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Investor plant Solarpark in Althof

Bad Doberan Investor plant Solarpark in Althof

2000 Haushalte sollen mit der Sonnenenergie versorgt werden / Bauausschuss äußert Bedenken bei Natur- und Denkmalschutz

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Der Solarpark Stoltera in Diedrichshagen wurde vom Unternehmen Osterhof realisiert. Jetzt plant es eine Anlage in Althof.

Quelle: Anja Levien

Bad Doberan. Ein Schritt zur Energiewende: Die Sonnenenergie Osterhof 15 GmbH und Co. KG plant einen Solarpark in Althof. Die Pläne für die etwa ein Kilometer lange Anlage entlang der Bahngleise wurden im Bauausschuss vorgestellt. Die Mitglieder standen dem Vorhaben nicht ablehnend gegenüber, zeigten aber Bedenken was den Denkmal- und Naturschutz angeht.

Für die Anlieger ist keine Blendung zu erwarten, die Anlage ist kaum sichtbar.“Michael Weder,

Osterhof-Mitarbeiter

Das Unternehmen Osterhof ist in der Region nicht unbekannt. Die Firma realisierte bereits den Solarpark Stoltera in Diedrichshagen auf der ehemaligen Mülldeponie und den Energiepark Rostock-Laage.

Jetzt hat es die Münsterstadt im Visier. Im Doberaner Stadtteil Althof soll auf Höhe vom ehemaligen Überweg zum Parkentiner Landweg entlang der Bahngleise auf einer Strecke von einem Kilometer ein Solarpark entstehen. Die Anlage werde dort kaum sichtbar sein, für die Anwohner ist keine Blendung zu erwarten, erläutert Osterhof-Mitarbeiter Michael Weder im Bauausschuss. Zudem gebe es kein Lärm und der Park liege neben den Bahngleisen. Der Solarpark trage zum Erreichen der Klimaschutzziele von Land und Bund bei, sagt Michael Weder. „Wir sind von der Energiewende überzeugt.“ 2000

Haushalte könnten mit der Sonnenenergie versorgt werden.

Erste Hürde für den Investor, der die Anlage auch betreiben wird: Es gibt keinen Bebauungsplan für das zehn Hektar große Areal. Die Fläche ist im Flächennutzungsplan als Ackerland ausgewiesen und werde derzeit auch so genutzt, sagt Stadtplanungsamtsleiter Norbert Sass. Ein B-Plan sei zwingend erforderlich. „Das ist ein offenes Verfahren. Wir können nicht voraussagen, dass ein Solarpark genehmigt wird“, sagt Norbert Sass. Den B-Plan würde Osterhof finanzieren, die Fläche, die einem Privateigentümer gehört, langfristig von diesem pachten.

„Ich finde es grundsätzlich gut, wenn Solaranlagen gebaut werden“, sagt Thomas Römhild (UDI), gibt aber zu bedenken, dass sich in Althof die „Keimzelle Doberans“ befindet und man es dort mit einem Denkmalschutzbereich zu tun habe. In dem Ortsteil wurde das Doberaner Kloster gegründet. Die Solaranlage würde man von der Klosterruine erahnen können, sei aber durch Bäume und Büsche verdeckt, sagt Michael Weder. Mit Blick auf Denkmal- und Naturschutz sagt Monika Schneider (Linke): „Ich persönlich würde diesen ganzen Bereich nicht anfassen.“ Die Fläche liegt am Randbereich des Landschaftsschutzgebietes. Bauausschussvorsitzender Joachim Seehaus (CDU) merkte an, dass Natur- und Denkmalschutz bei der Bauleitplanung berücksichtigt würden. Der Ausschuss stand dem Projekt abschließend erst einmal positiv gegenüber, sodass jetzt weitere Schritte für den Aufstellungsbeschluss des B-Plans eingeleitet werden.

Mit dem B-Plan bekommt Osterhof jedoch nicht direkt den Zuschlag für den Solarpark. Seit 2015 werden solche Vorhaben von der Bundesnetzagentur über die Freiflächen-Ausschreibungs-Verordnung vergeben, teilt Weder mit. Frühstens 2017 könnte der Solarpark in Althof ausgeschrieben werden, dann würde sich Osterhof bewerben. Das Unternehmen sei wettbewerbsfähig, hätte schon mehrere Zuschläge erhalten.

Module max. 2,50 Meter

2000 Haushalte könnten mit der Energie aus dem geplanten Solarpark in Althof versorgt werden. Acht bis zehn Millionen Kilowattstunden sollen im Jahr mit der Sonnenenergie erzeugt werden.

2,50 Meter , das soll die maximale Höhe der Photovoltaikanlagen sein, die auf dem zehn Hektar großem Areal entlang der Bahngleise gebaut werden soll. Die Anwohner sollen von den Modulen nicht geblendet werden, auch sollen sie nicht gut zu sehen sein. Der Investor, die Sonnenenergie Osterhof 15 GmbH und Co. KG, will 8 bis 9 Millionen investieren.

Von Anja Levien

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