt, aber wir wissen auch, dass wieder schlechte Zeiten kommen. Im Moment haben wir aber keine großen Ausgaben. Was die Infrastruktur und den öffentlichen Bereich betrifft, gibt es nichts zu investieren.

Gibt es trotzdem etwas, das Sie gerne umsetzen möchten?

Grzech: Ich träume schon lange von einer Turnhalle in Retschow. Der Waldsportplatz ist ziemlich weit außerhalb. Einen Sportverein gibt es zwar nicht mehr, aber den Dorfclub, Rückenschule sowie Senioren, die die Halle nutzen würden und auch die Kita-Kinder könnten eine Sporthalle gebrauchen. Aber das ist eine langfristige Überlegung. In der Sache haben wir auch noch nichts angeschoben.

 

Wie sieht es kulturell in der Gemeinde aus?

Grzech: Wir haben unseren Dorfclub und die Freiwillige Feuerwehr, die sehr engagiert sind und viele Veranstaltungen organisieren. Auch unser Denkmalhof und der Förderverein zum Erhalt der Dorfkirche bewegen viel.

 

Werden die Veranstaltungen gut angenommen?

Grzech: Es herrscht leider ein allgemeines  Desinteresse im Dorf, das ist sehr bedauerlich. Es wäre schöner, wenn die Veranstaltungen auf breiten Schultern getragen würden, und auch besser besucht werden. Aber das Problem ist, dass wir in den zwei neuen Wohngebieten viele Neu-Retschower haben, deren Lebensschwerpunkt eben nicht in Retschow liegt.Viele arbeiten in Rostock und gehen dort auch weg. Das ist schade.

Katarina Sass

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