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Nach BRH-Auflösung: Viele wollen weitermachen

Bad Doberan Nach BRH-Auflösung: Viele wollen weitermachen

Zum 30. Juni hatte sich der Landesverband des BRH aufgelöst / Die Ortsgruppen des Seniorenverbandes müssen nun entscheiden, wie es weitergeht

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Der BRH war mein Leben.“Gerhard Wulf, Börgerende

Bad Doberan. 40 Ortsverbände mit 2350 Mitgliedern zählte der Landesverband des Bundes der Ruheständler, Rentner und Hinterbliebenen des öffentlichen Dienstes (BRH) MV per 30. Juni dieses Jahres. Nun ist Schluss. Der Landesverband hatte sich an dem Tag auf einer außerordentlichen Landesvertretersitzung aufgelöst. Wie geht es mit den Ortsverbänden weiter?

Sechs Ortsverbände gab es in der Region

40 Ortsverbände mit 2350 Mitgliedern zählte der BRH-Landesverband am 30. Juni.

6 Ortsverbände hatte es noch in der Region Bad Doberan gegeben.

57 Mitglieder zählte der mitgliederstärkste Ortsverband – Bad Doberan, gefolgt von Satow mit 56, Börgerende mit 53 und Bargeshagen mit 50. Ortsverbände gab es noch in Neubukow und Parkentin.

„Wir waren alle dafür, dass wir weitermachen“, sagte Marlene Rust, seit diesem Jahr die Vorsitzende des Neubukower Ortsverbandes. Er war einer der kleinen Gruppen mit seinen 16 Mitgliedern. Gestern Nachmittag trafen sie sich und beschlossen, ihr Programm abzuarbeiten. „Wir treffen uns einmal im Monat. Das wird auch in Zukunft so sein“, so Marlene Rust, die seit über 20 Jahren BRH-Mitglied war.

Der BRH hatte schon immer gut mit der Stadt und der Volkssolidarität zusammengearbeitet. Zwanglos wollen sie ihre Veranstaltungen, Feiern und Fahrten weiterführen.

Weitermachen wollen auch die Mitglieder des Ortsverbandes Börgerende-Rethwisch, dem auch viele Nienhäger angehören. Insgesamt 53 Mitglieder zählt die Gruppe. Gestern Nachmittag fand eine erweiterte Vorstandssitzung statt. „Wir nennen uns künftig ,Seniorentreff Börgerende-Rethwisch/Ostseebad Nienhagen’ und arbeiten das Programm 2016 wie geplant ab“, sagte nach der Sitzung der Vorsitzende des BRH-Ortsverbandes, Gerhard Wulf. In diesem Jahr haben die Ruheständler noch drei Fahrten und den Jahresabschluss im Dezember im Hotel Kiebitz vorgesehen. Am 16. November soll auf einer Mitgliederversammlung alles erläutert und geklärt werden. Gerhard Wulf hatte gemeinsam mit Vertretern aus den Ortsverbänden Bad Doberan, Neubukow, Satow und Parkentin an der letzten BRH-Landes-Versammlung teilgenommen. Mit dabei auch der langjährige Kreisvorsitzende und Mitglied des Landesvorstandes, Dieter Herbst aus Bargeshagen.

Der 91-jährige Gerhard Wulf hatte zu den Gründungsmitgliedern des BRH im alten Landkreis gehört. Noch eine Woche vor der Gründung des Landesverbandes, am 15. November 1990, hatte sich der Kreisverband Bad Doberan gebildet: am 8. November 1990. 14 Mitglieder und drei Gäste waren damals anwesend. Nach und nach hatten sich Basisorganisationen gebildet, aus denen die Ortsverbände entstanden. Als der Kreisverband sein 20-jähriges Jubiläum feierte, konnte er auf 530 Mitglieder in elf Ortsverbänden verweisen. Die Zahl der Ortsverbände und Mitglieder ist zurückgegangen. In der Region gab es jetzt noch sechs Ortsverbände: Bad Doberan, Börgerende, Neubukow, Bargeshagen, Satow und Parkentin. Nicht geändert aber hatte sich das Anliegen: die Arbeit für Senioren, die Angleichung der Renten und eine sinnvolle Freizeitgestaltung.

Die Bad Doberaner Ruheständler werden am 12. Juli in einer außerordentlichen Sitzung beraten, wie es weitergeht. „Wir werden entscheiden: weitermachen oder auflösen“, sagt Uwe Hermann. Der 71-Jährige war seit 2004 BRH-Mitglied und seit vorigem Jahr Vorsitzender. Sein Wunsch wäre es, irgendwie weiterzumachen. Das wünschten sich viele alte Mitglieder. Geklärt werden müsse: neue Trägerorganisation oder selber machen, sagt Uwe Hermann. Der Ortsverband zählt 57 Mitglieder.

„Wir werden als Veteranenklub weitermachen“, sagt Petra Richter, die den Bargeshäger Ortsverband leitete. Der Verein verfüge noch über Geld, das den Mitgliedern zugute kommen soll. Geplante Veranstaltungen würden durchgeführt. 50 Mitglieder zählte der Ortsverband bisher. Im Januar soll auf einer Versammlung die endgültige Entscheidung fallen. In der Gemeinde gebe es aber eine sehr gute Seniorenarbeit.

Auch in Satow soll die Arbeit in der Gruppe weitergehen – unter anderem Namen. Darüber habe man sich bereits mit Bürgermeister Matthias Drese, der Jurist ist, unterhalten, sagt Vorsitzende Bärbel Weidlich. Natürlich sei sie traurig, dass sich der Landesverband aufgelöst habe, aber „wir müssen uns den neuen Bedingungen anpassen. Die Menschen werden nicht jünger.“ Der Satower Verein hatte 56 Mitglieder. Sie werden in diesen Tagen noch ausführlich informiert, bräuchten aber nicht beunruhigt sein. Die Arbeit geht weiter. Das Wie und Wann werde geklärt.

Renate Peter

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