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Mehr Leben im Klostergelände

Bad Doberan Mehr Leben im Klostergelände

Mit Sanierung des Marstalls und umgestalteter Freiflächen soll das Areal erlebbarer werden

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Derzeit wird die Klostermauer zwischen Althöfer Bach und Südtor saniert. Sie ist vom Fundament gerutscht.

Quelle: Foto: Anja Levien

Bad Doberan. Die Sportgeräte stehen, auch die Trampoline sind in den Boden eingelassen, der Weg vom Wirtschaftshaus zum Hengst- enstall ist neu gemacht, der Marstall wird derzeit saniert, auch an der Klostermauer wird gearbeitet. „Die Entwicklung des Klostergeländes hat in den vergangenen zwei Jahren ziemlich Dynamik aufgenommen“, sagt Norbert Sass. Der Stadtplanungsamtsleiter von Bad Doberan hat vor etwa 20 interessierten Gästen die weiteren Pläne der Stadt für das Kloster-Areal vorgestellt.

 

OZ-Bild

Die Entwicklung des Klostergeländes hat in den vergangenen zwei Jahren ziemlich Dynamik aufgenommen. Norbert Sass Leiter Amt für Stadtplanung

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In den nächsten sechs bis acht Monaten wird noch Einiges auf dem Areal passieren. Für 600000 Euro sollen die Freiflächen vor dem Marstall in Richtung Kreisverwaltung gestaltet werden. Der Platz soll erlebbar gemacht werden, sagt Norbert Sass. Für den westlichen Klosterbereich wird zudem ein Beleuchtungskonzept umgesetzt. Die Stadtvertreter müssen der Neugestaltung noch zustimmen.

Am Marstall laufen die Bauarbeiten bereits. Bis Ende des Jahres will die stadteigene Wohnungs- und Investitionsgesellschaft Wig das denkmalgeschützte Gebäude fertig saniert haben, sagt der Stadtplanungsamtsleiter. Hier entstehen Wohnungen, vier Gewerbeeinheiten sowie ein Empfangsraum, in dem unter anderem das Modell der Klosteranlage gezeigt werden soll. „Von hier aus sollen die Führungen losgehen. Die Stadt hat vor, einen Mietvertrag mit der Wig für den Raum abzuschließen.“ Auch der Klosterverein soll den Raum dann nutzen können. Baugerüste finden Besucher der Klosteranlage derzeit auch an der Klostermauer. Diese wird zwischen Althöfer Bach bis zum Südtor saniert. Kosten: 350000 Euro. „Die Probleme sind gigantisch. Die Mauer ist hier vom Fundament gerutscht“, erläutert Norbert Sass. Von den Privatgrundstücken hinter der Mauer seien vor Jahren bereits Pfeiler als Stützen gegengesetzt worden.

„Wir haben viel geschafft“, sagt Norbert Sass und zählt unter anderem die Sanierung des Kornhauses und die bisherige Neugestaltung der Freiflächen auf. Mit „wir“ meint er dabei nicht nur die Stadt, sondern vor allem auch die Menschen, die sich in Vereinen, in der Kirchengemeinde und privat für das Klostergelände engagieren. Der „Brocken“ Wirtschaftsgebäude sei noch geblieben. „Darauf steuert alles hin.“

Mit dem Einbau der Kornmühle sei der Anfang gemacht worden. „Mit Wasserkraft erzeugen wir Energie und sogar Strom. Das gleiche haben die Mönche hier gemacht, um Korn zu mahlen“, sagt Norbert Sass.

Mit der Kornmühle sei auch der Druck entstanden, dass ein Dach auf das Gebäude komme. Die Stadtvertreter haben 2016 ein Nutzungskonzept für das Wirtschaftsgebäude beschlossen. Hier sollen eine Brauerei, Gastronomie, Ausstellungsraum und Büroräume entstehen. Es sei nicht möglich, im ersten Schritt ein Dach über das gesamte Gebäude zu ziehen. So ist der Ruinen-Teil im ersten Bauabschnitt nicht berücksichtigt. Dieser wird voraussichtlich 7,5 Millionen Euro kosten, davon muss die Stadt 3,5 Millionen Euro an Eigenanteil aufbringen. Der normale Haushalt der Stadt gebe diese Investitionssumme nicht her, macht Norbert Sass deutlich. Doch das Geld könne von den Grundstücksverkäufen für das neue Wohngebiet zwischen Dammchaussee, Randstraße und Kammerhof genommen werden. Die Stadt sei hier Erschließungsträger, die Abrechnung könne 2018 beginnen. „Wenn der Haushalt 2018/2019 beschlossen wird, könnten wir mit dem Wirtschaftsgebäude 2019 beginnen.“

Immer wieder gibt es Beschwerden, dass Müll im Gelände rumliegt, Häuser oder Laternenmasten beschmiert werden. „Wir hoffen die Vandalismusschäden lassen nach, wenn das Klostergelände mehr belebt ist“, sagt Norbert Sass.

Anja Levien

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