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Rostocker Spezialisten retten Urlauberin das Leben Rostocker Herzzentrum ist bis nach Griechenland vernetzt

Rostock/Athen Rostocker Spezialisten retten Urlauberin das Leben Rostocker Herzzentrum ist bis nach Griechenland vernetzt

Zu einer Reise ohne Wiederkehr wäre der Griechenland-Urlaub für Rita Preißler beinahe geworden.

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Gerettet: Rita Preißler mit den Ärzten Prof. Hüseyin Ince (v.l.), Dr. András Hoffman und Dr. Alper Öner.

Quelle: Foto: Unimedizin

Rostock/Athen. Zu einer Reise ohne Wiederkehr wäre der Griechenland-Urlaub für Rita Preißler beinahe geworden. Die 52-jährige Rostockerin erlitt bei ihrem Aufenthalt auf der Insel Kos nämlich einen plötzlichen Riss in der Aortenwand im Herzen. Ihr Leben hing buchstäblich am seidenen Faden.

Innerhalb von nur 48 Stunden wäre sie gestorben, wenn sie nicht umgehend die richtige medizinische Versorgung bekommen hätte – in Griechenland gab es sie allerdings nicht. Erst die Spezialisten des Herzzentrums der Unimedizin Rostock konnten in einer risikoreichen Operation Preißlers Leben retten. Der Weg bis zum Eingriff aber war steinig.

Als Rita Preißler im Mai mit ihrem Mann am Frühstückstisch ihres Hotels plötzlich einen stechenden Schmerz in der Brust verspürte, wusste sie gleich: Das ist nicht normal. „Das war ein Schmerz, den man sich nicht vorstellen kann“, sagt sie. Sie brach in Panik aus.

Die Angestellten des Hotels riefen den Rettungswagen. Der fuhr sie ins nächstgelegene Krankenhaus. „Die Ärzte haben gleich den Ernst der Lage erfasst, aber auch festgestellt, dass sie mir nicht helfen können“, erinnert sich die 52-Jährige. Das sei ein schlimmer Schlag gewesen.

Über Hamburg nach Rostock

Erst in einer Athener Klinik sollte Preißler weiterbehandelt werden. „Mit einem Militärhubschrauber wurde ich dorthin geflogen.“ Aber auch dort war ungewiss, ob die Ärzte der deutschen Touristin helfen könnten. Zum Glück hatten die griechischen Mediziner vom ausgezeichneten Ruf des Rostocker Herzzentrums gehört, das in der Aorten-Behandlung führend ist. Schnell war der Kontakt zu den Ärzten an der Ostseeküste hergestellt, ein Flieger brachte die Kranke über Hamburg schließlich nach Rostock. „Das zeigt, wie gut wir international vernetzt sind“, sagt Prof. Dr. Hüseyin Ince, Chef der Kardiologie und Sprecher des universitären Herzzentrums Rostock, zur Zusammenarbeit mit den griechischen Ärzten.

Ein Team aus Herzchirurgen, Kardiologen und Kardioanästhesisten stand sofort bereit, um die eingeflogene Patientin in einer Not-Operation zu behandeln – mit Erfolg.„Obwohl der Aorten-Eingriff mit hohem Risiko verbunden ist, hat die Patientin überlebt. Ganz ohne Komplikationen“, sagt Dr. András Hoffman, Leiter der Aortenchirurgie, der Rita Preißler operiert hat. Unterstützt wurde er vom Kardiologen Dr. Alper Öner, der von der schnellen Genesung der Patientin überrascht ist: „Einen Tag später brauchte sie keine Kreislaufunterstützung mehr, zwei Tage nach der Operation konnte sie schon wieder lachen“, erzählt er erleichtert.

Mittlerweile hat sich Rita Preißler vom Eingriff erholt. Noch heute ist sie voll Freude, dass sie den Aortenwand-Riss überlebt hat: „Das habe ich allein den Rostocker Ärzten zu verdanken. Wegen ihrer Arbeit kann ich einen zweiten Geburtstag feiern.“ Rückblickend weiß sie, dass sie in Griechenland mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überlebt hätte.

OZ

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