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Schwerstes Rohr der Welt verlässt Werkhalle

Rostock Schwerstes Rohr der Welt verlässt Werkhalle

Das schwerste Rohr der Welt hat gestern die Werkhalle der Erndtebrücker Eisenwerk Special Pipe Construction GmbH (EEW SPC) verlassen.

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Das 82 Meter lange Stahlrohr, das gestern die eine EEW-Halle im Seehafen verlassen hat, ist mit 1302,5 Tonnen das schwerste der Welt. Es wird die Gründung einer Windkraftanlage in der Nordsee.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Das schwerste Rohr der Welt hat gestern die Werkhalle der Erndtebrücker Eisenwerk Special Pipe Construction GmbH (EEW SPC) verlassen. Das Stahlrohr — Monopile genannt — ist aus 26 einzelnen Ringen zusammengesetzt und wiegt insgesamt 1302,5 Tonnen. Mit 82 Metern Länge und einem maximalen Durchmesser von 7,80 Metern ist Fingerspitzengefühl beim Transport gefragt. Das Betriebsgelände reichte gerade so aus, als das Werkstück auf insgesamt 448 Rädern aus der Halle gefahren wurde. „Bevor es verschifft werden kann, wird es noch versiegelt“, erklärt Mitarbeiter Michael Drobek. Dann geht es zusammen mit 66 ähnlichen Rohren per Schiff in die Nordsee. Dort entsteht der weltgrößte Offshore-Windpark „Veja Mate“ mit 67 Windkraftanlagen, die insgesamt eine Leistung von 402 Megawatt erbringen sollen. „Das entspricht der Energie für 400000 Haushalte“, sagt Drobek. Von den Monopiles, die EEW zuliefert, wird dann nicht mehr viel zu sehen sein, denn die bilden die Gründung jeder einzelnen Windkraftanlage. Sie werden im Meeresgrund verankert, wo die Nordsee zirka 40 Meter tief ist. Nur etwa zwei Meter werden sie aus dem Wasser herausragen.

Darauf wird ein sogenanntes Transition Piece montiert, was die Verbindung zwischen Windrad und Monopile darstellt. Die Windräder werden eine Nabenhöhe von 80 Metern haben und einen Rotordurchmesser von 154 Metern.

30 Tage dauert die Produktion eines Monopiles. Insgesamt produzieren die EEW-Mitarbeiter zwei Stück pro Woche. Gestern verließ Nummer 40 das Werk. Der Windpark entsteht etwa 95 Kilometer nordwestlich der ostfriesischen Insel Borkum. EEW SPC produziert bereits seit 2008 im Überseehafen und beschäftigt heute rund 500 Mitarbeiter.

OZ

Von Ove Arscholl

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