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Schule verbannt Schokoriegel aus der Brotdose

Satow Schule verbannt Schokoriegel aus der Brotdose

Zum dritten Mal nimmt die Grundschule in Satow an der Initiative „Gesundes Pausenbrot“ teil / Viele Kinder ernähren sich ungesund

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Joelina, Aliisa, Patricia, Emily und Victoria (v.l.) zeigen die leckeren Snacks, die sie an ihre Klassenkameraden verteilen.

Quelle: Fotos: Katarina Sass

Satow. Nutellabrot, Schokolade oder gar nichts: Manche Grundschüler in der Schule am See in Satow bringen zum Frühstück nur Ungesundes mit oder müssen ihre Brotdose selbst bestücken. Das beobachtet Schulleiterin Heike Walter seit Jahren. Zum dritten Mal hat sie sich deshalb für die Initiative „Gesundes Pausenbrot“ beworben.

 

OZ-Bild

In meiner Brotdose habe ich eine Stulle, in einer anderen Obst und Gemüse und was zum Naschen.“Josy Peters (11), Kröpelin

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Mir reicht ein Brot mit Wurst drauf und ein Apfel oder Trauben. Mutti macht die Brotdose fertig.“Kevin Schmidt (11), Altenhagen

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Meine Mutter macht mir immer eine Stulle mit Salami, und ich nehme eine Flasche Wasser mit.“Katharina Rose (11), Kröpelin

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Mir reicht ein Brot mit Wurst drauf und ein Apfel oder Trauben. Mutti macht die Brotdose fertig.“Kevin Schmidt (11), Altenhagen

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In meiner Brotdose habe ich eine Stulle, in einer anderen Obst und Gemüse und was zum Naschen.“Josy Peters (11), Kröpelin

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Meine Mutter macht mir immer eine Stulle mit Salami, und ich nehme eine Flasche Wasser mit.“Katharina Rose (11), Kröpelin

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Am Dienstag haben Schüler der fünften Klasse Gurken geschält, Kohlrabi in Scheiben geschnitten, Brote geschmiert und Dips angerührt. „Es ist eine tolle und einfache Aktion, mit der Kinder lernen, sich gesünder zu ernähren“, erklärt Direktorin Heike Walter und fragt in die Runde: „Wozu ist das wichtig?“ Patricia Kempfert (10) weiß die Antwort: „Das gibt Energie, und die braucht man zum Nachdenken.“ Süßigkeiten und Ungesundes kommen ihr und den Klassenkameraden deshalb gar nicht erst in die Tüte beziehungsweise die Brotdose. „Ich habe immer Brot mit Salami mit“, ruft jemand. Seit Jahren bewirbt sich die Schulleiterin für das Projekt, das von Kerrygold initiiert wird. Der irische Milchproduzent stellt Geld zur Verfügung, mit dem gesunde Zutaten gekauft werden können.

„In diesem Jahr führen wir das nur für die fünften Klassen durch, deshalb gab es 50 Euro“, so die Direktorin. Die Jungen und Mädchen der fünften Klasse haben dann für ihre Klassenkameraden ein gesundes Frühstück hergestellt. „Viele wissen gar nicht, wie ein Kohlrabi aussieht“, sagt sie und wünscht sich, dass alle Eltern Wert auf gesundes Essen legen würden: „Wir sprechen in der ersten Elternversammlung der ersten Klasse mit ihnen und sagen, dass es uns wichtig ist.“ Doch sie habe schon erlebt, wie bereits Grundschüler alleine für ihr Pausenbrot sorgen müssen. Entweder, sie würden von zu Hause mitnehmen, was sie für richtig halten, oder sie bekommen Geld, um sich etwas im Supermarkt zu kaufen. „Dabei zeigt man mit der Zubereitung des Pausenbrotes auch seine Zuneigung“, appelliert Heike Walter an die Eltern.

Die acht Fünftklässler, die gestern die vorbereiteten Obst- und Gemüseteller und das Brot verteilten, freuten sich über die Snacks. Auch Heike Walter steuerte einiges aus ihrem eigenen Gemüsegarten bei. „Hmmm – lecker“, lautete das einstimmige Fazit.

Katharina Rose (11) isst täglich eine Stulle mit Salami und hat eine Flasche Wasser dabei. „Das reicht mir“, sagt die Elfjährige. Die Mutter von Josy Peters packt neben einem Wurstbrot noch eine Dose mit Gemüseschnitzeln wie Möhren, Kohlrabi und Weintrauben. „Und eine kleine Portion zum Naschen“, zwinkert sie. Kevin Schmidt freut sich über eine Stulle mit Wurst und etwas Obst.

Das Unternehmen Kerrygold beruft sich auf eine aktuelle Untersuchung der Universität Bielefeld, wonach jedes dritte Kind beziehungsweise Jugendlicher das Frühstück ausfallen lässt. Viele würden nicht die empfohlene Tagesmenge an Obst und Gemüse essen. Doch „nur ein voller Magen lernt auch gern“, heißt es auf der Homepage. Ein entscheidender Punkt sei, dass die Kinder durch selbstständiges Zubereiten der Speisen ihre eigenen Erfahrungen mit gesunden Lebensmitteln machen.

Katarina Sass

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