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Seebad: Börgerende nimmt wieder Anlauf

Börgerende Seebad: Börgerende nimmt wieder Anlauf

Gemeinde will Zukunft gestalten und holt dazu gewerbliche Vermieter mit ins Boot / Neuer Antrag kommt

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Zu schmal: Ein Beach-Soccer-Feld wird es am Börgerender Strand in diesem Jahr nicht geben.

Quelle: Lennart Plottke

Börgerende. Die Seebad-Pläne für die Gemeinde Börgerende-Rethwisch — seit Jahren liegen sie in der Schublade. Im August 2012 hatte sich die Gemeindevertretung letztmalig positiv positioniert — doch wirklich etwas getan hat sich bislang nicht. „Dabei haben wir gute Chancen, tatsächlich den Seebad-Status zu bekommen“, ist Bürgermeister Horst Hagemeister (parteilos) überzeugt. „Denn jetzt geht der Bau des Upstalsboom-Hotels im ,Waterkant‘-Komplex los — wenn das Haus fertiggestellt ist, wollen wir einen neuen Antrag stellen.“

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Gemeinde will Zukunft gestalten und holt dazu gewerbliche Vermieter mit ins Boot / Neuer Antrag kommt

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Doch vorher werde in der Gemeinde noch jede Menge angepackt, macht Hagemeister deutlich. Stichworte seien da etwa ein neues Gemeindezentrum, eine Erweiterung der Buswendeschleife, die „Entschärfung“

der Kreuzung Schulstraße/Nienhäger Chaussee oder auch Änderungen von Bebauungsplänen, um Wohnungseigentümer rechtlich abzusichern.

Damit weitere Ideen und letztlich tragbare Konzepte entwickelt werden können, sollen jetzt die gewerblichen Vermieter mit ins Boot geholt werden. „Im ersten Schritt wollen wir den Ausschuss für Schule, Jugend, Kultur, Sport und Soziales um Leute aus dem Tourismus erweitern“, erklärt Hagemeister. „Denn dieser Bereich kommt bei uns immer noch zu kurz.“ Dazu würden die gewerblichen Vermieter demnächst eine Einladung zu einem Treffen erhalten, bei dem über mögliche Verbesserungen im Ort diskutiert werden soll, blickt Hagemeister voraus.

„Dabei geht es nicht nur um den Strand“, erklärt der stellvertretende Bürgermeister Klaus Bergmann (UW), „sondern beispielsweise auch um dauerhafte Sport- und Freizeitangebote.“ Hier habe man in erster Linie die Wohnungs- und Ferienwohnungsbesitzer im Blick, so Bergmann: „Schöne Unterkünfte haben wir genug — jetzt muss auch was für die Leute getan werden.“ Dazu brauche man ein geeignetes Tourismus-Konzept: „Viele Dinge haben wir schon im Kopf — die wollen wir mit möglichst vielen Beteiligten besprechen.“

Allerdings muss sich Bergmann von einer Idee zumindest vorerst verabschieden: „Einen Beach-Soccer-Platz oder ein Volleyballfeld wird es in diesem Jahr am Börgerender Strand nicht geben“, sagt Horst Hagemeister. „Denn an der eigentlich geplanten Stelle ist der Küstenabschnitt einfach zu schmal.“ Immerhin 25 mal 35 Meter benötige ein solcher Platz: „Bei uns ist der Strand gerade einmal 12

Meter breit.“ Dennoch solle das Projekt nicht komplett gekippt werden, stellt Bergmann klar: „Über mögliche Lösungen wollen wir auch im Sozialausschuss sprechen.“

Ein weiterer wichtiger Punkt auf dem Weg zum Seebad-Status: „Wir benötigen eine zweite öffentliche Strandtoilette“, sagt Klaus Bergmann — einmal mehr. Doch offenbar konnte sich die Gemeinde noch immer nicht mit der Naturschutzbehörde auf einen geeigneten Standort einigen. Immerhin stellt Christa Sürken, Inhaberin des Ferien-Camps an der Deichstraße, der Öffentlichkeit auch in diesem Jahr ein WC auf ihrem Areal zur Verfügung. „Das kann aber kein Dauerzustand sein“, weiß der Bürgermeister. „Die öffentliche Toilette wird kommen.“

Dass es am Hotel-Neubau auch viel Kritik gibt, könne er nicht verstehen, sagt Horst Hagemeister: „Das ist doch vor allem mit Blick auf die Saisonverlängerung wichtig. Das Haus bietet Wellness an, dazu neue Gaststätten — aus meiner Sicht haben sowohl Einwohner als auch Feriengäste etwas davon — und der ganz Ort profitiert.“

Gesetzliche Voraussetzungen für ein Seebad in Mecklenburg-Vorpommern

Gesetzliche Voraussetzungen für ein Seebad in Mecklenburg-Vorpommern nach Paragraph 3 des Kurortgesetzes MV sind erfüllt, wenn die Stadt oder Gemeinde an der Meeresküste liegt und die Ortsmitte nicht weiter als zwei Kilometer von der Küstenlinie entfernt ist.

Zudem sollten klimatische Eigenschaften und eine Luftqualität herrschen, die Erholungsmöglichkeiten unterstützen.

Darüber hinaus muss es im Ort mindestens eine Arztpraxis sowie einwandfreie Badewasserqualität an einem gepflegten und bewachten Badestrand geben.

Dazu kommen Strandpromenaden, vom Straßenverkehr ungestörte Parkanlagen, Strand- oder Landschaftswege sowie Möglichkeiten für Spiel und Sport.

Von Lennart Plottke

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