Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Viel erreicht und noch viele Ideen

Viel erreicht und noch viele Ideen

Am 4. September ist in Satow Bürgermeisterwahl. OZ stellt beide Kandidaten vor – heute: Matthias Drese (SPD)

Voriger Artikel
Matthias Drese möchte Bürgermeister bleiben
Nächster Artikel
Schöne Villa Baltic verfällt immer mehr

Matthias Drese am Satower See, direkt gegenüber der Gemeindeverwaltung.

Quelle: Renate Peter

terview von Renate Peter

Satow Die Bürger der Gemeinde Satow sind am 4. September nicht nur zur Wahl des Landtages Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen, sondern auch zur Abstimmung über einen künftigen Bürgermeister. Zwei Kandidaten stellen sich zur Wahl: Amtsinhaber Matthias Drese (SPD) und Rico Joppich aus dem Ostseebad Nienhagen (CDU).

Satow hat sich gut entwickelt. Sie möchten Bürgermeister bleiben?

Matthias Drese: Ja, ich möchte dieses Amt gern weiter ausüben. Wir haben in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen viel geschafft.

Nennen Sie doch einige Beispiele.

Drese: Die Kita in Satow erhielt einen Neubau, ebenso die Grundschule. Das Haus für barrierefreies Wohnen ist fertig. In Bölkow konnten wir durch das Bodenordnungsverfahren viel in Angriff nehmen – neben der Entwässerung sind Gehweg und Buswendeschleife gebaut worden. Die Erneuerung der Waldbühne in Radegast, die Sanierung des Sportplatzes mit Flutlichtanlage und der Anbau der Sporthalle in Reinshagen gehören zur Bilanz. In Heiligenhagen sind der erste und zweite Bauabschnitt für die Vorflutleitungen fertig, jetzt beginnt der dritte. Damit bekommen wir nach dem Starkregen 2011 die Entwässerung dort in den Griff.

In jedem Ortsteil haben wir einen Spielplatz gebaut oder erneuert. Nicht zu vergessen unsere Kirchruine, die saniert wurde. Wir haben eine Badestelle am Satower See errichtet. Straßen wurden ausgebaut. Wir haben das Gewerbegebiet Satow weiter entwickelt, zwei neue Unternehmen siedelten sich dort an. Wenn wir an der Infrastruktur weiterarbeiten, ziehen auch neue Leute zu uns.

Die brauchen Wohnungen...

Drese: Es sind neue Wohngebiete entstanden, beispielsweise das an der Kröpeliner Straße oder auch in Klein Bölkow. Endlich können wir auch den B-Plan Nr. 6 umsetzen und hinter der Satower Kita jungen Familien Grundstücke anbieten.

Das Wichtigste aber ist unser Flächennutzungsplan, der jetzt in der letzten Auslegung ist. Danach können wir entsprechende Wohngebiete ausweisen. Aber auch beispielsweise ein Gewerbegebiet in Groß

Bölkow. Wir halten engen Kontakt zur Wirtschaftsförderung Landkreis Rostock GmbH. Dort fragen Unternehmen nach, wenn sie sich ansiedeln möchten. Und wir möchten Flächen anbieten. Wir liegen verkehrsgünstig. Wer hat schon zwei Autobahnanbindungen.

Junge Familien brauchen Kita-Plätze. Sind genügend vorhanden?

Drese: Die Kindertagesstätten sind gut ausgelastet. Deshalb errichten wir in Satow einen Ersatzneubau.

Damit kommen 45 Kindergarten- und 36 Krippenplätze dazu. In Hanstorf haben wir gerade an der Kita einen Anbau und eine neue Treppe errichtet. Und in Hohen Luckow planen wir den Umbau des Hauses der Generationen zu einer Kita. Derzeit werden die Kinder in einem Anbau der seit Jahren leer stehenden Schule betreut.

Und nach der Kita gehen die Kinder in eine moderne Satower Schule. Ist dort auch etwas geplant?

Drese: 2011 wurde die Grundschule neu errichtet. Wenn unsere Satower Kita fertig ist, müssen wir die Schule in Angriff nehmen. Der Schulstandort ist anerkannt. Aber wenn neue Wohngebiete entstehen, müssen wir darüber nachdenken, den Schul-Campus zu vervollständigen. Die Kinderzahlen steigen, die Räume werden knapp.

Es gibt nicht nur junge Leute in der Gemeinde. Was wird für die Senioren getan?

Drese: Das barrierefreie Wohnen in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße soll nicht das letzte sein. Gespräche mit möglichen Investoren laufen bereits. Die Seniorenarbeit ist sehr vielfältig – Volkssolidarität, Rentnergruppen, die Dienstagsfrauen... Die Gruppen treffen sich regelmäßig, sie sind sehr aktiv und freuen sich, sich zu treffen und auszutauschen. Das haben wir den vielen Ehrenamtlern zu verdanken. Sie sind eine große Unterstützung und unbezahlbar für die Gemeinde. Wenn ich allein an die vielen Vereine denke: Sport- und Reitvereine, Lebendige Steine, Satower Karnevalsverein, Seniorenverbände, Angelverein, Rassekaninchenzucht-, Rassegeflügel-, Exotenzuchtverein, Radegaster Förderverein, Heimatverein, Arbeitsgruppe Historie, die Landfrauen, der Flotte Kreis, Satower Land, die Jagdverbände – man kann gar nicht alle aufzählen. Die Gemeinde unterstützt sie mit Zuwendungen. Ich bin froh, dass das die Ortsteilvertretungen direkt vor Ort entscheiden.

Sie wissen am besten, wo was nötig ist.

Auf keinen Fall möchte ich die Feuerwehr vergessen. Die Ortswehren sind immer ansprechbar, immer zur Hilfe bereit. Sie sind wichtig für technische Hilfeleistungen und die Brandbekämpfung.

In der Gemeinde finden jährlich Dorffeste statt. Satow ist sehr gesellig?

Drese: Ja. Und wir sind zweifacher Weltmeister! 2010 kamen wir beim Sommerfest mit dem längsten Tresen und 2011 mit der höchsten Pyramide aus Getränkekisten ins Guinness-Buch der Rekorde.

Seit 2010 hat sich zum Sommerfest ein Wettkampf der Ortsteile etabliert. Alle Ortsteile organisieren außerdem ihre eigenen Feste. Das ist schön für den Ort selbst.

Die Gemeinde hat sechs Ortsteile?

Drese: Ja, mit insgesamt 27 Dörfern.

Sie möchten nun für weitere sieben Jahre Bürgermeister werden?

Drese: Ja, das würde ich gerne. Ich möchte das Angefangene zu Ende bringen. Und Ideen habe ich noch genug.

Zur Person

Matthias Drese ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder – die Zwillinge sind elf Jahre.

Er wohnt mit seiner Familie im Satower Ortsteil Hanstorf.

Er ist studierter Jurist , hatte vor seiner Tätigkeit als hauptamtlicher Bürgermeister bis 2009 als Anwalt in Bad Doberan gearbeitet.

Matthias Drese ist in Thüringen geboren und aufgewachsen.

Der SPD-Ortsverein Satow hatte Matthias Drese im März einstimmig als Bürgermeisterkandidaten nominiert.

In

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stefanie Drese (SPD) hat geholfen, dass die Pfarrscheune in Parkentin Fördermittel bekommt.

Stefanie Drese ist Direktkandidatin im Wahlkreis 11 für die SPD / Die 39-Jährige möchte den wirtschaftlichen Aufschwung nutzen und das Radwegenetz ausbauen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Politik
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.