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Rückzug der VR-Bank: Kunden sind empört

Satow Rückzug der VR-Bank: Kunden sind empört

Die Schließung der Filialen in Satow und Kröpelin wird mit Unverständnis aufgenommen / Bürgermeister bedauern Verlust

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„Ich bin Kunde. Die Filiale muss in Satow bleiben! Ich mache kein Online-Banking und bin auf die Bank vor Ort angewiesen. Steffen Lentz (48), aus Klein Belitz

Satow. Nachdem sich andere Geldinstitute bereits aus der Fläche zurückgezogen haben, folgt nun auch die Volks- und Raiffeisenbank (VR) diesem Beispiel. In Satow wird es für Kunden der VR-Bank in wenigen Monaten keine Möglichkeit mehr geben, Geldgeschäfte vor Ort zu machen. Die Filiale in der Hauptstraße wird schließen, auch der Bankautomat wird abgebaut.

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Die Schließung der Filialen in Satow und Kröpelin wird mit Unverständnis aufgenommen / Bürgermeister bedauern Verlust

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Gabriele Krützmann aus Radegast ist enttäuscht. „Ich bin Kunde bei der Bank und wüsste noch nicht mal, wo die nächste ist“, sagt die 56-Jährige. Es sei sehr schade, dass so viele Banken auf dem Land ihre Filialen schließen. Und auch Steffen Lentz aus Klein Belitz kann die Schließung nicht verstehen. „Die Filiale muss bleiben. Wo können wir sonst Bargeld abheben und die Bankgeschäfte erledigen“, fragt er. Er wolle keine 20 Kilometer in die nächste Geschäftsstelle fahren und mache auch kein Online-Banking. „Ich bin auf die Filiale angewiesen.“ Wechseln käme nicht in Frage wegen der hohen Gebühren bei anderen Banken.

Entgegen dem Trend hat die Ostseesparkasse in Satow neu gebaut und eine Geschäftsstelle eingerichtet. „Dann gibt es hier nur noch die Ospa und die Postbank“, stellt Detlef Brümmer, stellvertretender Bürgermeister von Satow, fest. „Wenn die VR-Bankfiliale wirklich schließt, ist es schlimm.“ Es sei ein Teilverlust von Lebensqualität in dem Ort. „Ich bedauere das sehr.“

In Kröpelin ist der amtierende Bürgermeister, Rüdiger Kropp, ebenso überrascht über die Schließung der Filiale in seiner Stadt: „Das ist ein Verlust für die gesamte Infrastruktur“, bringt er auf den Punkt. Menschen aus den Ortsteilen müssen dann weite Wege in Kauf nehmen, um zu ihrer Bank zu gelangen. Die VR-Bank sei „schon immer und ewig“ in Kröpelin gewesen, der Service war immer topp.

Hildegard Biblow kann nicht verstehen, dass die Bank sich zurückzieht. „Die Banken müssen doch einsehen, dass auf dem Land auch Kunden leben und ihre Bankgeschäfte vor Ort erledigen wollen.“

Besonders Älteren können weite Wege nicht zugemutet werden.

In der Region profitiert einzig Bad Doberan von der Neustrukturierung. Hier soll die Geschäftsstelle zum Regionalzentrum ausgebaut und das Personal verdoppelt werden, kündigte das Unternehmen an.

kas

OZ

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