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Rebus-Fahrer steigen in Pütnitz in die Eisen

Pütnitz Rebus-Fahrer steigen in Pütnitz in die Eisen

Sicherheitstraining auf dem Flugplatz: Zum ersten Mal konnten die Übungen in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden

Pütnitz. Kurz vor zwölf — der Geruch von Diesel und verschmortem Gummi schwängert die Luft über dem Flugplatz Pütnitz. Seit Stunden radieren breite Reifen dunkle Streifen auf den Beton, winden sich massige Busse im rasanten Slalom um leichte Pylonen, spuckt die Pumpe der Feuerwehrfahrzeuge aus dem Technikmuseum Wasser.

Zischend schließen sich die Türen, die Bremsen schnaufen, einige hundert PS beschleunigen den Koloss bis er scharf fauchend auf dem Wasserteppich bremst — Bus und Pylonen stehen sich unversehrt gegenüber. „Das ist schon spannend“, meinen Nico Styp von Rekowski, Rene Nozinsky und sein Sohn Tony an den Spritzenwagen des Technikmuseums. „Eine Vollbremsung auf nasser Straße bei 50

Stundenkilomtern, das kann einem jeden Tag passieren“, erklärt Masch Lanka aus Kühlungsborn.

Der 45-jährige hat Lkw gelenkt bevor er vor zwei Jahren Busfahrer wurde und ist einer von rund 70 Kollegen aus dem Raum Güstrow, Bad Doberan, Rostock und Teterow, die am Wochenende zur Fahrsicherheitsschulung nach Ribnitz-Damgarten gekommen waren, wo sie das Verhalten bei technischen Problemen und in kritischen Verkehrssituationen übten. Bisher ging das nur außerhalb von Mecklenburg-Vorpommern, so Antje Tews von der Rebus Regionalbus Rostock, zuständig für den öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis Rostock sowie für den Stadtverkehr Güstrow, Bützow und Bad Doberan.

Nun warteten in Pütnitz verschiedene Busse darauf, von den Fahrern durch einen anspruchsvollen Parcours gelenkt zu werden. Thomas Denecke (59) aus Güstrow gehört zu den erfahrenen Teilnehmern, seit 30 Jahren steuert er Busse durch den Verkehr. Vor ihm liegt die breite Betonpiste, hinter ihm sitzen neun gut gelaunte Kollegen, neben ihm wartet der Transporter, mit dem er um die Wette bremst — ein unangenehmes Geräusch. „Das kribbelt ganz schön, aber der Bus bricht nicht aus“, konstatiert Denecke. Das „Küken“ zumindest was die Lizenz zum Busfahren betrifft, ist Magdalena Legierski (42), eine der beiden Frauen in der Gruppe. Seit Januar 2016 fährt sie zwischen Rostock und Rerik, Neubukow und Kröpelin. Beim Slalom um die Pylonen ging sie gnädig mit ihren Fahrgästen um, das TV-Team sollte eine faire Chance auf Bilder und eine unversehrte Kamera bekommen. Jetzt aber kommt es auch auf schnelle Reaktion an. Sie weiß, dass der Transporter, der zügig neben ihr fährt, irgendwann eine Vollbremsung machen wird. „Wenn der Bus nicht parallel zum Stehen kommt, würde es im Straßenverkehr krachen“, erklärt Anja Tews. Rebus-Geschäftsführerin Simone Zabel ergänzt Zahlen: „Unter den 160 im vergangenen Jahr gemeldeten waren 50 Verkehrsunfälle mit Blechschäden, in neun Fällen waren auch Personen betroffen“.

Von Susanne Retzlaff

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