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Rostocks Wasserpreise bleiben stabil

Rostock Rostocks Wasserpreise bleiben stabil

Weil die Einwohnerzahl steigt, steigen auch die Erlöse aus dem Wasserverkauf

Rostock. . Keine Mehrkosten für rund 260000 Verbraucher in Rostock und Umgebung: Die Trinkwasserpreise und Abwassergebühren bleiben 2017 im dritten Jahr in Folge stabil. Das haben der Warnow-Wasser- und Abwasserverband (WWAV) und die Eurawasser GmbH gestern bekanntgegeben. „Möglich wurde dies vor allem durch die anhaltend positive Entwicklung des Wasserverkaufes in Rostock und im Rostocker Umland“, sagt WWAV-Geschäftsführerin Katja Gödke. Gleichzeitig sollen im Jahr 2017 rund 14 Millionen Euro in notwendige Investitionen und Sanierungen fließen.

Grund für den gestiegenen Wasserverkauf sei ein leichter Einwohnerzuwachs. „Das kommt direkt bei uns an“, sagt Katja Gödke. Im vergangenen Jahr seien 12,9 Millionen Kubikmeter Trinkwasser verkauft worden. „Das ist ein bisschen mehr als 2014. Für 2016 erwarten wir eine ähnliche Entwicklung.“ Dabei liegen die Rostocker beim Wasserverbauch 25 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Während ein Hansestädter rund 92 Liter Trinkwasser pro Tag benötigt, sind es deutschlandweit 121 Liter.

Den gestiegenen Einnahmen stehen jedoch auch höhere Kosten gegenüber, sagt Gödke. Insgesamt liege der Jahresumsatz von WWAV und Eurawasser zusammen bei rund 70 Millionen Euro. Neben den Haushalten werden auch Industrie- und Gewerbekunden versorgt. Dem WWAV gehören die Hansestadt Rostock und 29 Gemeinden im nordöstlichen Teil des Landkreises an. Das Trinkwasser kostet einschließlich Umsatzsteuer auch weiterhin 1,83 Euro pro Kubikmeter. Die Gebühr für die Schmutzwasserbeseitigung beträgt unverändert 2,86 Euro pro Kubikmeter und für die Regenwasserableitung 0,30 Euro pro Quadratmeter. Gleich bleiben auch die Grundpreise und Grundgebühren. Die Entleerung der privaten Kleinkläranlagen kostet weiterhin 35,76 Euro pro Kubikmeter Schlamm und für die Entleerung der abflusslosen Gruben werden unverändert 7,37 Euro je Kubikmeter fällig. Einmalige Anschlussbeiträge werden nicht erhoben. Bei den Investitionen und Sanierungen spricht Eurawasser-Geschäftsführer Robert Ristow von einem ambitionierten Programm. „Es wird eine riesige Herausforderung, das in einem Jahr zu schaffen. Das Wetter muss mitspielen und die Baufirmen auch“, sagt Ristow. Zumal noch nicht abgeschlossene Vorhaben aus dem Jahr 2016 weitergeführt werden müssen. Darunter die Sanierung der Seestraße in Warnemünde und der Abwasserdruckleitung im Patriotischen Weg. Rostocker und Pendler müssen sich daher auch im Jahr 2017 auf gesperrte Straßen und Parkplätze einrichten. Die Vorhaben seien unumgänglich. „Wir haben Kanäle, die sind teilweise mehr als 100 Jahre alt“, sagt Ristow. Wie die Anlagen in der Ernst-Barlach-Straße. Diese sollen im kommenden Jahr für 1,8 Millionen Euro saniert werden. Ähnlich viel kosten soll die Erneuerung in der Hamburger Straße von der Türmchenschule bis Kuphalstraße. Auch werde der Ausbau von Entwässerungsleitachsen vorangetrieben. „Um dem immer größer werdenden Ableitungsbedarf durch innerstädtische Bauverdichtung und Versiegelung gerecht werden zu können, müssen wir jetzt die Zeitfenster nutzen und unsere Kanäle bei anstehenden Sanierungen optimal auslegen“, sagt Ristow. Im Gebiet des Zweckverbandes Wasser Abwasser Rostock-Land liegt der Fokus 2017 auf der Sanierung von Trinkwasserleitungen in Graal-Müritz, Sanitz Kritzmow und Sievershagen. Zudem soll das Wasserwerk Eickhof durch den Neubau einer Verbindungsleitung nach Cammin abgelöst werden.

André Wornowski

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