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Starke Wirtschaft und Internetausbau

Starke Wirtschaft und Internetausbau

Am 4. September ist in Satow Bürgermeisterwahl: OZ stellt beide Kandidaten vor – heute: Rico Joppich (CDU))

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„Die Bürger sollen entscheiden“

Rico Joppich vor dem Haus der Gemeindeverwaltung in Satow. Der 40-Jährige bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters.

Quelle: Renate Peter

Satow. Die Bürger der Gemeinde Satow sind am 4. September nicht nur zur Wahl des Landtages Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen, sondern auch zur Abstimmung über einen künftigen Bürgermeister. Zwei Kandidaten stellen sich zur Wahl: Amtsinhaber Matthias Drese (SPD) und der Nienhäger Rico Joppich (CDU).

Sie haben das Hotel Weide als Gesprächsort gewählt. Warum?

Rico Joppich: Das ist Zufall. Aber hier kann man sehr schön draußen sitzen. Wir hätten uns auch in anderen Ortsteilen treffen können. Aber das hier passt einfach.

Satow hat sich gut entwickelt. Sie möchten Bürgermeister werden. Was sind für Sie Schwerpunkte?

Joppich: Ich möchte die Wirtschaft stärken. Satow ist gut aufgestellt, hat viele größere und kleine Unternehmen. 2013 waren es noch 432. Da sind beispielsweise Quandt - Schön, die Mosterei Peters, Richter Messtechnik und verschiedene Autohäuser usw.. Dazu gehören aber auch kleine Gewerbe wie Blumengeschäft und Imkerei Freiheit. Allerdings gab es im vergangenen Jahr auch 60 Abmeldungen.

Ich möchte noch mehr Gewerbe für Satow gewinnen. Flächen dafür wären vorhanden. Und die Anbindung mit A20, den Landesstraßen 11, 10 und 13 sowie der Nähe zu Rostock ist sehr gut.

Der Internetzugang muss ausgebaut werden. Er ist in den 28 Ortschaften unterschiedlich, teilweise nicht vorhanden, doch auch dort gibt es Gewerbe. Das schnelle Internet ist für Unternehmen wichtig, erforderlich für weitere Ansiedelung. Zugleich wird die Lebensqualität unserer Bürger erhöht. Dafür will ich mich einsetzen. Es gibt eine kommunale Förderung durch die Bundesregierung für den Ausbau des Breitbandnetzes.

Sie sind viel in Satow unterwegs?

Joppich: Ja. Und da ist mir aufgefallen, dass zu wenig für die Unternehmen geworben wird. Ein Schild am Ortseingang ist vergilbt. Da müssen wir mehr machen. Warum nicht auch an der Autobahn 20 für Satower Unternehmen und insbesondere für das Gewerbegebiet werben? Im Einvernehmen mit Eigentümern der Flächen.

Und die Internetseite muss im Hinblick auf die Wirtschaft ausgebaut werden. Umliegende Kommunen haben oft nicht mehr genügend Gewerbeflächen, da können wir Flächen anbieten. Ich werde aktiv bei den Unternehmen um eine Ansiedelung werben.

Wirtschaft hat für Sie Priorität...

Joppich: Als Gemeinde kann man nur investieren, wenn es der Haushalt zulässt. Deshalb müssen wir die Investitionsfähigkeit stärken. Je mehr Gewerbe, je mehr Arbeitsplätze – und mehr finanzielle Mittel auch für den sozialen Bereich.

Was möchten Sie im sozialen Bereich anpacken?

Joppich: Die Jugend- und Sozialarbeit in der Gemeinde, die Arbeit der verschiedenen Vereine muss fortgeführt werden. Man muss schauen, wo, bei welchem Verein, vielleicht eine stärkere Förderung notwendig wäre, wenn dessen Arbeit dem Gemeinwohl dient und nachhaltig ist.

Und die Seniorenarbeit?

Joppich: Wir müssen den Seniorenbeirat aktivieren. Und ich könnte mir ein Generationshaus vorstellen. Nach dem Neubau in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße gibt es weiteren Bedarf. Die Gemeinde hat noch Flächen, die könnten für seniorengerechtes Wohnen genutzt werden. Vielleicht kann man dafür auch private Investoren finden. Gern würde ich einen Bürgerbus ins Leben rufen – als Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr. Die Gemeindefläche beträgt 119 Quadratkilometer. Dazu müsste man sich der Hilfe in der Gemeinde bedienen: zur Finanzierung, mit Ehrenamtlern und das Gewerbe mit ins Boot holen. Und Fördermittel suchen.

Was möchten sie für Kinder und Jugendliche tun?

Joppich: Mit einem Leitplan sollten die Bedürfnisse der Kinder, Jugendlichen und Senioren erfasst werden. Ich denke an Erlebnis- und Sportpfade in den Dörfern ähnlich des Pfades um den Satower See. Schautafeln könnten aufgestellt werden. In das Projekt sollte die Schule einbezogen werden.

Für junge Familien denke ich daran, das zweite Kind vorrangig in die Kita aufzunehmen, in der bereits das erste Kind betreut wird. Satow erhält ja einen Kita-Neubau. Wir sollten alle Kitas gleich behandeln. Die Reinshäger Einrichtung möchte sich beispielsweise gern vergrößern. Wichtig ist, dass alle Kitas erhaltenswert sind.

Bei allem, was ich anpacken will, ist mir Transparenz sehr wichtig.

Sie wohnen im Ostseebad Nienhagen. Warum wollen Sie Bürgermeister in Satow werden?

Joppich: Ich bin als Kind oft in Satow, am Satower See gewesen. In Rostock bin ich aufgewachsen und später nach Nienhagen gezogen. Dort habe ich gebaut und lebe mit meiner Familie. Seit 1994 bin ich bei der Polizei und seit 1996 im aktiven Dienst. Dadurch bin ich viel im Landkreis unterwegs. Und dabei habe ich Satow kennen- und schätzen gelernt. Durch meine ehrenamtliche Tätigkeit als Gemeindevertreter und 1. Stellvertetender Bürgermeister in Nienhagen habe ich gemerkt, dass ich Freude daran habe. Es liegt mir. Jetzt möchte ich das hauptamtlich machen. Mir wurde die Chance geboten und ich möchte sie ergreifen.

Würden Sie, wenn Sie gewählt werden würden, nach Satow ziehen?

Joppich: Perspektivisch ja. Meine Frau hätte dann allerdings einen längeren Weg zur Arbeit.

Zur Person

Rico Joppich ist 40 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Töchter (6 und 10).

Nach seiner Ausbildung hat er mehrere Jahre als Polizist gearbeitet. Inzwischen ist er ausgebildeter Volljurist, der Polizei aber treu geblieben. Er arbeitet im Polizeipräsidium Rostock.

Rico Joppich wohnt im Ostseebad Nienhagen und ist ehrenamtlich als Gemeindevertreter und 1. stellvertretender Bürgermeister tätig.

In einer Mitgliederversammlung am 26. Januar nominierten CDU-Mitglieder und -Unterstützer aus Satow ihn zum Bürgermeister-Kandidaten.

Interview von Renate Peter

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Die Satower Kindertagesstätte „Knirpsenland“ soll einen Ersatzneubau erhalten. Im März 2011 war bereits ein Neubau errichtet worden – verbunden mit dem alten Haus.

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