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Superschnelle Datenautobahn für Ostseebad

Kühlungsborn Superschnelle Datenautobahn für Ostseebad

Stadtvertretung billigt Kooperationsvertrag mit der Deutschen Glasfaser GmbH

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Der Glasfaser-Technologie gehört die Zukunft beim Netzausbau für superschnelles Internet.

Quelle: Foto: Dpa/peter Kneffel

Kühlungsborn. Die Stadt Ostseebad Kühlungsborn und die beiden Firmen unter dem Dach der Deutschen Glasfaser GmbH – Netz-Entwicklung GmbH und Netz-Operating GmbH – werden einen Kooperationsvertrag schließen, in dem sich die Stadt verpflichtet, die beiden Telekommunikationsfirmen bei ihrem aktuellen Vorhaben im Ostseebad zu unterstützen: dem Ausbau eines Glasfaser-Kabelnetzes für superschnelles Internet. Das beschloss die Stadtvertretung mit großer Mehrheit in ihrer letzten Sitzung – in Form einer Absichtserklärung, die besagt, dass sie einem solchen Vertragsabschluss positiv gegenüberstehen würde.

Mit bis zu 500 Mbit je Sekunde sollen Nutzer auf der Datenautobahn unterwegs sein können, verspricht die Deutsche Glasfaser GmbH. Der Kooperationsvertrag betrifft solche Themen wie Wegerechte und die Unterstützung der Firma durch die Stadt bei der Erledigung bürokratischer Vorgänge.

Der Abschluss eines solchen formalen Kooperationsvertrags dürfte allerdings nicht wirklich die größte Sorge der Deutschen Glasfaser in Kühlungsborn sein. Sie will, flächendeckend übers ganze Stadtgebiet, ihr superschnelles Netz ausbauen, wenn 40 Prozent der Haushalte zu einem Anschlussvertrag bereit wären. Seit April läuft dazu eine massive Werbekampagne mit Hochglanzbroschüren und Info-Schreiben, die Kühlungsborner immer wieder in ihren Briefkästen finden.

Doch die Kühlungsborner sind skeptisch. Denn die Vertragsangebote der Deutschen Glasfaser sind nicht eben ein Schnäppchen. „Zu teuer im Vergleich mit anderen Anbietern“, ist in den Wohngebieten immer wieder zu hören. Und außerdem würden auch andere Anbieter, wie die Deutsche Telekom, technisch aufrüsten und die Leitungen schneller machen.

Von ihrem Ziel, 40 Prozent der Haushalte als Vertragskunden zu gewinnen, sei die Glasfaser-Firma noch weit entfernt, informierte Kühlungsborns stellvertretender Bürgermeister Dirk Lahser in der Stadtvertreter-Sitzung. Der Stand der Vertragsabschlüsse liege nach seinen Informationen derzeit bei etwa sechs Prozent.

Bürgermeister Rainer Karl ist bekennender Fan der Glasfaser-Technologie. „Das ist die Technologie, der Zukunft. Das Potenzial, bestehende Kupferleitungen schneller zu machen, wird sehr schnell ausgereizt sein. Mir ist egal, welche Firma in Kühlungsborn die Glasfaserleitungen baut – aber wir werden sie brauchen“, erklärte er. Und fügte hinzu: „Man kann auf der Datenautobahn mit dem Mercedes unterwegs sein – oder eben Trabi fahren.“

Lutz Werner

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