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Kornhaus-Verein plagten finanzielle Sorgen

Bad Doberan Kornhaus-Verein plagten finanzielle Sorgen

Trotz eines Lohnkostenzuschusses und der Übernahme der Betriebskosten durch die Stadt lief es im vergangenen Jahr finanziell nicht gut / Monatliche Kontrolle eingeführt

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Quelle: Kornhaus

Bad Doberan. 2015 war, finanziell betrachtet, kein gutes Jahr für den Kornhaus-Verein. Er soll in finanziellen Schwierigkeiten gesteckt haben, heißt es. Doch die seien nicht existenzbedrohend gewesen, das Minus könne man ausgleichen, alles sei inzwischen in Ordnung, sagt der Verein. „Das passiert nicht wieder“, so der Vorsitzende, Dieter Rotscheidt. Dabei erhält der Verein 45000 Euro von der Stadt allein für die Lohnkosten. Das Rathaus übernimmt auch die Betriebskosten.

Das Kornhaus zählt zu den am meisten frequentierten kulturellen Einrichtungen der Region mit Angeboten für Erwachsene und Kinder. Das Portfolio an Veranstaltungen und Konzerten ist vielfältig und beliebt. Das Gebäude samt der Herberge und dem Café gehört der Stadt, wurde umfangreich mit Hilfe von Fördergeldern saniert. Der Kornhaus-Verein ist Betreiber des Cafés, der Jugendkunstschule und der Umweltbildungsstätte im ehemaligen Hausmeisterhaus. „Wir sind sehr froh, dass wir das Kornhaus haben. Es ist sehr wichtig für uns“, sagt Bürgermeister Thorsten Semrau. Doch trotz dieser Aktivitäten stimmte das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben im vergangenen Jahr offenbar aber nicht. „Wir hatten ein finanzielles Tief. Wir können es aber ausgleichen“, sagt der Kornhaus-Vereinsvorsitzende, Dieter Rotscheidt. Als Grund nennt er „interne Angelegenheiten“. Für die Zukunft habe man aber ein „monatliches Controlling“ eingeführt, um die Finanzen im Blick zu behalten. Es werde nicht wieder vorkommen, verspricht er. Die Finanzlage des Vereins ist seit Jahren Dauerthema in der Stadtverwaltung. 2014 hat das Rathaus mit dem Träger eine Vereinbarung zum Lohnkostenzuschuss abgeschlossen. Seitdem fließen jährlich 45000 Euro an den Träger. Davon werden der Geschäftsführer sowie eine weitere Mitarbeiterin bezahlt. „Der Zuschuss ist der Ausgleich für die frühere Leiterin des Kornhauses, die von der Stadt bezahlt wurde“, erklärt Rotscheidt.

Er und die vier weiteren Vorstandsmitglieder arbeiten ehrenamtlich ohne Aufwandsentschädigung. Neben dem Zuschuss für die Gehälter zahlt die Stadt auch die Betriebskosten, erläutert Marion Mai, verantwortlich für die Finanzbuchhaltung im Rathaus. Erstmals festgehalten habe man im Doppelhaushalt für die Jahre 2016/17 nun, dass ein gewisser Teil der Einnahmen durch das Café an die Stadt zurückfließe. Der Verein beteilige die Stadt auch an den Einnahmen durch die Zimmervermietung in der Herberge.

Ziel sei aber, so Semrau, dass sowohl die Betriebskosten als auch der Lohnzuschuss sukzessive gesenkt werden. Das bedeutet langfristig aber auch, dass der Verein sich selbst tragen soll und muss – ohne Unterstützung der Stadt. „Mit dem Café und der Herberge versuchen wir einen Überschuss zu erwirtschaften. Das gelingt uns meistens auch“, so Rotscheidt. Die eigenständige Jugendkunstschule sowie das sozio-kulturelle Zentrum müssen am Jahresende auf plus minus Null kommen. Sie erhalten projektbezogene Fördermittel Für die Jugendkunstschule sucht der Verein derzeit einen neuen Leiter. Die Vorstellungsgespräche beginnen in der kommenden Woche, anschließend falle die Entscheidung, so Rotscheidt.

Katarina Sass

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