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Der Strand soll attraktiver werden

Kühlungsborn Der Strand soll attraktiver werden

Viele Ideen für ein neues Konzept: Event-Meile, Strandbar, Catering für Hochzeitspaare

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5,3 Kilometer lang ist der Strand von Kühlungsborn. Er reicht vom Strandabgang Nr. 1 östlich vom Hafen bis zu einem kleinen Bacheinlauf westlich der Stadt.

Quelle: Foto: Rolf Barkhorn

Kühlungsborn. Die Nutzung des Kühlungsborner Strandes soll zeitgemäßer und moderner werden. Nicht nur Strandkörbe, Strandmuscheln und Badehandtücher sollen dort künftig das Bild prägen. Diskutiert wird – seit Längerem schon – über einen Event-Strand mit fest installierter Infrastruktur zwischen Hafen und Seebrücke, die ohne großen Aufwand immer wieder für größere Open-Air-Veranstaltungen am Meer genutzt werden kann. Auch an ein oder zwei hochwertige Strandlounges – Barbetrieb direkt auf dem Strand – wird gedacht.

 

OZ-Bild

„„Der Nutzungs- druck auf den Strand wächst, seine Fläche aber ist begrenzt. Wir brauchen daher ein schlüssiges Konzept.“Peggy Westphal Leiterin des Bauamtes

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„„Der Strand hier hat noch weit- gehend seinen natürlichen Charakter. Daran sollte man nicht rütteln. Deshalb kommen wir.“Sebastian Schellberg Essen in Nordrhein-Westfalen

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„„Mir gefällt es am Strand von Kühlungsborn. Warum sollte hier etwas geändert werden? Es ist schön – so wie es jetzt ist.“Andrea Dräger Neuendorf im Eichsfeld

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„„Eine schöne Strandbar könnte ich mir schon vorstellen. Was in Warnemünde läuft, sollte auch in Kühlungsborn funktionieren.“Heike Bogula Frankenried in Bayern

Und die Hütten der Strandkorbvermieter, die jetzt teilweise in die mit Strandhafer bewachsene Düne hineinragen, sollen dort verschwinden und auf dem eigentlichen Strand stehen. So will es aus Gründen des Küsten- und Naturschutzes das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu). Wann genau das passieren wird, ist noch nicht klar. Aber es wird so kommen – früher oder später.

„Das Stalu fordert von uns, die Problematik der Strandkorbvermieterhütten zu lösen. Gleichzeitig wächst der Nutzungsdruck auf den Strand – es gibt neue Ideen, die aber auch zu Konflikten mit der herkömmlichen Nutzung führen können. Die Stadt hat deshalb die Erarbeitung eines Strandkonzeptes in Auftrag gegeben“, informiert Peggy Westphal, die Leiterin des Bauamtes im Rathaus.

Erarbeitet wird das Konzept für den Strand von der Firma GLC Glücksburg Consulting AG, die auch Kühlungsborns Tourismuskonzept erarbeitet hat. Gut 30000 Euro wird das kosten, und die vorbereitenden Arbeiten werden in diesen Tagen beginnen.

„Dann werden Interviewer von Glücksburg Consulting am Strand und auf der Promenade unterwegs sein. Sie werden die Inhaber der Restaurants, Bistros und Läden an der Promenade, die Strandkorbvermieter und vor allem viele Gäste befragen, wie sie sich die künftige Gestaltung des Strandes vorstellen“, erklärt Vize-Bürgermeister und Kämmerer Dirk Lahser.

Gleichzeitig werde der Ist-Bestand erfasst und eine Nutzungsanalyse erarbeitet. Dann werde die Berater-Firma erste Vorschläge machen, die in ein neues Konzept einfließen werden. „Dabei wird es nicht nur Beratungen in den Ausschüssen der Stadtvertretung geben, sondern auch mehrere öffentliche Workshops, in denen die Kühlungsborner Bürger und Gewerbetreibenden ihre Vorschläge – aber auch Bedenken – einbringen können. Transparenz und öffentliche Beteiligung sind dabei sehr wichtig. Denn es soll das Konzept der Kühlungsborner werden“, erklärt Dirk Lahser. Wichtige Partner in dieser Diskussion werden natürlich Kühlungsborns zentraler touristischer Dienstleister, die TSK, und auch alle Vereine sein, die jetzt am Strand aktiv sind oder daran denken, es in der Zukunft zu werden, betont Dirk Lahser.

Für die Vorarbeiten ist die zweite Hälfte 2017 eingeplant, 2018 soll das Konzept schließlich schrittweise geschrieben, diskutiert und zum Jahresende von der Stadtvertretung beschlossen werden. Und ab dem 1. Januar 2019 Rechtskraft haben – faktisch als neue, moderne Strandsatzung.

„Es geht nicht darum, jemandem etwas wegzunehmen, was andere dann bekommen. Es geht darum, am Strand mehr als nur Strandkörbe und Badetücher zu haben“, erklärt Touristik-Chef Ulrich Langer. Er nennt zwei Beispiele: Die jetzige Strandsatzung verbiete strikt Catering am Strand. „Nicht einmal für Hochzeitspaare wird da für ein oder zwei Stunden eine Ausnahme gemacht“, so Langer. Aber der Hochzeits-Tourismus boome. Und der Event-Strand werde im Tourismus-Konzept des Ostseebades empfohlen.

Urlauber, mit denen die OZ gestern am Strand sprach, sahen den Handlungsbedarf nicht so dringend. Allerdings fasziniert doch die Idee einer Strandbar. „Ich finde den Strand schön. Alles sollte so bleiben wie es ist“, meinte Andrea Dräger aus Neuendorf im Eichsfeld. Heike Bogula aus Frankenried in Bayern könnte sich eine schöne Strandbar schon vorstellen. „Was in Warnemünde läuft, sollte auch hier funktionieren“, sagt sie. „Der Strand hier hat noch weitgehend seinen natürlichen Charakter. Daran sollte nicht gerüttelt werden. Deshalb kommen wir“, so Sebastian Schellberg aus Essen. Eine schöne Strandbar hält jedoch auch er für eine Bereicherung.

5,3 Kilometer lang ist der Strand des Ostseebades

Kühlungsborn.

Er reicht vom

Strandabgang Nr. 1

östlich vom Hafen bis kurz hinter den Einlauf eines kleinen Bachs in die Ostsee westlich der Stadt.

2000

Strandkörbe stehen am

Strand von

Kühlungsborn.

Das neue Konzept

für den Strand soll ab dem 1. Januar 2019 die Nutzung der

Strandfläche

verbindlich regeln.

Lutz Werner

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