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Kita, Wohnen, Geld: Hoffen auf Hilfe

Bad Doberan Kita, Wohnen, Geld: Hoffen auf Hilfe

Mit Stefanie Drese, Katy Hoffmeister und Till Backhaus leben drei von acht künftigen Ministern rund um Doberan

Bad Doberan. Unterstützung für Kindertagesstätten, bürgernahe Politik, preiswerter Wohnraum – die Erwartungen an die drei Minister, die künftig aus der Region Bad Doberan kommen könnten, sind hoch. Mit Stefanie Drese (Gemeinde Satow), Katy Hoffmeister (Bad Doberan) und Till Backhaus (Admannshagen-Bargeshagen) könnten die Ressorts Soziales, Justiz und Landwirtschaft besetzt und damit drei von acht Ministern aus dem Landkreis Rostock kommen.

„Sicher ist es für eine konstruktive und offene Zusammenarbeit förderlich, wenn man sich bereits kennt. Das Wissen um die Ideen und Probleme der Leute, der Städte und Gemeinden vor Ort hilft auch dabei, bürgernahe Politik zu machen“, sagt Landrat Sebastian Constien (SPD). Und die erwarte er. Und: Unterstützung dabei, die Lebensqualität im Landkreis weiter zu steigern. Das hänge von einer starken Wirtschaft, guter Bildung, Kinderbetreuung, intakter Infrastruktur und leistungsfähigen Kommunen ab. „Große Erwartungen habe ich deswegen an die Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Land und kommunaler Familie.“ Nur mit einer besseren finanziellen Ausstattung seien Landkreis, Städte und Kommunen leistungsfähig. Was vor allem im Rostocker Umland fehle, sei preiswerter Wohnraum.

„Dessen Bau sollte gefördert werden.“

„Das ist sicher von Vorteil, wenn drei Minister aus der Region kommen“, sagt Horst Hagemeister (parteilos), Bürgermeister von Börgerende-Rethwisch. „Ich hoffe, dass sie sich auch an die Region erinnern.“ Das fange zum Beispiel bei den Kita-Gebühren an. Die Sozialdemokraten hatten vor der Wahl angekündigt, Kita- und Krippengebühren weiter zu senken. Ob Wahlversprechen eingehalten werden, das wolle Horst Hagemeister prüfen. Doch nicht nur bei Gebühren auch beim Ausbau von Hort und Kita sieht er die künftige Ministerin Stefanie Drese in der Pflicht. Denn die Kapazitäten im Rethwischer Hort würden nach derzeitigen Prognosen bald nicht mehr ausreichen. „Der Hort platzt bald aus allen Nähten. Da ist auch das Land gefordert.“ Auch Kühlungsborns Bürgermeister und Kreistagsmitglied Rainer Karl (parteilos) sieht es als großen Vorteil, dass drei von acht Ministern aus der Region kommen. „Ich freue mich darüber und habe zu Stefanie Drese und Katy Hoffmeister eine gute Verbindung.“

Auch Rainer Karl spricht das Thema Kindertagesstätten an. „Wir haben Personalmangel, die Gruppenstärke ist zu hoch. Ich hoffe, dass da was kommt, bin aber optimistisch“, sagt er. Ein weiteres Thema sind die Ferienwohnungen in Wohngebieten. Hier hofft Rainer Karl, dass Katy Hoffmeister eingreifen und unterstützen kann.

Nienhagens Bürgermeister Uwe Kahl (CDU) ist sich sicher, dass sich die designierten Minister für die Region, in der sie leben, auch einsetzen werden. Vor allem die Bürgernähe müsse verstärkt werden und die Wahlverdrossenheit abnehmen. Auch Gabriele Kalweit (parteilos), Amtsvorsteherin Bad Doberan-Land, sieht darin nur Vorteile. „Die wissen, was hier los ist in den Gemeinden“, sagt sie und hofft, dass die Probleme der Kommunen auch in der Landespolitik behandelt werden.

Ernennung Minister

8 Minister für Mecklenburg-Vorpommern werden voraussichtlich am 1. November vom Ministerpräsidenten ernannt. Am selben Tag wird dieser zuvor vom Landtag gewählt. Aus der Region rund um Bad Doberan könnten drei Minister kommen.

Stefanie Drese lebt in der Gemeinde Satow. Die 39-Jährige hat bei der diesjährigen Wahl das Direktmandat für den Wahlkreis 11 geholt, wie auch bei der Wahl 2011. Die Sozialdemokratin soll das Ressort Gleichstellung und Soziales erhalten.

Katy Hoffmeister ist als Justizministerin vorgesehen. Die 43-jährige Juristin aus Bad Doberan war bisher als stellvertretender kaufmännische Vorstand der Unimedizin Rostock tätig.

2013 kandidierte die CDU-Frau für das Amt der Landrätin im Landkreis Rostock.

Till Backhaus (SPD) lebt in der Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen. Der 57-Jährige ist seit 1998 Landwirtschaftsminister, seit 2006 auch für Umwelt und Verbraucherschutz. Diesen Ministerposten soll er auch künftig inne haben.

Anja Levien

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