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Stefanie Drese holt Direktmandat für den Landtag

Bad Doberan Stefanie Drese holt Direktmandat für den Landtag

Die SPD-Politikerin siegt mit deutlichem Vorsprung vor Stephan Krauleidis (CDU) und Steffen Reinicke (AfD) / Wahlbeteiligung im Wahlkreis 11 liegt bei 66,8 Prozent

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Auszählung im Wahllokal 4 Regionale Schule in Bad Doberan. Zwei Urnen waren bis oben hin gefüllt.

Quelle: Anja Levien

Bad Doberan. Schon nach den ersten Auszählungen führte Stefanie Drese und behauptete den Spitzenplatz bis zum Ende für sich: Die 39-Jährige zieht mit 29,3 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis 11 (Bad Doberan, Kühlungsborn, Neubukow, Kröpelin, Gemeinde Satow, Amt Neubukow-Salzhaff, Amt Bad Doberan-Land) als Direktkandidatin in den Landtag ein. 9114 von 28408 abgegebenen Stimmen kamen auf die Sozialdemokratin. 21,0 Prozent wählten Stephan Krauleidis (CDU), gefolgt von Steffen Reinicke (AfD) mit 19,3 Prozent. Für Susanne Krone (Linke) stimmten 10,7 Prozent, dicht gefolgt von Horst Hagemeister mit 10,5 Prozent. Auf 5,0 Prozent der Stimmen kam Christine Borgwald (Bündnis 90 / Die Grünen), Hinrich Schütt (FDP) 3,0 Prozent und Andreas Unterfranz (Achtsame Demokraten – Die Hiddenseepartei) 1,2 Prozent. So das vorläufige Wahlergebnis. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,8 Prozent.

OZ-Bild

Die SPD-Politikerin siegt mit deutlichem Vorsprung vor Stephan Krauleidis (CDU) und Steffen Reinicke (AfD) / Wahlbeteiligung im Wahlkreis 11 liegt bei 66,8 Prozent

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LK ROSTOCK I      
e Wahlkreis 11      
Meiste Stimmen (Erststimme):    
Stefanie Drese (SPD)      
29,3 %      
e Zweitstimme in %   2016 2011
SPD   32,1 39,1
CDU   20,2 21,7
AfD   21,3 -
Linke   11,6 16,9
Grüne   4,5 8,9
FDP   3,0 3,2
NPD   2,1 5,2
Sonst.   5,2 5,0
e Wahlbeteiligung     66,8
Alle Wahllokale ausgezählt      

Der Wahltag im Wahllokal in der Regionalen Schule in Bad Doberan verlief laut Wahlvorsteher Norbert Sass ruhig und gelassen. Die Wähler kamen über den Tag verteilt. Auch kurz vor Schließung des Wahllokals kommen noch Bürger, um ihre Stimme abzugeben. Die Kirchenglocken läuten, 18 Uhr. Während Norbert Sass weiße Zettel mit den Parteinamen auf die Tische klebt, um die Stimmen zu sortieren, kommen die ersten Hochrechnungen. Die SPD gewinnt, die AfD wird zweitstärkste Kraft vor der CDU. Im Wahllokal bekommt das niemand mit. Die zwei Urnen werden ausgekippt, die Wahlzettel sortiert.

Während im Doberaner Wahllokal um 19 Uhr noch gezählt wird, sind bei Landeswahlleiterin Doris Petersen-Goes schon die ersten Ergebnisse für den Wahlkreis 11 eingelaufen. Nach sechs von 61 Wahlbezirken führt Stefanie Drese (SPD) bei den Erststimmen. Auch nach 39 erfassten Wahlbezirken führt sie mit 29,2 Prozent, gefolgt von Stephan Krauleidis (20,3) und Steffen Reinicke (19,4).

Einzelkandidat Horst Hagemeister liegt bei 11,6 Prozent. Der Einzug in den Landtag ist in weiter Ferne. „Dann ist das so“, sagt Horst Hagemeister. „Ich habe es versucht. Es war klar, dass ich es als Einzelkandidat schwer habe.“ Für ihn sei wichtig, dass es in Mecklenburg-Vorpommern und in der Gemeinde vorwärts gehe. Dafür setze er sich jetzt weiter als Bürgermeister von Börgerende-Rethwisch ein.

Die Stimmen für Christine Borgwald schwanken über den Abend wie der Landestrend um die 4,9 Prozent. Um den Einzug in den Landtag bangt sie genauso wie ihre Kollegen in Schwerin. „Ich hoffe, wir bleiben drin. Das ist ein krasses Ergebnis.“ Sie selbst will im Kreistag weiter gute grüne Politik machen, sagt die 32-Jährige und mit Blick auf die AfD: „Die AfD wird sich mit der Zeit selbst entzaubern.“

Stephan Krauleidis verbringt den Abend in Bad Doberan. „Ich bin über dem Landesschnitt, das ist top“, sagt er, aber dennoch: „Ich wollte gewinnen.“ Gründe, warum es nicht gereicht hat? „Gegen den bundespolitischen Trend hat man keine Chance und bei sieben Gegenkandidaten ist klar, dass Stimmen verloren gehen.“ Steffen Reinicke schaffte aus dem Stand 19,3 Prozent: „Das Ergebnis könnte besser sein, aber ich bin zufrieden. Wir wollen noch weit mehr und der Zuspruch war in der Bevölkerung zu hören.“

Stefanie Drese ist die Erleichterung über ihr Ergebnis am Telefon anzuhören. „Ich bin froh. Das war ein kräftezehrender Wahlkampf“, sagt sie. Anders als vor fünf Jahren sei sie viel mehr auf der Straße gewesen. Dennoch liegt sie mit 29,3 Prozent weit unter dem Ergebnis zur Landtagswahl 2011 (37,1). „Heute Abend überwiegt die Freude, aber klar wird es noch eine Analyse geben, in welchen Orten ich Verluste eingefahren habe.“

Anja Levien

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