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Heiligenhäger verärgert: Radwegebau erst 2018

Heiligenhagen Heiligenhäger verärgert: Radwegebau erst 2018

Tessenitz-Brücke wird voraussichtlich ab 26. September voll gesperrt / In Heiligenhagen werden Vorflut- und Regenentwässerungsleitungen neu verlegt

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2. August 2010: Der erste Teil des Radweges wurde mit vielen Gästen eingeweiht.

Quelle: Renate Peter

Heiligenhagen. Der Bau des Radweges entlang der Landesstraße 10 von Satow in Richtung Heiligenhagen und Anna-Luisenhof soll erst 2018 erfolgen. „Wir verhandeln noch, auf welcher Seite er in Heiligenhagen gebaut wird. Der Radweg könnte in Höhe des Gemeindehauses auf südlicher Seite errichtet werden, dort wo es keine Bebauung gibt“, sagt Satows Bauamtsleiter Detlef Brümmer. Der Gehweg könnte auf nördlicher Seite am Gemeindehaus vorbeiführen.

Der Bau der Radweges war jetzt auf einer Einwohnerversammlung in Heiligenhagen eines der heißen Themen. Die Ausführungen waren auf großes Unverständnis gestoßen, da die Planung der Strecke immerhin seit 2009 besteht und die Fertigstellung von Jahr zu Jahr verschoben wird. „Als die Teilnehmer der Versammlung erfuhren, dass das Vorhaben nicht vor 2018 realisiert werden soll und es noch gar keine konkreten Pläne über den Wegeverlauf gibt, brach großer Unwillen aus“, erklärt Dietrich Grunzig. Der Heiligenhäger betont, dass auch noch nach der Versammlung Dorfgespräche zeigen würden, dass viele Bürger mit der Veranstaltung sehr unzufrieden waren.

Der geplante Radweg war immer wieder Kritikpunkt auf Versammlungen, Veranstaltungen und so mancher Bürgerfragestunde. Die Bürger haben kein Verständnis, dass es so lange dauert. Im Bereich Satow war der kombinierte Rad- und Gehweg auf einer Länge von 1,5 Kilometern Anfang August 2010 übergeben worden. Doch die Fortführung lässt auf sich warten. Im vorigen Jahr dann die Hoffnung, dass der Weg in diesem Jahr gebaut wird. Satows Bürgermeister Matthias Drese und Landrat Sebastian Constien hatten im Straßenbauamt Stralsund vorgesprochen.

Nun heißt es 2018 – allerdings soll ohne Lücken gebaut werden. Von der Tankstelle Satow bis Stäbelow. Den Bau des Radweges finanziert das Straßenbauamt des Landes. Innerhalb der Ortschaften zahlt den Anteil für den Gehweg die Gemeinde Satow. „Wir bemühen uns noch um Fördermittel“, sagt Detlef Brümmer. Die Anlieger würden an den Kosten des Gehweges beteiligt – egal auf welcher Seite er gebaut wird, macht Brümmer deutlich. Derzeit würden noch Verhandlungen mit Eigentümern zum Grundstückserwerb geführt.

Ebenso brachten Einwohner während der Versammlung ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck, dass die L 10 wegen des Brückenbaus über die Tessenitz ein dreiviertel Jahr voll gesperrt sein soll. „Das wird voraussichtlich ab 26. September sein“, informierte gestern Bürgermeister Matthias Drese. Die offizielle Umleitung führt über Bad Doberan und Kröpelin. „Das sind ebenfalls Landesstraßen“, erklärt Detlef Brümmer. Für den Schulbus habe man eine Extra-Lösung gefunden. Dazu würde der Bus in Heiligenhagen nahe des Wokrenter Weges wenden. Bauliche Voraussetzungen dafür würden geschaffen.

Themen des Abends waren auch die Erneuerung der Vorflutleitung nach der Hochwasserkatastrophe im Ortsteil im Jahre 2011, Grundstücksentwässerung in großen Teilen der Ortslage und Grundstücksanschlüsse für die Regenentwässerung. In diesem Jahr wird die Vorflutleitung im Bereich Dorfmitte verlegt. In einem zweiten Bauabschnitt soll 2017 die Verlegung von der Kreuzung weiter in Richtung Kirche erfolgen.

Gleichzeitig bringt der Zweckverband Kühlung die Regenentwässerungsleitung in die Erde. „An der alten Vorflutleitung sind noch einige Fremdanschlüsse, die außer Betrieb genommen werden müssen.

Deshalb ist es notwendig, dass die Regenentwässerung der Grundstücke neu geregelt wird“, erklärt Brümmer. Das übernehme der ZVK. In die Vorflutleitung werden 440000 Euro investiert. Die Gemeinde setzt dieses Vorhaben mit Fördermitteln aus dem Fonds zum Hochwasserschutz um.

Interessiert an all den Themen hatten sich sehr viele Einwohner im Gemeindezentrum eingefunden – Stühle und Stehplätze reichten nicht aus, so dass die Fenster rund herum weit geöffnet waren, damit draußen noch etliche Einwohner zuhören konnten. Eine Mikrofonanlage gab es leider nicht.

Renate Peter

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