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Wendeschleife: Es geht mühsam voran

Rethwisch Wendeschleife: Es geht mühsam voran

Das Ein- und Aussteigen an der Conventer Schule soll sicherer werden / Viele Kompromisse

Rethwisch. Der Bau einer neuen Buswendeschleife an der Rethwischer Schulstraße drohte schon zur unendlichen Geschichte zu werden. Doch jetzt haben die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht für den Entwurf eines Bebauungsplans gegeben – wenn auch mit deutlich hörbarem Zähneknirschen. „Wir diskutieren darüber schon seit fast zwei Jahren“, sagte Bürgermeister Horst Hagemeister (parteilos). „Das dauert alles sehr lange – die Leute werden ungeduldig.“

 

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„„An der Schleife gibt es jetzt eine gemeinsame Ein- und Ausfahrt – mit der Konsequenz, dass sich der Innenbereich weiter verkleinert.“Reinhard Böhm Stadtplaner

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Mehr Sicherheit

Die neue Buswendeschleife wird rechts neben der Turnhalle mit drei neuen Haltestellen und einer behindertengerechten Wartefläche an den Ein- und Ausstiegen samt Überdachung geplant.

Dazu kommen Geländer, mit denen der Weg von der Haltestelle zum Fußgängerüberweg geordnet werden soll, sowie neue Parkflächen im Innenbereich.

Was aus seiner Sicht noch schwerer wiegt: „Man muss sich die Situation vor der Schule nur mal jeden Morgen angucken – die Sicherheit der Kinder ist doch kaum mehr zu gewährleisten.“ Das Problem bisher: die parkenden Autos der Eltern, die ihre Kinder zur Schule und in die Kita bringen und von dort wieder abholen. „Sowohl der ruhende als auch der laufende Verkehr stellt schon eine große Gefahrenquelle dar“, meinte Hagemeister. „Das wollen wir mit der neuen Buswendeschleife entschärfen.“ Doch im Zuge der Planungen hatten sich immer wieder neue Unwägbarkeiten ergeben.

Viele Hindernisse auf dem Weg zum Bebauungsplan

Zuletzt hatte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit der Aussage überrascht, dass die Schleife eigentlich auf der falschen Seite geplant worden sei. „Dabei laufen die Kinder sowieso von der Schule über die Straße, um etwa zur Turnhalle zu kommen“, machte Hagemeister deutlich. „Abgesehen davon, dass wir auf der anderen Straßenseite als Gemeinde überhaupt kein Land haben.“

Immerhin konnten sich alle Beteiligten jetzt auf einen tragfähigen Entwurf mit einer Wendeschleife rechts neben der Halle einigen – allerdings mit einigen grundlegenden Änderungen. „Ursprünglich hatten wir eine getrennte Ein- und Ausfahrt vorgesehen“, sagte Planer Reinhard Böhm. „Aber letztlich lag die Einfahrt zu dicht am benachbarten Grundstück, und bei der Ausfahrt hätten die Busse teilweise die Gegenfahrbahn blockiert.“ Deshalb gebe es jetzt eine gemeinsame Ein- und Ausfahrt, so Böhm – mit der Konsequenz, dass sich der Innenbereich weiter verkleinere.

„Eigentlich sollte es nach dem Neubau doch mehr Parkplätze geben“, merkte Gemeindevertreter Helfried Roubicek an. „Jetzt werden es durch die baulichen Zwänge sogar weniger.“ Zudem sei noch gar nicht wirklich klar, ob die Busse am Ende nicht doch die Gegenfahrbahn blockieren werden, so Roubicek. Das beauftragte Ingenieurbüro Voss und Muderack habe ihm versichert, dass es mit Blick auf den Schwenkbereich keine Probleme geben werde, machte Reinhard Böhm deutlich. Was darüber hinaus für Gesprächsstoff sorgte: „Wir ragen in Teile des Landschaftsschutzgebietes Kühlung hinein“, erklärte Planer Böhm. „Deshalb müssen wir entsprechende Ausgleichsmaßnahmen treffen.“ So wolle man auf einer Wiese in Neu Rethwisch ein „Wasserloch“ zu einem See entwickeln, indem ein Teil des Grundstücks von der landwirtschaftlichen Nutzung abgegrenzt werde, so Böhm.

Kritik am Verein zum Erhalt des Landschaftsschutzgebietes

Kleiner Beigeschmack: Obwohl in das Landschaftsschutzgebiet eingegriffen wird und dieser Punkt auch öffentlich behandelt wurde, war bei der jüngsten Sitzung kein Mitglied des gemeinnützigen Vereins zur Erhaltung des LSG Kühlung vor Ort. „Das ist schon befremdlich“, meinte denn auch Rethwischs stellvertretender Bürgermeister Klaus Bergmann. „Da muss man sich schon fragen, ob es den Leuten tatsächlich um gemeindliches oder doch eher nur um privates Interesse geht.“

Trotz aller Schwierigkeiten – die neue Buswendeschleife werde sich vor allem für die Schüler rentieren, ist Horst Hagemeister überzeugt: „Künftig können drei Busse hintereinander stehen, die Kinder können geordnet ein- und aussteigen, und es wird im Wartebereich eine Überdachung für Schlechtwettertage geben.“

Der neue Plan würde allen Wünschen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr entsprechen, meinte Rethwischs Bürgermeister: „Deshalb hoffe ich, dass es mit Blick auf die notwendigen Genehmigungen und auch mögliche Fördermittel relativ schnell geht – denn weitere Verzögerungen will ich nicht mehr verantworten.“

Lennart Plottke

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