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Hohe Förderung ermöglicht auch Sanierung kleiner Wege

Satow Hohe Förderung ermöglicht auch Sanierung kleiner Wege

In kleinen Dörfern wie Pustohl, Rosenhagen und Gerdshagen können Straßen saniert werden / Anlieger brauchen keine Beiträge zahlen / Gemeinde übernimmt Instandhaltung

Satow. „Soll das etwa eine Rennstrecke im Wald werden?“ So fragte besorgt um Ruhe und die Natur Hans Rutzen, als er hörte, dass ein Stück Weg in Rosenhagen nahe des Gutshauses ausgebaut werden soll. Doch Satows Bauamtsleiter Detlef Brümmer beruhigte. Es werde nur ein Stück Weg in Richtung Wald mit Schotter ausgebaut. „Dann ist es in Ordnung und ich kann beruhigt schlafen“, meinte der Senior des kleinen Dorfes.

Auf 200 Metern Länge soll ein drei Meter breiter Weg von Rosenhagen in Richtung Wald Groß Nienhagen ausgebaut werden. Die Baukosten sollen 29000 Euro betragen. 26100 Euro davon werden gefördert. Die verbleibenden 2900 Euro Eigenanteil trägt die Teilnehmergemeinschaft. Denn: Dieses Vorhaben ist im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens von Berendshagen vorgesehen. Der Vorteil: Die Anwohner werden nicht zur Kasse gebeten, sie müssen keine Anliegerbeiträge zahlen. Die hohe Förderung ist auch der Grund, dass die Satower Gemeindevertretung jetzt mehrere Wegebaumaßnahmen beschloss.

So soll auch der Weg Ann Gallberg in Pustohl in Richtung Passee erneuert werden. Für 36500 Euro wird die Trasse mit Schotter auf 250 Metern Länge und drei Metern Breite ausgebaut. Die Fördersumme: 32625 Euro. Hier werden 3625 Euro Eigenanteil durch die Teilnehmergemeinschaft getragen.

Ebenfalls in Pustohl sollen 850 Meter Straße in Richtung Steinsammelstelle als Betonspurbahn gebaut werden – drei Meter breit. Hier belaufen sich die Baukosten auf immerhin 208250 Euro.

Gefördert werden 187425 Euro. Der Eigenanteil der Teilnehmergemeinschaft beträgt 20825 Euro.

Wie hoch die Baukosten für ein Stück Straße in Pustohl bis zum Heidemoor werden, ist zwar noch unklar. Aber der Weg soll auf 600 Metern Länge und drei Metern Breite ebenfalls als Betonspurbahn gebaut werden.

In Gerdshagen soll ein Weg bis zum Wald auf 700 Metern Länge als drei Meter breiter Schotterweg gebaut werden – 101500 Euro die Baukosten, 91350 Euro die Förderung. 10150 Euro sind der Eigenanteil der Teilnehmergemeinschaft.

Alle fünf Vorhaben wurden einstimmig durch die Satower Gemeindevertretung abgesegnet. Kein Wunder: Der Gemeinde entstehen keine Herstellungskosten. Dadurch fallen auch keine Anliegerbeiträge für die Bürger der kleinen Satower Dörfer an.

Es handelt sich bei allen Wegebaumaßnahmen um Vorhaben im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens von Berendshagen. Nach Abschluss des Vorhaben-Planes, den die Teilnehmergemeinschaft erarbeitet hatte, waren 58000 Euro übrig geblieben. Deshalb hatte sich der Vorstand entschieden, aufgrund der hohen Förderung die Wege instand zu setzen. Ihre Sanierung hatte die Gemeindevertretung bislang abgelehnt, da die Kommune sehr viel Eigenmittel hätte zahlen müssen. Die entfallen bei diesem Fördertopf. Die Gemeinde hat sich jedoch per Beschluss verpflichtet, die Wege nach der Sanierung zu unterhalten.

Teilnehmergemeinschaft

5 Straßenbaumaßnahmen sind im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens Berendshagen vorgesehen.

3 Dörfer profitieren von den Fördermöglichkeiten: Pustohl, Rosenhagen und Gerdshagen.

Eine Teilnehmergemeinschaft (TG) entsteht mit dem Flurbereinigungsbeschluss, ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und steht unter Aufsicht der Flurbereinigungsbehörde. Die TG erlischt, wenn ihre Aufgaben in der Schlussfeststellung für abgeschlossen erklärt sind.

Die TG nimmt die gemeinschaftlichen Angelegenheiten der Teilnehmer wahr – u.a. Herstellung und Unterhaltung gemeinschaftlicher Anlagen sowie das Aufbringen von Eigenleistung.

Renate Peter

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