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Sanierung Villa „Greif“: Freie Sicht im historischen Gästehaus

Heiligendamm Sanierung Villa „Greif“: Freie Sicht im historischen Gästehaus

Die Villa von 1854 wird derzeit entkernt, Wände und Decken rausgerissen / In dem Haus entstehen sechs Eigentumswohnungen / Vertrieb für „Haus Möwe“ soll bald beginnen

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Jede der sechs Eigentumswohnungen wird Blick auf die Ostsee haben.

Heiligendamm. Von außen ist die Veränderung kaum zu sehen, aber im Inneren der Villa „Greif“ hat sich einiges getan. Seit Anfang August wird die Villa der „Perlenkette“

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Die Villa von 1854 wird derzeit entkernt, Wände und Decken rausgerissen / In dem Haus entstehen sechs Eigentumswohnungen / Vertrieb für „Haus Möwe“ soll bald beginnen

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Die Sanierung ist das Ergebnis, wenn man sich verträgt und Ruhe einkehrt.“Julius Jagdfeld, ECH

Heiligendamm entkernt. Die Rohbau-, Dach- und Kellerarbeiten sollen Ende Mai 2017 abgeschlossen sein, die neuen Bewohner der sechs Eigentumswohnungen voraussichtlich Ende März 2018 einziehen. „Das ist das Ergebnis, wenn man sich verträgt und Ruhe einkehrt“, sagt Julius Jagdfeld von der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) mit Blick auf die Mediation und den vorangegangenen jahrelangen Stillstand in Heiligendamm.

Seit 1989 stehen die Villen am Strand des ersten deutschen Seebades leer und verfallen. Warum so lange nichts passierte, mag niemand in ein paar Sätzen zusammenfassen. Die Fronten zwischen Stadt und Heiligendamm-Investor Anno August Jagdfeld waren verhärtet, ein jahrelanger Streit vor Gericht drohte, bis sich auf eine Mediation geeinigt wurde.

Die zeige jetzt erste Früchte, sagt Bad Doberans Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos). „Wir sind optimistisch, dass alles gelingt, was wir beschlossen haben.“ Die „Perlenkette“ solle wieder in ihrer Schönheit erstrahlen. Das Mediationsziel sieht eine Sanierung bis 2022 vor. Der Sanierungsstart sei ein Beispiel dafür, dass es besser ist miteinander als gegeneinander zu arbeiten, sagt Stadtvertretervorsteher Stephan Krauleidis (CDU), der sich zusammen mit anderen Stadtvertretern die Villa anschaute.

Der Blick vom Erdboden bis ins Dachgeschoss ist fast frei, Deckenbalken kreuzen das Sichtfeld. „Wir haben mit den Abbrucharbeiten begonnen, die das Haus leichter machen“, erläutert Florian Tafel, Geschäftsführer von B+S Bau- und Sanierungsgesellschaft Wismar. Das heißt, viele nicht tragende Wände, die Decke und der Putz wurden entfernt. „Wir sanieren im Bestand, was deutlich aufwändiger ist und noch mehr Handarbeit erfordert“, sagt ECH-Geschäftsführer Heiner Zimmermann und zeigt auf die Holzkonstruktionen unterm Dach. Die Balken bleiben, wenn möglich, erhalten.

Das denkmalgeschützte Haus, das 1854 als Gästehaus für die Angehörigen der großherzoglichen Familie Mecklenburgs errichtet wurde, soll unterkellert werden. „Das ist die größte Herausforderung“, sagt Florian Tafel. Dafür werde das Haus „abgefangen“, eine Stahlkonstruktion im Inneren der Villa aufgebaut. Die Außenwände bekommen neue Fundamente.

Noch einzelnd verweisen alte Tapeten und Fliesen an den Wänden auf die letzte Nutzung. In den Villen waren Wohnungen für Mitarbeiter und Behandlungsräume des Sanatoriums für Werktätige untergebracht, erzählt Zimmermann.

Während die Sanierung der Villa „Greif“ läuft, hat die ECH die planerischen Vorarbeiten für die beiden nächsten Strandvillen, „Haus Möwe“ und „Haus Seestern“ sowie für die historischen Kolonnaden weiter vorangetrieben. „Die Nachfrage ist sehr hoch, wächst von Tag zu Tag“, sagt Julius Jagdfeld, der Vertrieb für „Haus Möwe“ könne bald beginnen. Nach OZ-Informationen sind mehr als die Hälfte der Wohnungen in der Villa „Greif“ verkauft. Über Quadratmeterpreise und Investitionskosten spricht die ECH nicht gerne. Letztere betragen mehrere Millionen Euro, so Julius Jagdfeld.

Anja Levien

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