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Entwicklung am Strand: „Zuerst muss der Plan stehen“

Wittenbeck Entwicklung am Strand: „Zuerst muss der Plan stehen“

Investor möchte Wittenbecker Küstenbereich verändern

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Hinter Hans-Magnus von Brandenstein, Geschäftsführer der TIG Traditionsbau Immobilien GmbH, befindet sich ein Teil des Gebietes am Wittenbecker Strand, das umgebaut werden soll.

Quelle: Foto: Mathias Otto

Wittenbeck. Ein Bebauungsplan schafft Baurecht. Und genau auf diesen Plan möchte Hans-Magnus von Brandenstein von der Investorengruppe Traditionsbau Immobilien GmbH warten, bevor er über Details der künftigen Nutzung am Wittenbecker Strand nachdenkt. In der Gemeinde wird vorerst im Bauausschuss über dieses Thema beraten.

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Investor möchte Wittenbecker Küstenbereich verändern

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„Erst wenn der Plan beschlossen ist, setzen wir uns mit der Gemeinde und dem Planer zusammen. Wichtig ist, dass dieses Vorhaben erst rechts- und planungssicher ist“, sagt der Investor. Die Entwicklung am Strand selbst sei noch längst nicht ausgereift. „Wir müssen sehen, welche Vorstellungen wir auch verwirklicht bekommen und wie es schließlich finanziert werden kann“, so Hans-Magnus von Brandenstein.

Einen groben Überblick gab der Planer Ronald Mahnel auf einer Einwohnerversammlung. Dort ging es beispielsweise um Stellplätze, um Strandversorgung und um Küstenschutz. Und es wurde klargestellt, dass es kein Fahrradhotel, wie noch in einem ersten Plan die Rede war, geben soll. „Stattdessen wollen wir Stellplätze haben“, sagt von Brandenstein. Ein Wunsch: Sanitäranlagen am Molli-Bahnhof. Derjenige, der sich um die Anlage kümmert, soll in diesem Gebäude eine Wohnung bekommen.

„Am Strand ist schon seit vielen Jahren eine Entwicklung zu erkennen. Wir wollen sie jetzt qualitativ voranbringen“, so der Investor. Entschieden ist noch nichts, denn auch einige Ämter und Behörden müssen ihren Segen für das Projekt geben. „Zunächst ist festzuhalten, dass die Planungen das Landschaftsschutzgebiet Kühlung, zahlreiche Biotope und Geotope betreffen“, sagt Kreissprecher Michael Fengler. Der Investor hatte etwa vor einiger Zeit Büsche entfernen lassen, um eine freie Sicht auf die Ostsee zu gewähren. „Ich habe dafür eine erhebliche Strafe zahlen müssen“, sagt er. Diese freie Sicht würde in diesem Bereich aus Sicht des Landkreises Rostock dem Küstenschutz schaden. „Die Entfernung des Bewuchses führt zu verstärkter Erosion direkt an der Küste. Hinzu kommt, dass der Wind durch einen solchen ,Windkanal’ den dahinter liegenden Küstenwald angreift und damit ebenso Erosion fördert“, sagt der Kreissprecher.

Auch wenn Hans-Magnus von Brandenstein Auflagen für das Projekt bekommen sollte, hält er trotzdem daran fest. Und er erinnert sich an seine anfängliche Zeit. Damals zu Beginn der 90er Jahre, als noch viele Besucher im Sandstrand lagen. Mit dem Bau des Bootshafens in Kühlungsborn soll sich der Wittenbecker Strand in einen steinigen Bereich verwandelt haben. „Es hat sich dann herauskristallisiert, dass nur noch Wohnmobile zum Strand kamen“, sagt er. Der Flächennutzungsplan wurde von der Gemeinde in diesem Bereich für „Tourismus, Freizeit und Erholung“ festgelegt. „Ich habe die Gaststätte, die sich dort befindet, gekauft und mich bereit erklärt, einen Bebauungsplan zu erstellen“, so von Brandenstein. Er hofft nun, dass die Gemeinde den aktuellen Plan beschließt.

Mathias Otto

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