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Wo geht’s Senioren am besten?

Bad Doberan/Sanitz/Broderstorf Wo geht’s Senioren am besten?

Bad Doberan, Bentwisch, Broderstorf und Sanitz bewerben sich um den Titel „Seniorenfreundliche Kommune“ / Ministerin zeichnet Sieger am Donnerstag aus

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Der Spielplatz in der Kloster- anlage hat bereits Eindruck gemacht. Einige Geräte sind auch für Erwachsene gedacht.

Quelle: Foto: Lennart Plottke

Bad Doberan/Sanitz/Broderstorf. Zum vierten Mal nun schon suchen das Landessozialministerium und der Landesseniorenbeirat die seniorenfreundlichste Kommune Mecklenburg-Vorpommerns. Und zum ersten Mal bewirbt sich um diesen Titel auch die Münsterstadt Bad Doberan. „In Sachen Seniorenfreundlichkeit sind wir schon ein ganz schönes Stück vorangekommen. Das können wir auch zeigen“, sagt Doberans stellvertretender Bürgermeister Norbert Sass.

 

OZ-Bild

Wir haben gute Chancen auf einen vorderen Platz.Norbert Sass stellvertretender Bürgermeister Bad Doberan

Tatsächlich kann sich die Münsterstadt berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen. Denn in einer Erstbewertung hat die Jury Doberan für so gut befunden, dass sich eine Kommission im Ort umschaute – und das passiert nur bei potentiellen Preisträgern, wie das Landessozialministerium mitteilt. „Besonders die Spielgeräte für Kinder und Erwachsene in der Klosteranlage kamen bei der Kommission gut an“, sagt Sass. Auch Ältere können dort klettern, hangeln und balancieren. „Der Bereich wird gut angenommen und könnte noch erweitert werden“, sagt Sass.

Auch, dass die Senioren über einen Beirat in ständigem Austausch mit der Doberaner Stadtverwaltung stünden, sei positiv angekommen. Auf diese Weise würden ihre Wünsche und Sorgen bei Bauvorhaben berücksichtigt. „Bei der Gestaltung von Straßen, Gehwegen, Fußgängerüberwegen oder der Beleuchtung rücken die Belange von Senioren und Menschen mit Handicap immer mehr in den Vordergrund“, sagt Sass.

So habe der Seniorenbeirat etwa bei den Kamp-Planungen einen weiteren Mehrgenerationenspielplatz ins Gespräch gebracht. Und dieser könnte durch das mögliche Preisgeld mitfinanziert werden.

Es gibt drei Kategorien

Insgesamt gibt es bei dem Wettbewerb drei Kategorien, die nach Ortsgröße sortiert sind: bis 2000, 2000 bis 8000 und mehr als 8000 Einwohner. Die Sieger erhalten jeweils 2000 Euro, die Zweitplatzierten jeweils 1000 Euro und die Drittplatzierten jeweils 500 Euro. Zudem wird ein Innovationspreis in Höhe von 1000 Euro vergeben.

Vom Titel träumt auch Sanitz. „Nach einem zweiten Platz bei unserer letzten Teilnahme wollen wir diesmal erster Sieger werden“, sagt Bürgermeister Joachim Hünecke. Für ihn ist der Wettbewerb auch eine Inspiration. „Es ist hilfreich, mal zu sehen, wo wir stehen und was andere so machen.“

Zu den treibenden Kräften gehört in Sanitz Seniorenbeiratsmitglied Barbara Kirchhainer. Sie berichtet, dass Seniorenwohnungen in der Gemeinde nicht an den Rand, sondern in den Hauptort kämen. „Denn dort sind die Wege zu Arzt, Apotheke und zum Einkaufen kurz“. Sanitz habe 52 Vereine – und in jedem Ortsteil gebe es dadurch ein Angebot für Senioren, berichtet die Ehrenamtlerin. Auch seien die Einkaufszentren gut aufgestellt. „In jedem gibt es Sitzecken. Und bei einem Anruf werden die Senioren an zwei Tagen pro Woche abgeholt. Sie können dann für zwei Stunden einkaufen gehen“, so Kirchhainer. Das sei wichtig. „Dann haben sie auch Zeit, sich hinzusetzen und Kaffee zu trinken. Einige haben ja sehr wenig Kontakt zu anderen. Hier haben sie dann das Gefühl, dazwischen zu sitzen.“

20 Gemeinden sind dabei

Auch die Broderstorfer haben schon mehrmals beim Wettbewerb mitgemacht. „Für uns ist es Ansporn, gemeinsam mit Vereinen und Trägern neue Konzepte zu erarbeiten“, sagt Bürgermeister Hanns Lange. Die Platzierung spiele für ihn jedoch keine Rolle, entscheidend seien die Ergebnisse im Ort. „Wichtig ist, dass sich die Betreuung und Unterstützung älterer Bürger verbessert“, so Lange. Aus Sicht von Seniorenbeiratschefin Monika Schumacher hat sich hier schon viel getan. Es würden inzwischen Busfahrten zu Schlössern, Gutshäusern oder Mühlen organisiert. Auch gebe es Lesungen und Vorträge zu Themen wie Gesundheit, Sicherheit fürs Haus oder den Schutz vor Telefonabzocke. „Es nutzen immer mehr Senioren unsere Angebote, was uns in unserer Arbeit bestätigt“, sagt Schumacher.

Ein weiterer heißer Kandidat auf den Titel ist die Gemeinde Bentwisch. Sie will mit den Angeboten in ihrem Börgerhus und Bürgergarten punkten. Ob es klappt? Spätestens am Donnerstag gibt es die Antwort. Dann wird Landessozialministerin Stefanie Drese (SPD) die Gewinner in Schwerin auszeichnen. Insgesamt haben sich 20 Gemeinden beworben.

André Wornowski

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